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Chronik Bund und Reich 1906
Alle Staaten der Chronik · Mehr über Bund und Reich
Januar
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Anfang Januar.Es wird bekannt, daß der Aufstand im Süden sich ausdehnt.
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2. Januar 1906Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung“ schreibt über die Balkanpolitik Italiens
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8. Januar 1906Ein Weißbuch über Marokko, das bestimmt ist, die Lücken des französischen Gelbbuches über die deutsch-französischen Verhandlungen auszufüllen, wird veröffentlicht.
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9. Januar 1906Beginn der Beratung der Reichsfinanzreform.
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9. Januar 1906Die japanische resp. deutsche Gesandtschaft in Tokio wird zur Botschaft erhoben.
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9. bis 13. Januar 1906Erste Beratung der Reichsfinanzreform (1905 S. 135).
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10. Januar 1906Abg. Rettich (kons.) will über die Bier-, Tabak- und Stempelsteuern eine Verständigung versuchen, lehnt aber die Erbschaftssteuer grundsätzlich ab, die als direkte Steuer den Einzelstaaten zukomme.
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10. Januar 1906Staatsminister a. D. v. Thielen †.
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11. Januar 1906Schatzsekretär v. Stengel: Die Regierung bestehe nicht auf der unveränderten Annahme sämtlicher Steuern; es ließe sich wohl eine durch eine andere ersetzen.
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12. Januar 1906Abg. Osel (Z.) lehnt eine Weinsteuer als verfassungswidrig ab.
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13. Januar 1906Staatssekretär Frhr. v. Stengel verteidigt die Tabak- und Brausteuer und verspricht für die Kommission weitere Mitteilungen.
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13. Januar 1906Der Reichstag verweist den Entwurf über Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden an die Budgetkommission.
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15. Januar 1906Duelldebatte. Erklärung des Reichskanzlers. Reichstag und Regierung; Presse.
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16. Januar 1906Der Nachtragsetat enthält Forderungen, die hervorgerufen sind durch den Aufstand in Ostafrika und die Fehlbeträge der jetzt verpachteten Usambara-Bahn.
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17. Januar 1906Bei der Ersatzwahl in Bonn-Rheinbach erhält Spahn (Z.) 15662, Erlmann 1533 Stimmen.
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17. Januar 1906Staatssekretär des Auswärtigen Frhr. v. Richthofen †.
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17. Januar 1906Der Reichstag genehmigt folgende Anträge auf Gewährung von Diäten
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18. bis 19. Januar 1906Erste Beratung des Gesetzentwurfes betr. Uebernahme einer Garantie des Reiches für eine Eisenbahn von Duala nach den Manengubabergen
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19. Januar 1906Gesetzentwurf über Pensionierung der Offiziere und Versorgung der Unterklassen des Heeres und der Marine.
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21. Januar 1906Mißlungene Wahlrechtsdemonstration der Sozialdemokraten in Berlin.
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21. Januar 1906Wahlrechtsdemonstration der Sozialdemokratie. Preßdiskussion.
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24. bis 25. Januar 1906Beschluß der Budgetkommission über die Brausteuer.
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24. bis 31. Januar 1906Erste Beratung des Toleranzantrags. (Vgl. 1905 S. 35.) Bürgerliche und religiöse Toleranz. Haltung der Regierung.
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25. Januar 1906Der Reichstag verweist die Gesetzentwürfe über eine Maß- und Gewichtsordnung und über das Urheberrecht an Werken der bildenden Kunst und Photographie an Kommissionen.
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27. Januar 1906Der Kaiser erläßt mehrere Bestimmungen zur Unterstützung seiner Arbeiter und Angestellten in Cadinen.
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29. Januar 1906Erste Beratung der Novelle zum Gesetz über den Unterstützungswohnsitz
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29. Januar 1906Abg. Herzfeld (Soz.): Die Vorlage sei eine neue Unterstützung der ostelbischen Junker wie der Zolltarif. Man solle den Landarbeitern eine menschenwürdige Existenz geben, dann würden sie auf der Scholle bleiben. Warum lege man nicht lieber …
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29. bis 31. Januar 1906Ein Kongreß von Tabakarbeitern aller Branchen der Tabakindustrie spricht sich nach einigen Referaten sozialdemokratischer Abgeordneter scharf gegen die Tabaksteuer aus.
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30. Januar 1906Der Reichstag verweist eine Vorlage über den Versicherungsvertrag und die öffentlichen Versicherungsanstalten an eine Kommission.
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31. Januar 1906Abg. Frhr. v. Hertling (Z.) wendet sich scharf gegen Müller. Die bischöfliche Approbation bedeute nicht eine Identifikation des Bischofs mit dem Inhalt des Buchs, sondern nur eine allgemeine Empfehlung.
Februar
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Anfang Februar.Die „Frankfurter Zeitung“ schreibt über die baltische Revolution und die deutsche sozialdemokratische Presse
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Februar 1906Sozialdemokratische Preßstimmen über die Marokkokonferenz.
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Februar. März.Gegen den Staatssekretär des Innern Graf Posadowsky wird in konservativen und agrarischen Kreisen lebhaft agitiert, weil er sich immer mehr als Gegner der Landwirtschaft zeige.
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1. Februar 1906150 Neger aus Deutsch-Neu-Guinea werden zur Bekämpfung des Aufstandes ausgebildet.
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3. Februar 1906Isaak Witboi, der älteste Sohn und Nachfolger Hendriks, ergibt sich mit 21 Mann.
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6. Februar 1906Sozialpolitik; Wirkung auf die Arbeiter; christliche Gewerkschaften; englische Arbeiter in Deutschland.
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7. Februar 1906Reichstagsdebatte über Sozialpolitik.
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7. Februar 1906Antrag der Sozialdemokraten über das Wahlrecht in den Einzelstaaten. Parteierklärungen. Rede Posadowskys über die Geschichte des Wahlrechts, Besitz und Rechte.
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9. Februar 1906Die Steuerkommission über die Verkehrssteuern.
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10. Februar 1906Debatte über das Unglück auf Zeche Borussia (1905 S. 106).
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13. Februar 1906Debatte in der Budgetkommission über die Kolonialschulen und den Islam.
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13. Februar 1906Bei der Ersatzwahl in Chemnitz wird gewählt Noske (Soz.) mit 31 629 Stimmen gegen Hermsdorf (kons.) mit 10 397, Günther (frs. Vp.) mit 9 056 Stimmen.
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14. bis 22. Februar 1906In der Budgetkommission wirft Abg. Erzberger (Z.) dem Personalreferenten des Kolonialamts vor, über mehrere Fälle bewußt unwahre Angaben gemacht zu haben.
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Mitte Februar.Die Kolonialabteilung veröffentlicht folgende Abmachung über die Tätigkeit der Missionsgesellschaften in Südwestafrika
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Mitte Februar.Aenderung in der Verwaltung der Südsee-Kolonien.
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Mitte FebruarKurz danach wurden auch die beiderseitigen Ansprüche in der Bankfrage deutlicher formuliert.
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19. Februar 1906Dem Reichstag wird ein Entwurf für das vorläufige Handelsabkommen mit Nordamerika vorgelegt.
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19. bis 20. Februar 1906Der deutsche Handelstag erkennt die Notwendigkeit einer Reichsfinanzreform an, verwirft aber die Brau- und Tabaksteuer.
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20. Februar 1906Der Reichstag beendet nach dreizehntägiger Verhandlung die Beratung des Etats des Reichsamts des Innern.
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21. Februar 1906Abg. Herzfeld (Soz.) greift die Justizpraxis an, die eine reine Klassenjustiz sei.
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22. Februar 1906Der Reichstag beendet nach dreizehntägiger Verhandlung die Beratung des Etats des Reichsamts des Innern.
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22. Februar 1906Der Reichstag genehmigt in dritter Beratung den Handelsvertrag mit Abessinien.
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23. Februar bis 2. März 1906Abg. Stadthagen (Soz.) greift mehrere Urteile gegen Sozialdemokraten scharf an, der preußische Justizminister habe besonders harte Urteile gegen Sozialdemokraten verlangt.
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25. Februar 1906Silberne Hochzeit des Kaiserpaares.
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25. bis 27. Februar 1906Am 25. beginnt die Feier mit dem Empfang mehrerer Deputationen.
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27. Februar 1906Vermählung des Prinzen Eitel Friedrich mit Herzogin Sophie Charlotte von Oldenburg.
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28. Februar 1906In der Budgetkommission erklärt Staatssekretär v. Tirpitz auf eine Anfrage über die Befestigung Kiautschous
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28. Februar 1906Abg. Nißler (kons.) beantragt Gewährung von Beihilfen an Kriegsteilnehmer.
März
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1. März 1906Eine Bundesratsverordnung als Nachtrag zur Anleitung für die Zollordnung schreibt vor, daß als Grundlage der Unterscheidung der Malzgerste von anderer Gerste das Hektolitergewicht dient.
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Anfang März.Über den Stimmenverlust der Sozialdemokratie in den Nachwahlen seit 1903 bringt die sozialdemokratische Wochenschrift „Die Neue Gesellschaft“ folgende Aufstellung
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März.Ein Artikel des Reichstagsabgeordneten Bachem (Z.) in den „Historisch-politischen Blättern“ „Wir müssen aus dem Turm heraus“ charakterisiert das Zentrum als politische und nicht als konfessionelle Partei und fordert Aufnahme von Protestant…
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März 1906Diskussion über die Verwaltung von Kamerun.
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März 1906In der Presse wird von einer Kanzlerkrisis gesprochen, die mit der Umwandlung des Kolonialamts zusammenhinge.
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1. März bis 30. Juni 1906In vielen Industrien gibt es größere oder kleinere Ausstände.
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1. März bis 30. Juni 1906Streik in der Metallindustrie.
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März. April.Die Rebellen werden in mehreren Gefechten geschlagen und verlieren einige Hundert Tote.
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2. März 1906Der „Reichs-Anzeiger“ veröffentlicht folgenden Dankerlaß des Kaiserpaars
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5. März 1906Interpellation über Verkehrsstörungen an der russischen Grenze.
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5. März 1906In der Beratung des Postetats wird dem Staatssekretär im allgemeinen Anerkennung für die Sozialpolitik der Postverwaltung ausgesprochen, insbesondere für die Einstellung der Paketbesorgung am Sonntag.
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7. März 1906Der Reichstag verweist mehrere Anträge über Änderung der Gewerbeordnung und Änderung des Handelsgesetzbuches an eine Kommission.
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8. März 1906Die Reichssteuerkommission beendet die erste Lesung.
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10. März 1906Abg. Eugen Richter †.
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10. März 1906Reichstagsabgeordneter Eugen Richter †.
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10. März 1906Der Reichstag genehmigt folgende Resolutionen zum Postetat
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10. März 1906Präsident Graf Ballestrem teilt den Tod des Abg. Richter mit folgenden Worten mit
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12. März 1906Der Kaiser hält bei der Vereidigung der Marinerekruten folgende Ansprache
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14. März 1906Debatte der Budgetkommission über die Bewaffnung der Artillerie.
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14. März 1906Offiziöse Kundgebung über die Konferenz in Algeciras
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14. März 1906Der Reichstag genehmigt gegen die Stimmen der Konservativen und eines Teils des Zentrums einen Antrag Pachnicke (fr. Vg.): Den Reichskanzler zu ersuchen, dahin zu wirken, daß die landesgesetzlichen Beschränkungen des Vereinsrechts für Frau…
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16. bis 17. März 1906Am 16. und 17. März werden die Anklagen gegen den früheren Reichskommissar Dr. Karl Peters besprochen
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16. März 1906Mitglieder aller bürgerlichen Parteien bringen folgenden Antrag zum Schutze der Heimarbeiter ein
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17. März 1906Die deutsche Wohnungskonferenz beschließt für den Herbst und Winter eine große Agitation.
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19. März 1906Am 19. gibt Oberst Deimling eine Schilderung der Kämpfe in Südwestafrika
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19. März 1906Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung“ schreibt über die Pariser Presse und die Möglichkeit des Scheiterns der Marokkokonferenz
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19. März 1906Deutschland und England schließen ein Abkommen über die Grenzregulierung zwischen Yola und dem Tschadsee in Kamerun.
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20. März 1906Tabaksteuer in der Steuerkommission.
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20. März 1906Bei der Ersatzwahl in Hechingen erhält Belzer (Z.) 7091, Reck (lib.) 1908, Nill (Soz.) 322 Stimmen.
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21. März 1906Reichstagsabgeordneter Lenzmann †.
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21. März 1906Bei der Ersatzwahl in Kaiserslautern erhält Schmidt (lib.) 7575, Klement (Soz.) 7547, Rösicke (Bd. d. Ldw.) 6595, Kempf (Z.) 3785 Stimmen.
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21. März 1906Die Budgetkommission lehnt die Umwandlung des Kolonialamts in ein Staatssekretariat ab und beschließt mit 18 gegen 10 Stimmen die Umwandlung in ein Unterstaatssekretariat.
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21. März 1906Die russische Regierung teilt der deutschen die vom „Temps“ unrichtig wiedergegebene Note des Grafen Lambsdorff an den Grafen Cassini mit
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24. bis 26. März 1906Am 24. wird über die Taktik der Buren debattiert
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25. März 1906Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung“ schreibt über deutschfeindliche Strömungen in Rußland
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26. März 1906Abg. Erzberger (Z.) greift die Kolonialverwaltung an, weil sie dem Reichstag gegenüber nicht mit völliger Offenheit vorgehe
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26. bis 28. März 1906Annahme des Flottengesetzes in zweiter Lesung. — Reichsvermögenssteuer.
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27. März 1906Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung“ schreibt gegen den „Temps“ über die Haltung der deutschen Botschafter
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29. März 1906Fürst Bülow begründet die Notwendigkeit eines Kolonialstaatssekretariats.
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29. März 1906Wenn wir auch Freunde der Ostmarkenpolitik sind, so sind wir doch nicht blind gegen die Fehler, die gemacht worden sind.
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29. März 1906Annahme des Kolonialstaatssekretariats in zweiter Lesung. Bülows Begründung.
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30. März bis 3. April 1906Der Reichstag genehmigt ein Etat-Notgesetz.
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31. März 1906Der Reichstag genehmigt ein Etat-Notgesetz.
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Ende März.Bergarbeiterausstand im sächsisch-thüringischen Braunkohlenrevier.
April
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Anfang April.Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung“ schreibt über die Haltung der russischen Regierung gegenüber dem „Temps“
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1. April 1906Der Kaiser besucht das Kloster Drübeck und überreicht der Äbtissin mit einer Ansprache den Hirtenstab.
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April 1906Die Frage, ob die russische Anleihe in Deutschland aufgelegt werden soll, wird viel besprochen.
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April 1906Ordensauszeichnungen für Algeciras. Telegramm an Goluchowski.
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April 1906Abg. Graf Schwerin-Löwitz (kons.) bringt in der Budgetkommission folgenden Antrag über die Handelsbeziehungen zu den Vereinigten Staaten ein.
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April 1906Wirkl. Geh. Rat v. Holstein im Auswärtigen Amt nimmt den Abschied.
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Anfang April.Gesamtverlust.
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April 1906In Bayern ist das im vorigen Jahre schon beratene Wahlreformgesetz abgeschlossen worden.
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2. April 1906Der Kaiser läßt sich die von Courrières zurückgekehrte Rettungsmannschaft vorstellen und hält an sie folgende Ansprache
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3. April 1906Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung“ schreibt über die Reform der Eisenbahntarife
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4. April 1906Nach den Beschlüssen der Steuerkommission in zweiter Lesung werden folgende Einnahmen festgesetzt
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4. April 19064. Reichsstempelsteuer bezw. Verkehrssteuer: a) Frachturkundenstempel, b) Personenfahrkartenstempel, c) Automobilsteuer, d) Quittungssteuer; 5. Erbschaftssteuer; Summa.
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4. April 1906Beratung der am 17. März unerledigt gebliebenen Forderung kolonialer Regierungsschulen
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5. April 1906Reichstagsdebatte über die Marokkokonferenz. — Erkrankung des Reichskanzlers.
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5. April 1906Reichskanzler Fürst Bülow: Meine Herren! Ich möchte die erste Gelegenheit ergreifen, die sich hier bietet, um mich nach dem materiellen Abschluß der Konferenz von Algeciras vor diesem hohen Hause über unsere Marokkopolitik auszusprechen.
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7. April 1906gebeugt zu haben. Die deutschen Vertreter stimmten zu, die französischen und spanischen wiesen den Vorschlag ab, da sie Casablanca nicht einer fremden Polizei anvertrauen wollten.
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9. April 1906Es wird bekannt, daß auf der Berliner Konferenz der Vertreter sämtlicher deutschen Eisenbahndirektionen die Vorschläge des preußischen Eisenbahnministeriums im Prinzip angenommen wurden.
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11. April 1906Eine 3½prozentige Reichsanleihe und 3½prozentige preußische Konsols, zusammen 560 Millionen Mark, werden aufgelegt und anderthalbfach überzeichnet.
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13. April 1906Telegramm des Kaisers an Goluchowski über Marokko.
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14. April 1906Der frühere Direktor des Kolonialamts, Dr. Stübel, wird zum Gesandten in Christiania ernannt.
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Mitte April.Es konstituiert sich ein Komitee für die durch den Ausbruch des Vesuv Geschädigten; der Kaiser spendet 10 000 Mark.
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17. April 1906Zum Gouverneur von Deutsch-Ostafrika wird der Generalkonsul in Warschau, Frhr. v. Rechenberg, der früher im Schutzgebiet und in Sansibar amtierte, ernannt.
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21. April 1906Preußen, Bayern, Baden und Hessen unterzeichnen einen Vertrag über die Kanalisierung des Mains.
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21. April 1906Vorlagen über Diäten für die Reichstagsabgeordneten und über Änderung der Geschäftsordnung.
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24. April 1906Der „Vorwärts“ schreibt über das neue französische Kabinett
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24. April 1906Präsident Graf Ballestrem sagt über die Katastrophen in Italien und Amerika
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26. April 1906Erste Beratung der Diätenvorlage.
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28. April 1906Minister der öffentlichen Arbeiten v. Budde †.
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Ende April.Die Behauptungen englischer Blätter, daß Deutschland die Pforte zum Widerstande in der Akabafrage ermutigt habe, werden offiziös zurückgewiesen.
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30. April bis 1. Mai 1906Zweite Beratung der Reichssteuerreform. Brausteuer. Tabaksteuer.
Mai
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2. Mai 1906Toleranzantrag.
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3. Mai 1906Interpellation über die Ausweisung von Russen.
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4. bis 7. Mai 1906Zweite Lesung der Steuerreform: Zigarettensteuer.
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7. bis 9. Mai 1906Zweite Beratung der Steuerreform: Stempelsteuer: Frachturkunden, Fahrkarten, Kraftwagen, Tantiemen.
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9. bis 11. Mai 1906Zweite Beratung der Steuerreform: Erbschaftssteuer.
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9. Mai 1906Die Fahrkartensteuer wird mit 150 gegen 119 Stimmen angenommen, nachdem sie die Abgg. v. Vollmar (Soz.) und Haußmann (südd. Vp.) angegriffen, preuß. Finanzminister v. Rheinbaben und bayer. Ministerialdirektor v. Burkhard sie verteidigt hab…
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12. bis 15. Mai 1906Genehmigung der Diätenvorlage in zweiter und dritter Lesung.
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14. Mai 1906Der Reichstag genehmigt die Novelle zum Stempelgesetz, die den Börsenverkehr in einigen Punkten erleichtert und Erhebung des Stempels vom Aktienkapital vorschreibt, auch wenn Aktien oder Aktienanteilscheine (Interimsscheine) nicht zur Ausg…
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15. Mai 1906Annahme der Diätenvorlage.
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Mitte Mai.Zahlreiche Mitglieder deutscher Stadtverwaltungen reisen nach London, um auf Einladung der Londoner Stadtverwaltung die dortigen Einrichtungen zu studieren und eine englisch-deutsche Verständigung anzubahnen.
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15. bis 17. Mai 1906Beratung des Mantelgesetzes und von Resolutionen zur Finanzreform: Branntweinsteuer, Portoerhöhung.
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17. Mai 1906Der Reichstag genehmigt in dritter Beratung die Novelle zum Börsensteuergesetz.
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18. Mai 1906Der Reichstag genehmigt in dritter Beratung die Änderung des Gesetzes über die Ausgabe von Reichskassenscheinen.
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18. Mai 1906Der Kaiser besucht Diedenhofen und erwidert auf eine Ansprache des Bürgermeisters
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18. bis 19. Mai 1906Dritte Beratung des Gesetzentwurfs über die Reichssteuerreform
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19. Mai 1906Annahme der Reichssteuerreform.
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19. Mai 1906Der Reichstag genehmigt in dritter Beratung ohne Debatte die Novelle zum Flottengesetz.
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21. Mai 1906Der Reichstag verweist den Handelsvertrag mit Schweden an eine Kommission.
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21. Mai 1906Der Reichstag genehmigt das Offizierspensionsgesetz gegen die Sozialdemokraten.
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21. Mai 1906Kundgebungen des Kaisers zur Reichsfinanzreform.
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22. Mai 1906Das Mannschaftspensionsgesetz wird einstimmig angenommen.
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24. bis 26. Mai 1906Dritte Beratung des Etats. Auswärtige Fragen. Ausweisungen. Reichswahlrecht und Einzelstaaten. Kolonialstaatssekretariat.
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24. bis 26. Mai 1906Abg. Bebel (Soz.) tadelt scharf die auswärtige Politik, die Deutschland isoliert habe, während die englische ein vortreffliches System von Bündnissen und Freundschaften geschaffen habe.
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26. Mai 1906Ablehnung des Kolonialstaatssekretariats.
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26. Mai 1906Abg. Bernstein (Soz.) kritisiert das Verhalten der Breslauer Polizei, die am 21. April bei Streikunruhen mit großer Brutalität vorgegangen sei.
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26. Mai 1906Sicherung der Bergarbeiter gegen Explosion und Feuersgefahr, worüber eine Resolution Giesberts (Z) angenommen wird.
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26. Mai 1906Am 26. Mai werden die in der zweiten Lesung gestrichenen Gehaltszulagen für Oberstleutnants der Kavallerie wiederhergestellt.
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26. Mai 1906Die Parteien haben folgendermaßen über den Kolonialstaatssekretär abgestimmt.
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26. Mai 1906Der Reichstag genehmigt die Vorlage, die Regierung zur Vertagung bis zum 13. November zu ermächtigen, sowie den Handelsvertrag mit Schweden.
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26. Mai 1906Fortführung der Bahn Lüderitzbucht-Kubub nach Keetmanshoop; Entschädigung der Ansiedler.
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26. Mai 1906tags mit großer Breite auftrat, fand keineswegs den Beifall sämtlicher Zentrumsmitglieder. Die Versuche Erzbergers z. B., die Beamtenauswahl zu beeinflussen, wurden durch den Abg. Spahn, der bisher als Hauptführer der Partei galt, zurückge…
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28. Mai 1906Kolonialetat. Wiederherstellung der Kolonialabteilung im Auswärtigen Amt.
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29. Mai 1906Der Kaiser genehmigt ein neues Exerzierreglement für die Infanterie durch folgende Ordre
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31. Mai 1906Nach dem Etatsgesetz balanciert der Reichsetat mit 2 397 324 105 Mark.
Juni
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Juni 1906Beginn von Enthüllungen über die Kolonialverwaltung.
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Juni 1906Indiskretionen in der Kolonialabteilung über den Fall Puttkamer.
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Juni. Juli. August.Das Organ der radikalen Freien Vereinigung deutscher Gewerkschaften, die „Einigkeit“, veröffentlicht Mitteilungen aus dem Protokoll einer im Februar d. J. abgehaltenen Konferenz sozialdemokratischer Parteiführer und der Generalkommission d…
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5. Juni 1906Der Verbandstag des deutschen katholischen Lehrerverbandes spricht sich gegen die Simultanschule aus.
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5. bis 7. Juni 1906Evangelisch-sozialer Kongreß unter Vorsitz von Professor Harnack.
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6. bis 7. Juni 1906 · Österreich-UngarnMonarchenzusammenkunft.
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6. Juni 1906Wenn Aussperrungen und Streiks als Folgen dieses Streiks zurückbleiben sollten, so wäre zu empfehlen, daß die Gewerkschaften für die Unterstützung eintreten.
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12. Juni 1906Reichstagswahl in Oberschlesien. Polenfrage.
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19. Juni 1906Auf dem Festmahl des Norddeutschen Regattavereins erwidert der Kaiser auf die Ansprache des Bürgermeisters Mönckeberg-Hamburg
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22. Juni 1906Disziplin in der südwestafrikanischen Schutztruppe.
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22. Juni 1906Bei der Ersatzwahl in Hannover-Linden erhält Brey (Soz.) 31803, Fink (nl.) 16865. v. Dannenberg (Welfe) 11033, Erzberger (Z.) 2412, Holzgreefe (Bd. d. L.) 182 Stimmen.
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27. Juni 1906Bei der Ersatzwahl in Altena-Iserlohn erhält Haberland (Soz.) 10546, Klocke (Z.) 7734, Müller (fr. Vp.) 7686, Haarmann (nl.) 6552, Rüsser (christl. soz.) 1637 Stimmen.
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29. Juni 1906Landtagsabgeordneter Dr. Kropatscheck, 1883 Redakteur, seit 1895 Chefredakteur der „Kreuzzeitung“, 59 Jahre alt, †.
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Ende Juni.Diskussion über finanzielle Unregelmäßigkeiten im Kolonialamt.
Juli
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1. Juli 1906Die Zigarettensteuer und die Erhöhung des Portos für Orts- und Nachbarortsverkehr tritt in Kraft.
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Juli 1906Kolonialfrage und Immunität der Abgeordneten.
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4. Juli 1906Deutsches Reich. Entbindung der Kronprinzessin.
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6. Juli 1906Gegenüber neuen Angriffen auf die Kolonialverwaltung schreibt die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung“
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12. Juli 1906Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung“ schreibt über die Eisenbahntarifreform
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12. Juli 1906Der 6. Zivilsenat des Reichsgerichts entscheidet am 12. Juli: 1. Boykott oder Streik im Lohnkampf sind nicht rechtswidrig. Die Unternehmer können Ersatz der Verluste, welche sie infolge derselben erlitten haben, nicht verlangen. 2. Darin, …
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13. Juli 1906Abg. Dr. Sattler, Führer der National-liberalen, †.
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17. Juli 1906Durch eine wissenschaftliche Kommission wird der Sarg Karls des Großen geöffnet.
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19. Juli 1906Bei der Ersatzwahl in Hagen-Schwelm erhält Cuno (fr. Vp.) 11172, König (Soz.) 16110, Becker (Z.) 5260, Moldenhauer (nl.) 4545, Mumm (chr. soz.) 2149 Stimmen.
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20. Juli 1906In der Ersatzwahl in Rintelen-Hofgeismar erhält Herzog (Antis.) 6318, Vetterlein (Soz.) 3995, Rocke (nl.) 1367, Roehrig (Z.) 1043, Helmerich (Antis.) 1835 Stimmen.
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20. Juli 1906Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung“ schreibt zu der Behauptung eines Dumamitglieds, daß Deutschland und Österreich-Ungarn in Rußland einzurücken gedächten: „Daran ist kein wahres Wort.“
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23. Juli 1906Neue Ernennungen in der Kolonialverwaltung.
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25. Juli 1906Propst Frhr. v. d. Goltz †. Geboren 1835 in Düsseldorf, 1866—71 Professor in Basel, später in Berlin, seit 1891 Vizepräsident des evangelischen Oberkirchenrats.
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31. Juli 1906Der Kaiser kehrt von der Nordlandsreise zurück.
August
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August.Major Fischer, Vorsteher des Bekleidungsamtes, wird unter dem Verdacht der Bestechung verhaftet und in Anklagezustand versetzt.
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1. August 1906Die Fahrkartensteuer tritt in Kraft.
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1. August bis 1. September 1906Angebliche Verletzung des Budgetrechts in Südwestafrika.
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5. August 1906Tagung der Haus- und Grundbesitzervereine.
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15. bis 16. August 1906Zusammenkunft des Kaisers mit dem König von England.
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Mitte August.Im Lithographen- und Steindruckergewerbe wird nach mehrmonatigen Kämpfen ein Abkommen getroffen.
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20. bis 23. August 190653. Generalversammlung der Katholiken Deutschlands.
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24. August 1906Infolge eines Streiks kommt es zu blutigen Zusammenstößen zwischen Streikenden und Arbeitswilligen; ein Streikposten wird erschossen; Militär muß die Straße säubern; viele werden verwundet.
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26. August 1906In Hamburg wird eine Bombenfabrik und Waffensammlung russischer Revolutionäre entdeckt.
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29. August 1906Der Sohn des Kronprinzen wird getauft auf die Namen Wilhelm Friedrich Joseph Christian Olaf.
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Ende August.Der englische Kriegsminister Haldane besucht auf Einladung des Kaisers mehrere militärische Institute.
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31. August bis 3. September 1906Ein schwedisches und ein dänisches Geschwader besuchen Kiel.
September
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Anfang September.Es wird bekannt, daß der Reichshaushalt für das Rechnungsjahr 1905 mit einem Überschuß von 6 248 000 Mark schließt.
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Anfang September.Der deutsche Fleischerverband fordert infolge des Steigens der Viehpreise die Zulassung dänischen und schwedischen Rindviehs und eines Schweinekontingents aus Frankreich, Holland und Dänemark.
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September.Der Leiter des Kolonialamts Erbprinz zu Hohenlohe-Langenburg tritt zurück.
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Herbsttagungerweiterten die Kluft zwischen Regierung und Zentrum immer mehr.
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5. September 1906Besuch von drei russischen Kriegsschiffen.
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5. bis 11. September 1906Der deutsche Handels- und Gewerbekammertag fordert u. a. den Befähigungsnachweis für alle Gewerbe; ein Vertreter der Reichsregierung stellt eine solche Vorlage an den Reichstag in Aussicht.
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6. September 1906Der Kaiser besucht Breslau anläßlich der Kaisermanöver und erwidert auf die Ansprache des Oberbürgermeisters
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8. September 1906Rede des Kaisers gegen den Pessimismus.
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10. September 1906Wechsel im Kolonialamt.
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10. September 1906Internationaler Kongreß für Versicherungswissenschaft.
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22. bis 28. September 1906Sozialdemokratischer Parteitag. — Organisation; Massenstreik; Gewerkschaften; Intervention in Rußland.
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23. September 1906Nach langen Verhandlungen lehnt der Verband christlicher Bergarbeiter die Verschmelzung mit dem sozialdemokratischen alten Verbande ab, will aber bei wirtschaftlichen Kämpfen mit ihm ein Zusammengehen anstreben.
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25. September 1906Wegen des Krawalls am 19. April (S. 117) werden 38 Arbeiter zu Freiheitsstrafen bis zu 6 Monaten verurteilt.
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Ende September.Das Reichsversicherungsamt richtet an die deutschen Berufsgenossenschaften Anfragen darüber, welche Schritte sie unternommen haben, um den Mißbrauch geistiger Getränke unter den Arbeitern der ihnen unterstellten Betriebe entgegenzutreten.
Oktober
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Oktober. Anfang.Publikation der Memoiren des Fürsten Hohenlohe.
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Anfang Oktober.Veröffentlichung der Denkwürdigkeiten des Fürsten Hohenlohe. Streit um Bismarcks Entlassung.
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Oktober 1906Fleischteuerung (S. 157).
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Oktober 1906Es macht sich eine lebendige Lohnbewegung unter den Bergarbeitern geltend.
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Oktober 1906Die Hottentotten werden am 12. und 23. mehrfach geschlagen.
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2. Oktober 1906Der Kriegszustand und die vorläufige Sperrung der Bezirke von Kilwa, Lindi, Ssongea, Langenburg, Isinga, Wahenge und Muanza, bis auf zwei kleine Gebiete im Westen und Norden von Ssongea, wird aufgehoben.
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3. Oktober 1906Zusammentritt einer internationalen Konferenz für drahtlose Telegraphie.
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5. Oktober 1906Sämtliche Bergarbeiterverbände, die 220 000 Mitglieder umfassen, fordern eine fünfzehnprozentige Lohnerhöhung für alle deutschen Bergarbeiter.
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6. bis 7. Oktober 1906Nationalliberaler Parteitag. Vorsitzender ist Abg. Bassermann. Abg. Hieber spricht über politische Rückblicke und Ausblicke und betont die schwierige Lage der Partei; sie werde von allen Seiten angegriffen und im Innern herrschten Differen…
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13. Oktober 1906Major Fischer wird aus der Untersuchungshaft entlassen, das Strafverfahren wird eingestellt, da sich nichts Belastendes ergeben hat.
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14. Oktober 1906Der Gedenktag der Schlacht von Jena wird in der Presse viel besprochen; auf dem Schlachtfelde finden Erinnerungsfeiern statt, in Vierzehnheiligen wird ein Denkstein für die Gefallenen errichtet.
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15. Oktober 1906Der Kaiser nimmt Teil an der Hochzeitsfeier von Bertha Krupp mit dem Freiherrn v. Bohlen und bringt einen Trinkspruch aus
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15. Oktober 1906Die sozialdemokratische Partei eröffnet eine Arbeiterbildungsschule zur Heranbildung von Parteiagitatoren.
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23. Oktober 1906Bei der Ersatzwahl im Wahlkreise Stade erhält Reeß (nl.) 6612, Ebert (Soz.) 6183, Klävemann (Bd. d. L.) 3490, Meding (Welfe) 1641, Otto 3191 Stimmen.
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27. Oktober 1906Besprechung der Monroedoktrin in der Universität.
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30. Oktober 1906Der Hamburger Dampfer „Hermann“ geht mit 23 Mann infolge einer Kollision unter.
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Ende Oktober. Anfang November.Angriffe auf die Regierung; Krisengerüchte.
November
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1. November 1906Am 1. November überfällt eine Bande Hottentotten den Posten bei Uchanaris und tötet fünf Reiter.
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3. November 1906Schluß einer internationalen Konferenz für Funkentelegraphie.
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8. bis 10. November 1906Eine Konferenz von Beamten und Interessenten berät über die Weingesetzgebung wie Kellerbehandlung, Zuckerzusatz, Weinsteuer, Obstweine u. dgl.
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11. November 1906Vertreter der beiden freisinnigen Parteien und der süddeutschen Volkspartei beraten über ein gemeinsames Vorgehen der links stehenden bürgerlichen Parteien bei den Reichstagswahlen.
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12. November 1906Die Otavibahn von Swakopmund bis Tsumeb wird eröffnet.
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13. November 1906Der Reichstag eröffnet die Sitzungen wieder.
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13. November 1906Abg. v. Vollmar (Soz.): Trotz Bülows Rede halte er die auswärtige Lage für überaus schlecht.
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13. November 1906Reichskanzler Fürst Bülow motiviert die Abwesenheit des Staatssekretärs mit dienstlichen Geschäften.
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14. November 1906Reichstagsdebatte über die auswärtige Lage.
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14. November 1906Am folgenden Tage wird die Debatte abgeschlossen.
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14. November 1906In der Presse wird hervorgehoben, daß Bülow seine frühere Frische wieder erlangt habe.
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16. November 1906Eine Denkschrift des Generalstabs über Deutsch-Südwestafrika betont die unbedingte Notwendigkeit des Bahnbaues von Kubub bis Keetmanshoop.
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17. November 1906Der Kaiser erläßt folgende Kundgebung zur Erinnerung an den Beginn der modernen Sozialpolitik
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19. bis 20. November 1906Besuch des dänischen Königspaares
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22. November 1906Amtliche Denkschrift über die Kolonien.
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23. bis 26. November 1906Der Reichstag berät den Gesetzentwurf über die Rechtsfähigkeit der Berufsvereine in erster Lesung.
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28. November 1906Beginn der Kolonialdebatte im Reichstag.
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28. November bis 4. Dezember 1906Nachtragsetat für Südwestafrika. — Monopolverträge, Missionen, Beamten-disziplin. Zusammenstoß Roeren-Dernburg: Angriffe auf Beamte; Nebenregierung.
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28. November bis 4. Dezember 1906Kolonialdirektor Dernburg: Es wird das Haus mit einer gewissen Ueberraschung erfüllt haben, mich hier an diesem Platze stehen zu sehen, und ich teile diese Ueberraschung.
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28. November bis 4. Dezember 1906Abg. Schädler (Z.) und besonders Abg. Ledebour (Soz.) bezweifeln die Richtigkeit der vom Kolonialdirektor berechneten Werte.
Dezember
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Dezember 1906Aufruf der freisinnigen Volkspartei: Auf zum Kampf! Der Reichstag ist aufgelöst.
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3. Dezember 1906Kolonialdirektor Dernburg wendet sich gegen die Behauptungen Bebels über die Entlassung Hellwigs und die Darstellung des Falles Pöplau durch Ablaß.
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3. Dezember 1906Eine von der Kolonialabteilung berufene Konferenz von Fachmännern und Parlamentariern berät über die Prüfung der Rechte und Pflichten der Landgesellschaften.
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5. Dezember 1906Der französische und spanische Botschafter überreichen gleichlautende Noten über das zwischen Frankreich und Spanien vereinbarte Vorgehen in den marokkanischen Gewässern.
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5. Dezember 1906Der Reichstag bespricht zwei Interpellationen der Polen und des Zentrums über den polnischen Schulstreik in Preußen.
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5. bis 13. Dezember 1906Budgetkommission über Südwestafrika. Ablehnung des Nachtragsetats. Indiskretion. Bahn nach Keetmanshoop.
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7. Dezember 1906Der Reichstag genehmigt nach kurzer Beratung den Gesetzentwurf über Ausführung der Generalakte der Algeciraskonferenz.
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11. Dezember 1906Der Reichsetat wird veröffentlicht. Steuerpläne.
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11. bis 12. Dezember 1906In der Beantwortung einer Interpellation der Freisinnigen über die Fleischteuerung lehnt die Regierung die Öffnung der Grenzen ab, verspricht aber andere Erleichterungen.
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13. Dezember 1906Auflösung des Reichstags.
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13. Dezember 1906Zweite Beratung und Ablehnung des Nachtragsetats für Südwestafrika. — Roeren und Dernburg über die Nebenregierung. Auflösung.
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13. Dezember 1906Eine Sonderausgabe der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung“ veröffentlicht folgende Kundgebung
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13. Dezember 1906daß Kaiser und Bundesrat sich den Zentrumsforderungen nicht fügen würden, blieb das Zentrum unnachgiebig und lehnte mit Hilfe der Polen und Sozialdemokraten einen von der Regierung gebilligten freisinnigen Kompromißantrag in zweiter Lesung…
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14. Dezember 1906Angebliche Enthüllung über die Beziehungen zwischen dem Kaiser, dem Papst und dem Zentrum.
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14. Dezember 1906Aufruf der Nationalliberalen: Endlich eine erlösende Tat, ein Aufatmen nach lange getragenem Druck!
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15. Dezember 1906Aufruf des Zentrums: Der Reichstag ist aufgelöst, weil die Reichstagsmehrheit eine Mehrforderung der verbündeten Regierungen für die militärische Expedition im südwestafrikanischen Schutzgebiete im Betrage von 8 900 000 Mark abgelehnt hat.
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15. Dezember 1906Besuch des norwegischen Königspaares.
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18. Dezember 1906Der Aufruf der konservativen Partei: Der Reichstag ist aufgelöst, weil er der Regierung nicht die Truppen und Mittel bewilligte, die eine energische und völlige Unterdrückung des Aufstandes in Deutsch-Südwestafrika erfordert.
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22. Dezember 1906Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung“ schreibt über angebliche Pläne gegen das allgemeine Wahlrecht
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23. Dezember 1906Unterwerfung der Bondelzwarts.
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23. Dezember 1906120 Männer der Bondelzwarts mit 105 Gewehren ergeben sich.
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24. Dezember 1906Der kommerzielle modus vivendi mit Spanien wird bis zum 30. Juni 1907 verlängert.
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26. Dezember 1906Die Nachricht von der Unterwerfung der Bondelzwarts trifft ein.
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31. Dezember 1906Deutsches Reich. Wahlbrief des Reichskanzlers.
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31. Dezember 1906Der Reichskanzler richtet folgenden Brief über die Wahlbewegung an den Vorsitzenden des Reichsverbandes gegen die Sozialdemokratie, General v. Liebert