→ Chronik Sachsen-Coburg und Gotha
Chronik Sachsen-Coburg und Gotha
Alle Staaten der Chronik · Mehr über Sachsen-Coburg und Gotha
1860 (3)
-
15. Februar 1860Der Sonderlandtag von Sachsen-Coburg spricht sich einstimmig dafür aus, daß eine deutsche Bundescentralgewalt geschaffen und ein deutsches Parlament einberufen werden sollte, …
-
19. März 1860Der vereinigte Landtag von Sachsen-Coburg und Gotha erklärt sich einstimmig für „Herstellung einer wirksamen deutschen Centralgewalt in Verbindung mit einer von derselben untrennbaren genügenden Vertretung des deutschen Volkes“
-
3. September 1860Generalversammlung des deutschen Nationalvereins in Coburg
1861 (10)
-
Januar 1861Denkschrift des Herzogs von Koburg-Gotha an einen österreichischen Staatsmann: Bundesreformplan, dessen Ausführbarkeit er „jetzt und ohne große Zuckungen als für Alle möglich“ erklärt:
-
27. März 1861Der vereinigte Landtag lehnt es einstimmig ab, auch nur in eine Berathung des Gesetzesentwurfs betreffend Verstärkung des Landtags durch 4 Mitglieder (den Fürsten von Hohenlohe mit einer Virilstimme und 3 gewählte Vertreter des großen Grun…
-
16. Mai 1861Erklärung des Gesandten der XII. Kurie für Koburg-Gotha bezüglich des Hessen-Darmstädtischen Antrags gegen den Nationalverein:
-
14. Juni 1861Auf die Interpellation am Landtage: „Glaubt herzogliche Staatsregierung einen Versuch, die Krone Preußens zur Annahme eines, den Kräften unseres Landes und seiner Lage entsprechenden diesseitigen Staatsbeitrags zur Herstellung resp. Vermeh…
-
30. Juni 1861Militärconvention mit Preußen (s. Preußen).
-
1. Juli 1861Der vereinigte Landtag nimmt die sog. Militär-Nebenconvention mit Preußen mit großer Mehrheit an.
-
Juli 1861Der Herzog veröffentlicht die Schrift: „Der Herzog von Gotha und sein Volk“, in der er sich offen über sein Verhältniß zu seinem Volke und die damit zusammenhängenden nationalen Fragen ausspricht.
-
30. Juli 1861Der vereinigte Landtag nimmt auch die Militär-Hauptconvention mit Preußen an.
-
31. Oktober 1861Erklärung von Sachsen-Coburg-Gotha am Bundestag bezüglich der deutschen Frage.
-
4. Dezember 1861Der Herzog weist den Protest des Herzogs von Sachsen-Meiningen gegen die Militärconvention mit Preußen als unbegründet zurück.
1862 (7)
-
12. Februar 1862Der Landtag nimmt nach einläßlicher Debatte über das ihm von der Regierung vorgelegte Gewerbegesetz den Commissionsantrag auf vollständige Freigebung der Preßgewerbe an.
-
16. Februar 1862Der Landtag ertheilt seine Zustimmung zur Einführung des allgemeinen deutschen Handelsgesetzbuchs, richtet aber bei dieser Gelegenheit an die Staatsregierung von neuem das Ersuchen, „ihrerseits nach Kräften dahin zu wirken, daß Deutschland…
-
21. Februar 1862Der vereinigte Landtag verwirft ein ihm von der Regierung vorgelegtes Regierungsverwesungsgesetz.
-
13. März 1862Der vereinigte Landtag beschließt mit 12 gegen 5 Stimmen, das Einführungsgesetz für die Militär-Convention mit Preußen zu verschieben, bis das Verhältniß zur Civilgewalt geregelt sei.
-
16. April 1862Der gemeinschaftliche Landtag lehnt den von der Regierung vorgelegten Gesetzesentwurf behufs Abänderung desjenigen Verfassungsartikels, der das protestantische Bekenntniß des Regierungsverwesers vorschreibt, gegen eine Minderheit von 5 Sti…
-
9. Juli 1862Der gemeinschaftliche Landtag von Coburg-Gotha ertheilt dem Handelsvertrage mit Frankreich einstimmig seine Genehmigung, beschließt jedoch
-
10. Juli 1862Der Landtag von Coburg-Gotha beschließt auf den Antrag der Regierung die Annahme des Handelsvertrags mit Frankreich.
1863 (7)
-
3. Februar 1863Der Landtag votirt einstimmig dem preußischen Abg.-Hause wegen seiner Haltung in der Adreßdebatte seinen Dank.
-
4. Februar 1863Der Herzog von Coburg-Gotha lehnt die ihm angebotene griechische Krone ab.
-
4. Februar 1863Der Herzog lehnt die ihm angebotene griechische Krone ab.
-
7. Februar 1863Der Landtag von Gotha einigt sich mit der Regierung über die Stellung der Preßgewerbe in dem neuen Gewerbegesetze.
-
19. November 1863Herzog Ernst ist der erste, der den Erbprinzen von Augustenburg als Herzog von Schleswig-Holstein anerkannt hat.
-
2. Dezember 1863Der Ausschuß des gemeinschaftlichen Landtags richtet eine Dankadresse an den Herzog für sein Vorgehen in der schleswig-holsteinischen Sache.
-
13. Dezember 1863Der Herzog gestattet der Regierung des Herzogs Friedrich die Neubildung eines Theils der schleswig-holsteinschen Armee auf seinem Gebiete.
1864 (6)
-
11. März 1864Besuch des Herzogs am Hofe der Tuilerien im Interesse der schlesw.-holstein. Sache.
-
11. März 1864Besuch des Herzogs am Hofe der Tuilerien.
-
14. Juni 1864Der Landtag beschließt, die Berathung über alle Vorlagen der Regierung zu vertagen, bis die Regierung ihm das versprochene Preßgesetz vorlege.
-
17. Juni 1864Die Regierung legt dem Landtage nunmehr ein Preßgesetz vor.
-
1. Juli 1864Der Landtag wird von der Regierung verabschiedet, nachdem er den Preßgesetzentwurf durchberathen und amendirt hat.
-
25. August 1864Die Regierung läßt den Termin vorübergehen, ohne das vom Landtage beschlossene Preßgesetz zu publiciren.
1865 (6)
-
5. April 1865Der gemeinschaftliche Landtag lehnt die Erhöhung des Gehalts des Bundestagsgesandten mit 11 gegen 8 Stimmen ab.
-
10. Juni 1865Der vereinigte Landtag lehnt den Antrag der Regierung auf Gehaltserhöhung des Bundestagsgesandten abermals ab.
-
27. Juni 1865Der Sonderlandtag erklärt sich mit allen gegen 7 Stimmen für Einführung einer Synodal- und Presbyterialverfassung.
-
29. Juni 1865Der Landtag einigt sich mit der Regierung über das Preßgesetz, indem er im Wesentlichen nachgibt.
-
29. Juli 1865Der Landtag gibt der Regierung bezüglich des Preßgesetzes nach.
-
6. August 1865Feierliche Volljährigkeitserklärung des präsumtiven Thronfolgers, des Prinzen Alfred von England.
1866 (4)
-
15. Juni 1866Der Herzog und sein Hof gehen mit Rücksicht auf die bevorstehenden Ereignisse von Coburg nach Gotha.
-
17. Juni 1866Das coburgische Bataillon wird mit einem Sonderzug von Coburg nach Gotha gebracht.
-
30. November 1866Der Gesammtlandtag nimmt das ihm von der Regierung vorgelegte Reichswahlgesetz an, doch mit 13 gegen 7 Stimmen mit einem Zusatze bez. Diäten.
-
3. Dezember 1866Der Gesammtlandtag zieht die Diätenfrage für den norddeutschen Reichstag nochmals in Erwägung, entfernt den Zusatz wieder aus dem Reichswahlgesetz und vereinbart mit der Regierung, daß den Abgeordneten zum Reichstag Reisekosten und Diäten …
1867 (5)
-
9. Mai 1867Der gemeinschaftliche Landtag genehmigt einstimmig die Verfassung des norddeutschen Bundes.
-
Juni 1867Zwei Flugschriften: „Was soll aus dem Herzogthum Coburg werden? Ein Beitrag zur Beleuchtung kleinstaatlicher Verhältnisse“, und das Gegenstück dazu: „Was soll aus Gotha werden? Auch ein Beitrag zur Beleuchtung kleinstaatlicher Verhältnisse…
-
25. November 1867Eröffnung des gemeinsamen Landtags.
-
1. Dezember 1867Gemeinsamer Landtag: Die Gothaischen Mitglieder der Commission zeigen wenig Neigung zu der vorgeschlagenen Verschmelzung beider Herzogthümer und stellen endlich einen Auskunftsantrag, der auch die Eventualität einer Einverleibung in Preuße…
-
13. Dezember 1867Gemeinsamer Landtag: Die Regierung zieht das Unionsproject „für jetzt“ zurück, nachdem ein finanzielles Provisorium bez. der Tragung der gemeinsamen Lasten zur Bundeskasse zu Stande gekommen ist.
1868 (3)
-
8. Februar 1868Der gemeinsame Landtag lehnt den Antrag der Regierung auf vollständige Union beider Ländchen mit 11 gegen 9 Stimmen ab.
-
16. September 1868Eine kirchliche Versammlung für die sämmtlichen sachsen-ernestinischen Länder erklärt sich einstimmig für eine Presbyterial- und Synodalverfassung und für eine gemeinsame thüringische Kirche.
-
20. Dezember 1868Die Landtagswahlen in Gotha fallen neuerdings entschieden gegen die vom Herzog gewünschte Verschmelzung von Coburg und Gotha aus.
1869 (3)
-
29. Januar 1869Feier des 25jähr. Regierungsjubiläums des Herzogs.
-
5. Februar 1869Der gemeinsame Landtag lehnt die Union beider Herzogthümer mit 1 Stimme Mehrheit wiederum ab
-
Dezember 1869Frage einer kirchlichen Union beider Herzogthümer.
1872 (2)
1873 (3)
-
17. März 1873Gemeinsamer Landtag: Demselben wird der gemeinschaftliche Etat mit einem Decret mitgetheilt, das in Uebereinstimmung mit der vom Staatsminister v. Seebach gehaltenen Eröffnungsrede erklärt, daß die Regierung auf eine Initiative in der Unio…
-
2. bis 3. April 1873Gemeinschaftlicher Landtag: lehnt bezüglich des Etats die Begehren der Regierung im Sinne möglichster Union ab
-
12. Dezember 1873Landtag: bietet seine Hand wenigstens zu einigen Schritten im Sinne der von der Regierung beharrlich angestrebten Union der beiden Herzogthümer.
1874 (2)
-
21. Januar 1874Sonder-Landtag: genehmigt den Beschluß des gemeinschaftlichen Landtags, durch welchen die Justizverwaltung in den Kreis der mit Coburg gemeinsamen Angelegenheiten gezogen werden soll und beschließt mit Rücksicht auf das wüste Treiben der S…
-
1. Oktober 1874Die Regierung beschließt die Einberufung einer Vorsynode behufs Vorberathung einer neuen Kirchenverfassung. Die Landeskirche soll künftig ihre oberste Vertretung in einer Landessynode mit einem vom Ministerium getrennten Oberkirchenrathe f…
1889 (1)
1893 (2)
-
22. August 1893Herzog Ernst II. von Sachsen-Koburg-Gotha †.
-
28. August 1893Beisetzung Herzogs Ernst II. in Gegenwart des Kaisers, des Königs von Sachsen, des Herzogs Alfred von Koburg, des Erbprinzen Alfred, des Herzogs von Connaught, des Prinzen von Wales, des Großherzogs und des Prinzen Wilhelm von Baden zc.
1894 (2)
1899 (6)
-
6. Februar 1899Der Erbprinz von Sachsen-Koburg-Gotha in Meran, 24 Jahre alt, †.
-
10. April 1899Staatsminister v. Strenge verliest folgendes Schreiben des Herzogs v. Connaught über die Thronfolge
-
31. Mai 1899Debatte im Landtag über die Erbfolge.
-
9. Juni 1899Ministerielle Erklärung über die Thronfolge.
-
16. Juni 1899Im Landtag erklärt Staatsrat Schmidt über die Thronfolgefrage.
-
3. Juli 1899Der gemeinschaftliche Landtag genehmigt das Gesetz über die Thronfolge.
1900 (1)
-
31. Juli 1900Herzog Alfred von Koburg, fast 56 Jahre alt, †.
1901 (2)
1903 (2)
-
27. März 1903Der Landtag fordert die Regierung auf, einer weiteren Erhöhung der Reichsangaben entgegenzutreten, auf jede Ersparnis in den bisherigen Ausgaben Bedacht zu nehmen, endlich eine anderweitige Regelung der finanziellen Beziehungen des Reiches…
-
19. August 1903Abgeordnetentag des Verbandes deutscher evangelischer Pfarrer.
1904 (1)
1905 (1)
1909 (4)
-
25. Februar 1909Aenderung des Landtagswahlrechts.
-
15. Juli 1909Trauung des Infanten Alfons von Spanien mit der Prinzessin Beatrice von Koburg.
-
11. Oktober 1909Reichstagsersatzwahl in Koburg.
-
22. Oktober 1909Reichstagsstichwahl zwischen Quarc (nl.) und Zietzsch (Soz.).
1910 (1)
1911 (1)
-
23. Februar 1911Der Etat für 1911 und 1912.
1912 (2)
-
14. Februar 1912Das Staatsministerium erklärt sich für die Einführung des geheimen und direkten Wahlrechts unter gleichzeitiger zeitgemäßer Einteilung der Wahlkreise.
-
4. Juni 1912Bei den Wahlmännerwahlen gewinnen in Gotha die Konservativen ein, die Sozialdemokraten zwei Mandate von den Liberalen, während in Koburg die Fortschrittler ein Mandat gewinnen.
1913 (7)
-
11. Januar 1913Der Landtag wählt zum Präsidenten den Abg. Oberbürgermeister Liebetraut (Frs.), zum Vizepräsidenten den Abg. Geheimrat Dr. Dietzsch (Nl.).
-
19. Januar 1913Der gemeinschaftlichen Tagung der Landtage geht der Voranschlag über Einnahmen und Ausgaben für 1913 und 1914 zu.
-
23. Januar 1913Vertretung der thüringischen Staaten im Bundesrat.
-
28. Januar 1913Konflikt wegen der Schullasten.
-
21. Februar 1913Unfall des Herzogs beim Bobsleighfahren; er zog sich einen Einbruch des rechten Schienbeines zu.
-
20. März 1913Der Speziallandtag genehmigte den Staatsvertrag mit Preußen betreffend den Bahnbau von Weidhausen nach Neustadt im Herzogtum Koburg und bewilligte 750 000 Mark als Kostenbeitrag.
-
7. August 1913Einweihung des Flugstützpunktes in Koburg.
1914 (3)
-
21. April 1914Staatsminister Dr. v. Richter reicht wegen eines Konfliktes mit der Hofkammer sein Entlassungsgesuch ein.
-
5. Mai 1914Der Herzog genehmigt das Entlassungsgesuch des Staatsministers Dr. v. Richter und ernennt zu seinem Nachfolger den Wirklichen Geheimenrat H. B. v. Bassewitz
-
5. Oktober 1914Der Ausschuss des gemeinschaftlichen Landtags der Herzogtümer ersucht das Staatsministerium um Vorlage eines Gesetzes, das Angehörige auswärtiger Staaten von der Thronfolge in den Herzogtümern ausschließt.
1916 (5)
-
14. Februar 1916Dem gemeinschaftlichen Landtag gehen folgende Vorlagen der Staatsregierung zu
-
14. März 1916Da der gemeinsame Landtag der Herzogtümer der Erhebung von Zuschlägen zur Reichserbschaftssteuer grundsätzlich zugestimmt hat, sieht die Vorlage eine Erhöhung der Steuersätze um 25 v. Hundert vor.
-
8. April 1916Der Landtag wird nach Beendigung seiner Arbeiten auf unbestimmte Zeit vertagt.
-
27. April 1916Prinz Leopold von Sachsen-Koburg-Gotha, Wien, 37 J.
-
20. November 1916Der gemeinsame Landtag der Herzogtümer tritt in Gotha zusammen.
1917 (2)
-
5. Januar 1917Der Gemeinsame Landtag tritt zu einer kurzen Tagung zusammen.
-
10. März 1917Regelung der Thronfolge. Der gemeinschaftliche Landtag nimmt einen Gesetzentwurf an, wonach Mitglieder des Herzogl. Hauses, die einem außerdeutschen Staat angehören, das Recht der Regierungsnachfolge für sich und ihre Nachkommen verlieren,…
1918 (4)
-
31. Mai 1918Scheitern der Wahlreform.
-
23. September 1918Zusammentritt des gem. Landtags.
-
13. November 1918Herzog Karl Eduard entsagt dem Throne.
-
16. Dezember 1918Der A.= u. S.-Rat beschließt, unverzüglich die Wahlen zur gesetzgebenden Landesversammlung für Koburg auszuschreiben.