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Chronik Bund und Reich 1907
Alle Staaten der Chronik · Mehr über Bund und Reich
Januar
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Anfang Januar.Der Silvesterbrief des Reichskanzlers (1906 S. 232) findet mit seiner Parole gegen Sozialdemokratie und Zentrum bei den Mittelparteien Zustimmung, ein Teil der Konservativen findet die Angriffe auf das Zentrum bedenklich, die Freisinnigen …
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Anfang Januar.Unter Vorsitz von Professor Schmoller bildet sich ein Komitee, das unter Ausschluß der Parteipolitik die Nation über die Notwendigkeit der Kolonial- und Weltpolitik aufklären will.
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Januar 1907Der Sozialistenführer Singer prophezeit in der Londoner „Daily Mail“ über die Reichstagswahlen
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Januar 1907Über die französisch-spanische Expedition in Marokko wird bekannt gemacht: Der französische und der spanische Botschafter haben im Auswärtigen Amt eine gleichlautende Mitteilung übergeben, worin die baldige Zurückziehung der französischen …
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8. Januar 1907Eine große von Professor Schmoller berufene Versammlung, in der u. a. Kolonialdirektor Dernburg spricht, faßt folgende Resolution
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10. Januar 1907Eine Anzahl Katholiken veröffentlicht folgenden Wahlaufruf gegen das Zentrum
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11. Januar 1907Optantenvertrag.
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11. Januar 1907Abg. Frhr. v. Erffa (kons.) billigt die Aufwendung großer Mittel für die Eisenbahnen.
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11. Januar 1907Das Deutsche Reich und Dänemark schließen folgenden Vertrag über die Optanten
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12. Januar 1907Abg. Wiemer (fr. Vp.) fordert allgemeine Gehaltserhöhung mit Rücksicht auf die Fleischteuerung.
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12. Januar 1907Das englische Vollschiff „Pengvern“ geht mit 26 Mann vor der Elbmündung unter.
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Mitte Januar.In mehreren Zentrumswahlkreisen werden „nationale Katholiken“ als Kandidaten gegen das Zentrum aufgestellt.
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Mitte Januar.Mehrere aufständische Häuptlinge werden gefangen.
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19. Januar 1907Programmrede des Reichskanzlers für die Wahlen.
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19. Januar 1907Reichskanzler Fürst Bülow hält auf einem vom „Kolonialpolitischen Aktionskomitee“ veranstalteten Festmahl, an dem Vertreter der Wissenschaften und Künste teilnehmen, nach einer kurzen Ansprache Professor Schmollers folgende Rede über die W…
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21. Januar 1907Kolonialdirektor Dernburg hält in München vor etwa 5000 Personen einen Vortrag über die Bedeutung der Kolonien
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25. Januar 1907Reichstagswahlen.
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25. Januar 1907In Gegenwart des Kaisers wird das neue Gebäude der Akademie der Künste feierlich eingeweiht.
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25. Januar 1907Reichstagswahlen. — Statistik.
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26. Januar 1907Nach dem Bekanntwerden der sozialdemokratischen Wahlniederlage in der Nacht zum 26. bringen mehrere Tausend Personen dem Reichskanzler und dem Kaiser große Ovationen.
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27. Januar 1907Der Kaiser erläßt folgende Verordnung über Prozesse wegen Majestätsbeleidigung
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27. Januar 1907Der Kaiser genehmigt eine neue Kriegssanitätsordnung.
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27. Januar 1907Die 125 Kilometer lange Eisenbahnlinie Lome-Palime wird eröffnet.
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29. Januar 1907Reichskanzler Fürst Bülow empfängt den englischen Journalisten Stead, der für die Idee des Weltfriedens Propaganda macht, und sagt ihm wohlwollende aber vorsichtige Prüfung aller Vorschläge für die Haager Friedenskonferenz zu.
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Ende Januar.Stichwahlparolen. Sozialpolitik, Volksrechte.
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31. Januar 1907Der „Reichs-Anzeiger“ veröffentlicht folgenden Erlaß des Kaisers
Februar
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Februar 1907Stimmen zum Wahlausfall. Ovationen (vgl. S. 15).
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1. Februar bis 31. März 1907Bloßstellung des Abgeordneten Erzberger.
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4. Februar 1907Geh. Ober-Reg.Rat Dr. Bödiker †.
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5. Februar 1907Abschluß der Stichwahlen.
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6. Februar 1907Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung“ schreibt offiziös über den Ausfall der Wahlen und die Unterstützung der Sozialdemokratie durch das Zentrum
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7. Februar 1907Reichskanzler Fürst Bülow sagt in Beantwortung eines Glückwunsches des Zentralverbandes deutscher Industrieller über den Charakter des Wahlkampfes
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9. Februar 1907Angebliche Wahlagitation mit amtlichen Fonds.
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11. Februar 1907Die Generalversammlung des Bundes der Landwirte erwartet, daß 1. an der von den verbündeten Regierungen durch den Staatssekretär des Innern Grafen von Posadowsky-Wehner abgegebenen Erklärung rückhaltlos und unbedingt festgehalten wird, nac…
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12. Februar 1907Der Kaiser empfängt die Präsidenten und eine Abordnung hervorragender Mitglieder des schlesischen und des rheinländisch-westfälischen Vereins des souveränen Malteser-Ritterordens, um die Ernennungsbulle nebst den Insignien eines Großkreuze…
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14. Februar 1907Wirkl. Geh. Rat v. Rottenburg †.
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Mitte Februar.Das Abkommen mit den Bondelzwarts (1906 S. 425) wird veröffentlicht
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16. Februar 1907Etwa 400 Vertreter von Handelskammern, Städten, Schiffahrt, Industrie und Wissenschaft protestieren gegen die Einführung von Schiffahrtsabgaben.
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19. Februar 1907Eröffnung des Reichstags.
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19. Februar 1907Der Kaiser eröffnet den Reichstag mit folgender Thronrede: Geehrte Herren! Im Namen Meiner hohen Verbündeten heiße Ich den neugewählten Reichstag willkommen.
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20. Februar 1907Der Reichstag wählt folgendes Präsidium: Graf Stolberg-Wernigerode (kons.) mit 214 von 383 Stimmen, Dr. Paasche (nl.) mit 209 von 382 und Kämpf (fr. Vg.) mit 205 von 379 Stimmen.
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20. Februar 1907Über den Reichszuschuß zu den Invalidenrenten wird offiziös mitgeteilt
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22. Februar 1907Die drei linksliberalen Fraktionen fassen folgenden Beschluß über gemeinsames Vorgehen
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25. Februar bis 5. März 1907Allgemeine Etatsberatung.
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25. Februar bis 5. März 1907Erste Beratung des Etats.
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26. Februar 1907Früher sei es Bürgerlichen gestattet gewesen, Sozialdemokraten zu wählen; Fürst Bismarck habe z. B. Sabor einmal empfohlen.
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27. Februar 1907Der Linksliberalismus besitze volles Verständnis für die nationalen Aufgaben und werde getreu seiner bisherigen Haltung nach selbständiger Entscheidung bereit sein, positiv mitzuarbeiten an den Aufgaben des Reichstages.
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28. Februar 1907Abg. Schrader (fr. Vg.) findet das Eingreifen des Reichskanzlers in den Wahlkampf bedenklich und zweifelt an der Vortrefflichkeit des geltenden Zolltarifs, da er Verträge mit England und Amerika verhindere.
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28. Februar 1907Über die Braunschweiger Angelegenheit wird in einer Plenarsitzung des Bundesrats, in welcher der Reichskanzler den Vorsitz führt, auf Antrag des Referenten, des sächsischen Bundesratsbevollmächtigten Grafen Vitzthum v. Eckstadt, folgender …
März
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1. März 1907Abg. Fürst Hatzfeldt (R.P.) plädiert im Gegensatz zum Abg. Gamp für ein Zusammenhalten der Mehrheit gegenüber dem Zentrum, das immer oppositioneller werde.
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1. März 1907Bei der Nachwahl in Mühlhausen-Langensalza wird gewählt Arnstadt (kons.) mit 11909 Stimmen. Merten (fr. Vp.) erhält 5990, Grunwald (Soz.) 5610 Stimmen. In der Hauptwahl war Eickhoff (fr. Vg.) gewählt worden.
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Anfang März.Mitteilung über die Lösung des Vertrags mit der Firma Tippelskirch.
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März 1907Zentrumsblätter und einige Zeitungen der Mehrheit, wie der „Hamburger Korrespondent“, behaupten, daß freikonservative Politiker den Staatssekretär Graf Posadowsky zu stürzen suchten, weil ihnen sein sozialpolitischer Eifer zu weit gehe.
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März.In der sozialdemokratischen Presse finden heftige Kämpfe zwischen den beiden Flügeln statt.
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2. März 1907Abg. Schädler (Z.) polemisiert gegen amtliche Wahlbeeinflussungen und äußert Befürchtungen wegen Gefährdung des Wahlrechts.
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4. bis 5. März 1907Abg. Graf Mielzynski (Pole) greift die preußische Polenpolitik an, die die Reichsverfassung verletzte.
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4. März 1907Der Großherzog von Mecklenburg-Schwerin beruft die sechs Landräte nach Schwerin und hält folgende Ansprache an sie: Als ich im Jahre 1901 die Regierung meines Landes übernahm, hatte ich mir vorgenommen, in der Verfassungsfrage solange kein…
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6. März 1907Staatsminister a. D. v. Bötticher †.
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6. März 1907Zwei Etatnotgesetze für den Reichshaushalt und für die Schutzgebiete werden vorgelegt
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6. bis 12. März 1907Koloniale Nachtragsetats. Eisenbahnbauten und Unterstützung für Südwestafrika
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6. März 1907Eine kaiserliche Ordre verkündet die Aufhebung des Kriegszustandes für den 31. März.
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7. März 1907Der Reichstag verweist die Etatnotgesetze nach kurzer Debatte an die Budgetkommission.
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7. März 1907Mit Norwegen wird ein Zusatzvertrag zum Auslieferungsvertrag vom 19. Januar 1878 abgeschlossen.
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10. März 1907Reichstagsdebatte über Sozialpolitik.
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10. März 1907Debatte über die Sozialpolitik.
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11. März 1907Abg. Mugdan (fr. Vp.): Das Zentrum habe keinen Grund auf seine Sozialpolitik stolz zu sein, denn die letzten drei Jahre, in denen es eine ausschlaggebende Stellung gehabt habe, seien unfruchtbar gewesen.
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12. bis 13. März 1907Der Reichstag bespricht zwei Interpellationen des Zentrums und der Nationalliberalen über die Reform der Strafprozeßordnung. Staatssekretär Nieberding teilt mit, daß eine Reform in Vorbereitung ist.
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13. März 1907Der Deutsche Landwirtschaftsrat spricht sich für eine planmäßige Unterstützung der Ansiedlung in den Kolonien aus.
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14. März 1907Der Reichstag bespricht eine nationalliberale Interpellation über die Versicherung der Privatangestellten.
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14. März 1907Der Reichskanzler Fürst Bülow nimmt teil an dem Festmahl des Deutschen Landwirtschaftsrats und hält da folgende Rede
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15. März 1907Der Reichstag bespricht eine Interpellation der Sozialdemokraten über behördliche Wahlbeeinflussungen.
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16. März 1907Die „Kölnische Zeitung“ schreibt über den in England und Frankreich diskutierten Abrüstungsvorschlag
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18. März 1907Der Kaiser investiert den Prinzen Eitel Friedrich als Herrenmeister des Johanniterordens und hält dabei folgende Rede
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18. März 1907Der Reichstag genehmigt das Gesetz über die Vornahme einer Berufs- und Betriebszählung im Jahre 1907.
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18. März 1907Notetat für April und Mai 1907. Teuerungszulagen für Beamte. Erfolg des Blocks.
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19. März 1907Abg. v. Kardorff (freikons.) erklärt, daß seine ganze Fraktion die Fachaufsicht der Volksschulen wünsche.
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19. März 1907Die Beantwortung einer polnischen Interpellation über den polnischen Schulstreik lehnt der Reichskanzler ab.
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20. März 1907Der Reichstag genehmigt die Etatnotgesetze sowie die Vorlage wegen anderweiter Bemessung des Kontingentsfußes der landwirtschaftlichen Brennereien.
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25. März 1907Der Chirurg Professor Ernst v. Bergmann †.
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Ende März.Die Zentrumspresse greift den Reichskanzler andauernd scharf an.
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Ende März. April.Die Presse diskutiert die Möglichkeit einer Weltausstellung in Berlin im Jahre 1913.
April
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Anfang April.Der Reichskanzler erläßt mit Zustimmung des Bundesrats neue Bestimmungen über die Beförderung von Auswanderern.
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1. April 1907Die in Berlin erscheinende Wochenschrift „Nation“, herausgegeben von Theodor Barth, stellt ihr Erscheinen ein.
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April 1907Aus Anlaß der Mittelmeerreise König Eduards wird in der Presse das Bündnis zwischen Deutschland und Italien besprochen und sein Wert angezweifelt.
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April 1907In der Landschaft Ungoni und Mahenge bricht infolge des vorjährigen Aufstandes Hungersnot aus.
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3. bis 4. April 1907Hauptversammlung der freien kirchlich-sozialen Konferenz.
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6. bis 7. April 1907Delegiertentag des Wahlvereins der Liberalen. (Freisinnige Vereinigung.)
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10. April 1907Der Reichstag genehmigt die Gebührenordnung für den Kaiser Wilhelmkanal.
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12. April 1907Ein Ergänzungsetat fordert 7500000 Mark zur Entschädigung der südwestafrikanischen Ansiedler und 30000 Mark zu Beihilfen für Militärs und Beamte.
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Mitte April.Der sozialdemokratische Parteivorstand mahnt in einem Aufrufe, vom Maifeiertag abzusehen überall da, wo eine Aussperrung dadurch hervorgerufen werden könne.
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16. April 1907Der Reichskanzler legt eine Denkschrift vor, die die Ergebnisse der Untersuchung über die kolonialen Beschwerden enthält.
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10./19. April.Zweite Beratung des Etats des Reichsamts des Innern. Soziales Programm.
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20. April 1907Das Kolonialamt veröffentlicht eine Denkschrift über die Eisenbahnen Afrikas, die zu folgenden Ergebnissen kommt:
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20. bis 23. April 1907Zweite Beratung des Etats des Reichsjustizamts.
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23. bis 26. April 1907Reichstagsdebatten über den Patriotismus der Sozialdemokratie.
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23. bis 26. April 1907Zweite Beratung des Militär-etats. Patriotismus und Sozialdemokratie.
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27. April 1907Dem Reichstag geht folgender Entwurf zu über die Bestrafung der Majestätsbeleidigungen
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30. April 1907Reichstagsdebatte über auswärtige Politik.
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30. April 1907Beim Etat für den Reichskanzler führt Abg. v. Hertling (Z.) aus: Es sei wünschenswert, daß sich der Reichstag öfter mit der auswärtigen Politik beschäftigen müsse; deshalb habe das Zentrum eine Resolution eingebracht, der Reichskanzler mög…
Mai
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Anfang Mai.Der frühere Gouverneur von Togo, Horn, wird im Disziplinarverfahren zur Dienstentlassung verurteilt.
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1. Mai 1907Bei der Etatsberatung greift Abg. Götz v. Olenhusen (Welfe) den Reichskanzler wegen der braunschweigischen Frage scharf an. Fürst Bülow antwortet:
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Mai 1907In der sozialdemokratischen Presse finden Auseinandersetzungen über Patriotismus statt
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1. Mai bis 31. August 1907Streik im Baugewerbe.
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1. Mai bis 30. Juni 1907Enthüllungen über eine angebliche Kamarilla.
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2. Mai 1907Erweiterung des Kaiser-Wilhelm-Kanals.
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3. Mai 1907Annahme des Kolonialstaatssekretariats.
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3. Mai 1907Der Kolonialetat fordert einen besonderen Staatssekretär mit einem Gehalt von 44000 M. und gliedert die Geschäfte unter diesem obersten Chef in solche der Zivilverwaltung und solche der Militärverwaltung.
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4. bis 7. Mai 1907Krisis im Präsidium.
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6. Mai 1907Schluß der dritten Beratung des Kolonialetats. Es sind wesentlich Einzelheiten besprochen worden.
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7. Mai 1907Der Reichstag verweist das Handelsabkommen mit den Vereinigten Staaten an die Budgetkommission.
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7. Mai 1907Bei der Ersatzwahl in Schleiden-Montjoie erhalten Fervers (Z.) 10487, Graf Spee (Z.) 4449, Scheiblen (nl.) 544, Hoffrichter (Soz.) 99 Stimmen.
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10. Mai 1907Beratung der Entschädigung für die südwestafrikanischen Ansiedler.
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11. Mai 1907In der Hauptversammlung des deutschen Flottenvereins wird der bisherige Vorstand, der wegen seines Eingreifens in den Wahlkampf von mehreren Abteilungen scharf angegriffen war, wiedergewählt.
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11. Mai 1907Der Reichstag genehmigt den in Rom (vgl. 1906) beschlossenen Weltpostvertrag, die Übereinkunft zwischen Frankreich und Deutschland über den Schutz geistigen Eigentums und den Zusatzvertrag zum türkischen Handelsvertrag.
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11. bis 12. Mai 1907Der Reichstag bespricht anläßlich einer Interpellation wegen Grubenunglücks die Sicherheitseinrichtungen in den Bergwerken.
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13. Mai 1907Handelsabkommen mit den Vereinigten Staaten. Annahme.
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14. Mai 1907Der Reichstag schließt die Etatsberatung ab und vertagt sich bis zum 19. November.
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15. Mai 1907Eine deutsche Armee-, Marine- und Kolonialausstellung wird eröffnet.
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17. Mai 1907Der stellvertretende Direktor des Reichskolonialamts, Dernburg, wird zum Staatssekretär ernannt.
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21. bis 25. Mai 1907Delegiertenversammlung des Gesamtverbandes evangelischer Arbeitervereine.
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22. bis 24. Mai 1907Tagung des evangelisch-sozialen Kongresses unter Vorsitz von Professor A. Harnack.
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26. Mai 1907Beamte und Kaufleute im Kolonialdienst.
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27. Mai bis 7. Juni 1907Besuch englischer Journalisten.
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27. Mai bis 7. Juni 1907Besuch englischer Journalisten in Deutschland.
Juni
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1. Juni bis 31. Juli 1907Wissenschaftliche und kirchliche Differenzen unter den Katholiken.
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Juni 1907Reichsfinanzen und Anleihen.
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12. Juni 1907Es findet eine allgemeine Berufs- und Gewerbe-zählung im ganzen Reiche statt.
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18. Juni 1907Der Kaiser nimmt an der Regatta teil und erwidert auf die Ansprache des Hamburger Bürgermeisters Mönckeberg
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18. Juni 1907Der Lordmayor von London besucht Berlin und wird feierlich empfangen.
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22. bis 23. Juni 1907Die Delegiertenversammlung des neu begründeten Nationalvereins für das liberale Deutschland faßt folgende Resolution: Die Hauptversammlung des Nationalvereins für das liberale Deutschland ist überzeugt, daß die führende Mitwirkung bei der …
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24. Juni 1907Ministerwechsel im Reiche und in Preußen.
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24. Juni 1907Der Kaiser besucht einen japanischen Kreuzer und richtet folgende Ansprache an die Offiziere
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27. Juni 1907Der Bundesrat verfügt, daß die Eintalerstücke deutschen Gepräges vom 1. Oktober 1907 ab nicht mehr als gesetzliches Zahlungsmittel gelten.
Juli
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Anfang Juli.Verlängerung des Dreibundes.
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Juli 1907Gesamtverluste der Schutztruppe in Südwestafrika in den Kämpfen der Jahre 1903 bis 1907.
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Juli 1907In der Residentur Adamaua brechen Unruhen aus
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3. bis 6. Juli 1907Besuch des Kaiserpaares in Kopenhagen.
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3. bis 6. Juli 1907Besuch des Kaiserpaares in Kopenhagen.
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4. Juli 1907Aus der Geheimhaltung des ganzen Unternehmens kann irgend ein begründeter Vorwurf nicht hergeleitet werden
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5. Juli 1907Der Philosoph Wirkl. Geh. Rat Professor Kuno Fischer †.
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9. Juli 1907Der Staatssekretär des Kolonialamts beruft eine Kommission aus Gelehrten, Kolonialbeamten und Abgeordneten zum Studium und zur Kodifikation des Eingeborenenrechts.
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12. Juli 1907Der Staatssekretär des Kolonialamts Dernburg reist nach Ostafrika.
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12. Juli 1907Eine Verordnung des Kolonialamts bestimmt, daß in allen Fällen, in denen gegen einen Eingeborenen eine körperliche Züchtigung (Prügel- oder Rutenstrafe) als gerichtliche Strafe verhängt wird, über die Verhandlung, auf Grund deren die Straf…
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16. Juli 1907Wir erklären uns in allen unternommenen Schritten solidarisch und bemerken, daß nur diejenigen öffentlichen Erklärungen und Ausführungen von uns stammen, welche ausdrücklich als authentisch bezeichnet oder aber mit unserem vollen Namen ver…
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Ende Juli. Anfang August.Differenzen in der sozialdemokratischen Partei.
August
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August. September.Verhandlungen zwischen dem Reichskanzler und den Führern des Blocks
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Anfang August.Bergarbeiterausstand.
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August 1907Der Reichskanzler Fürst Bülow hat mehrere Besprechungen mit Führern der Blockparteien, wie Bassermann (nl.), Müller-Meiningen (fr. Vg.), v. Normann (kons.).
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3. bis 6. August 1907Zusammenkunft der beiden Kaiser in Swinemünde.
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3. bis 6. August 1907Zusammenkunft des Kaisers mit dem Zaren.
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6. August 1907Regelung des Konzessionswesens.
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9. August 1907Der Kaiser empfängt den König von Siam.
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11. August 1907Abg. Spahn (Z.) erklärt in einer Versammlung, Deutschland müsse für seine Marine jährlich 40 Millionen Mark mehr aufwenden.
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13. August 1907Der Hottentottenhäuptling Morenga bricht in Deutsch-Südwestafrika ein.
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14. August 1907Zusammenkunft der Monarchen in Wilhelmshöhe.
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14. August 1907Zusammenkunft des Kaisers mit dem König von England.
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15. August 1907Der Violinvirtuos Professor Joseph Joachim, 76 Jahre alt, †.
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17. bis 24. August 1907Internationaler Sozialistenkongreß.
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22. August 1907Die Kaiserin erleidet durch Ausgleiten eine Beinverletzung, die sie längere Zeit ans Zimmer fesselt.
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24. August 1907Zusammenkunft zwischen dem Fürsten Bülow und dem französischen Botschafter Cambon.
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27. August 1907 · Niederlande (Holland)Holland und Deutschland schließen einen Vertrag über die Unfallversicherung.
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25./29. August.Generalversammlung der Katholiken Deutschlands.
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29. August 1907Der Kaiser besucht Münster, wo in der Universität ein Festakt stattfindet.
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Ende August.Eine Gesandtschaft des Negus von Abessinien bereist Deutschland und wird vom Kaiser empfangen.
September
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Anfang September.Der Reichshaushaltsetat 1906 ergibt gegen den Voranschlag eine Mehreinnahme von 27229000 Mark, obwohl die Mehrzahl der neuen Steuern erheblich hinter dem Etatsansatz zurückgeblieben sind.
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Anfang September.Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung“ schreibt über die Vorgänge in Marokko
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7. September 1907Der Vertretertag der nationalliberalen Jugendvereine beschließt, die jungliberalen Vereine Bayerns und Badens, auch wenn sie eine Altersgrenze für ihre Mitglieder nicht festsetzen, in den Reichsverband aufzunehmen.
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7. bis 8. September 1907Der Alldeutsche Verbandstag tadelt die Politik der Schwäche gegen das Dänentum in Nordschleswig und fordert als einziges Mittel gegen die Polengefahr ein schleuniges Enteignungsgesetz.
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11. September 1907Erklärung über Entschädigung der Deutschen in Casablanca
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11. September 1907Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung“ schreibt über die Entschädigung der in Casablanca geschädigten Deutschen
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12. bis 14. September 1907Parteitag der freisinnigen Volkspartei
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16. bis 21. September 1907Sozialdemokratischer Parteitag. Patriotismus. Agitation.
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23. September 1907Der Kaiser nimmt teil an der Enthüllung des Nationaldenkmals zur Erinnerung an den Aufenthalt des preußischen Königspaares vor hundert Jahren.
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24. September 1907Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung“ schreibt über den Tod Morengas und die englische Unterstützung (vgl. Afrika)
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28. September 1907Der Parteitag der deutschen Volkspartei spricht sich für die Blockpolitik aus.
Oktober
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Anfang Oktober.Mehrere Versuche mit dem lenkbaren Luftschiff des Grafen Zeppelin glücken.
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Anfang Oktober.Von den deutschen Reformkatholiken wenden sich viele infolge des päpstlichen Vorgehens von den modernistischen Bestrebungen ab
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1. Oktober 1907Drei Verordnungen über Kontrolle und Pflichten der Eingeborenen treten in Kraft
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2. bis 3. Oktober 1907Tagung des Vereins für Sozialpolitik.
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5. bis 6. Oktober 1907Nationalliberaler Parteitag.
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12. Oktober 1907Der sozialdemokratische Rechtsanwalt Karl Liebknecht wird vom Reichsgericht wegen antimilitaristischen Schriften zu 1 1/2 Jahren Festung verurteilt.
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12. Oktober 1907Der sozialdemokratische Rechtsanwalt Karl Liebknecht wird vom Reichsgericht wegen antimilitaristischen Schriften zu 1½ Jahren Festung verurteilt.
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Mitte Oktober.Nach Zeitungsnachrichten beabsichtigt die Reichsregierung dem Reichstag ein Branntweinmonopol vorzuschlagen, wodurch 70 Millionen jährlich einkommen sollen.
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16. Oktober 1907Zwei Abgesandten des marokkanischen Prätendenten Muley Hafid wird im Auswärtigen Amt der Empfang verweigert.
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20. bis 23. Oktober 1907Kongreß christlich-nationaler Arbeiter
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20. Oktober 1907Zahlreiche Bergarbeiterversammlungen fordern Änderung des Knappschaftsstatuts und Verstärkung der Organisationen.
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20. bis 23. Oktober 1907Zweiter Kongreß christlich-nationaler Arbeiter (vgl. 1903 S. 159). Auf dem Kongreß, auf dem u. a. Staatssekretär des Innern v. Bethmann-Hollweg eine Ansprache hält, sind eine Million Arbeiter vertreten.
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21. Oktober 1907Die Zentralstelle für Volkswohlfahrt eröffnet ihre Sitzungen.
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24. Oktober 1907Der Reichskanzler empfängt eine Deputation des Arbeiterkongresses und versichert energische Fortführung der Sozialpolitik.
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28. Oktober 1907Der Staatssekretär des Innern v. Bethmann-Hollweg betont in einer Sitzung des Zentralverbandes deutscher Industrieller die Notwendigkeit einer entschlossenen Fortführung der Sozialpolitik.
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29. Oktober 1907Schriftsteller Maximilian Harden, den Generalleutnant Graf Kuno Moltke verklagt hatte, wird freigesprochen
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30. Oktober 1907Die Finanzminister der meisten Bundesstaaten beraten mit dem Reichskanzler über die Reichsfinanzen.
November
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November.Befinden des Kaisers.
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November.Die neuen Marineforderungen finden in der bürgerlichen Presse nirgends grundsätzlichen Widerspruch.
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6. November 1907Der Schriftsteller Adolf Brand, der dem Fürsten Bülow in einer Broschüre Vergehungen gegen § 175 der StrPO. vorgeworfen hatte, wird zu 1½ Jahren Gefängnis verurteilt.
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6. November 1907Auf dem Schulschiff „Blücher“ kommen durch eine Kesselexplosion acht Personen um.
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8. November 1907Infolge der Goldknappheit erhöht die Reichsbank den Diskont auf 7½ Prozent, den höchsten Satz seit ihrem Bestehen.
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9. November 1907Deutsches Reich. Reise des Kaiserpaares nach England.
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9. November 1907Das Kaiserpaar reist nach England.
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14. November 1907Deutsches Reich. Vorlegung einer Flottenvorlage.
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14. November 1907Der Bundesrat genehmigt folgende Flottenvorlage an den Reichstag
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15. November 1907Deutschland und Schweden schließen einen Vertrag über Herstellung einer Fahrverbindung zwischen Saßnitz und Trelleborg.
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17. November 1907Der Hauptausschuß für staatliche Pensionsversicherung der Privatangestellten stellt mit großer Mehrheit folgende Mindestforderungen auf
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19. November 1907Der Reichsetat wird veröffentlicht.
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22. November 1907Der Reichstag beginnt seine Sitzungen wieder und berät zuerst Petitionen.
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22. November 1907Der Professor des Zivilrechts, Mitglied des Herrenhauses, Geh. Justizrat Heinrich Dernburg †.
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23. November 1907Dem Reichstag geht ein Gesetzentwurf zur Börsenreform zu.
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23. November 1907Der Reichstag verweist den Gesetzentwurf über die Bestrafung der Majestätsbeleidigungen an eine Kommission.
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26. November 1907Ein Reichsvereinsgesetzentwurf wird veröffentlicht.
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26. November 190749 sozialdemokratische Versammlungen erklären die sozialdemokratische Partei für die einzige Partei, die „einen Zustand sozialer Gerechtigkeit herbeiführen will für alles, was Menschenantlitz trägt“, und fordern „für die nächsten Wahlen zu…
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28. November bis 5. Dezember 1907Allgemeine Etatsberatung; Blockkrisis.
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28. November 1907Bei der Ersatzwahl in Daun-Prüm-Bitburg erhält Erbprinz Löwenstein (Z.) 18345, Generalleutnant z. D. Berlage (nat. Kath.) 805 Stimmen.
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28. November bis 5. Dezember 1907Erste Beratung des Etats. Finanzlage. Auswärtige Lage. Hardenprozeß. Angriffe der Nationalliberalen auf die Regierung; Blockkrisis.
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30. November 1907Abg. Wiemer (fr. Vp.) sieht in der Finanzmisere eine Folge der Zentrumsherrschaft.
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30. November 1907Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung“ schreibt über die Polendebatte im österreichischen Abgeordnetenhause (siehe Österreich-Ungarn):
Dezember
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Dezember.Die Agitation des Flottenvereins unter Führung des Generals Keim gegen die Marinevorlage und seine Angriffe gegen Admiral v. Tirpitz findet besonders in Süddeutschland viele Gegner.
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3. bis 4. Dezember 1907Abg. Paasche (nl.) greift den Finanzminister v. Rheinbaben scharf an und fordert wieder Reichsvermögens- und Wehrsteuer.
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4. bis 5. Dezember 1907Stimmen über die Blockkrisis am 4./5. Dezember.
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5. Dezember 1907Am 5. Dezember werden folgende Erklärungen der Blockführer abgegeben.
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9. Dezember 1907Der Reichskanzler richtet folgenden Erlaß an die Bundesregierungen über die Anwendung des Zeugniszwanges
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9. bis 11. Dezember 1907Erste Beratung des Reichsvereinsgesetzes
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9. bis 12. Dezember 1907In der Budgetkommission erklärt sich die große Mehrheit für die Neuforderungen und tadelt die Agitation des Flottenvereins
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10. Dezember 1907Bei der Ersatzwahl in Krotoschin wird v. Trzcinski (Pole) gewählt.
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11. Dezember 1907Ein Delegiertentag der konservativen Partei behandelt vornehmlich Organisationsfragen.
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12. Dezember 1907Das mecklenburgische Staatsministerium macht bekannt, daß die Einberufung des außerordentlichen Landtages zwecks Beratung einer Verfassung für die beiden Mecklenburg erst Ende April oder Anfang Mai nach Schwerin stattfinden kann, weil der …
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13. Dezember 1907Der Reichstag verweist nach zweitägiger Debatte die Börsengesetznovelle an eine Kommission.
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18. bis 20. Dezember 1907Hottentottenbanden überfallen am 18., 19. und 20. deutsche Posten und Farmer; vier Farmer und drei Reiter fallen.
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23. Dezember 1907Gouverneur Horn von Kamerun wird unter Änderung des Urteils vom 4. Mai zur Strafversetzung und zu 300 Mark Geldstrafe verurteilt.
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28. Dezember 1907Wirklicher Geheimrat Dr. Hinzpeter, Erzieher des Kaisers, 81 Jahre alt, †.