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Chronik Bayern 1875
Alle Staaten der Chronik · Mehr über Bayern
Januar
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4. Januar 1875Erzbischof M. v. Deinlein von Bamberg †.
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20. Januar 1875Sämmtliche bayer. Bischöfe richten gegen die vor einiger Zeit zur Veröffentlichung gelangte Depesche Bismarck's betr. die nächste Papstwahl eine Adresse an den Papst
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31. Januar 1875Die bayer. Bischöfe richten an den König einen Protest gegen die Ausdehnung der Civilehe durch Reichsgesetz auch auf Bayern. Der König weist den Protest einfach an den Justizminister, der ihn ad acta legt.
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31. Januar 1875Die bayerischen Bischöfe richten an den König einen Protest gegen die Ausdehnung der Civilehe durch Reichsgesetz auch auf Bayern.
Februar
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4. Februar 1875Der Erzbischof von München erläßt einen Fastenhirtenbrief, der ziemlich deutlich gegen den König selbst gerichtet ist
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16. Februar 1875II. Kammer: Ein Theil der ultramontanen Partei ist bezüglich des von der Regierung dem Landtage vorgelegten Landtagswahlgesetzes zu einem Compromiß mit der Fortschrittspartei geneigt; die extrem-ultramontane Partei will jedoch von einem so…
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19. Februar 1875In München hält der neue Nuntius seinen hergebrachten öffentlichen Empfang.
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25. Februar 1875Der extrem-ultramontane Redakteur Sigl, vom Schwurgericht zu 10 Monaten Gefängniß verurtheilt, entzieht sich der Strafe, indem er in's Ausland entweicht.
März
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2. März 1875II. Kammer: Debatte über die Vorlage der Regierung betr. Regelung der Rechtsverhältnisse der bayerischen Militärbeamten nach der Reichsnorm.
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3. März 1875Der Abg. Sepp richtet an die Regierung eine Interpellation über den argen Mißbrauch, welchen die katholische Kirche mit den sog. gestifteten Messen treibt
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8. März 1875II. Kammer: Zweite Berathung des Militärbeamten-Gesetzes.
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9. März 1875Die Regierung verlangt von derselben einen außerordentlichen Militärcredit im Betrage von 3,827,000 fl.
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11. März 1875II. Kammer: bewilligt den Militär-etat für 1875 ohne Anstand, dagegen verweigert die (ultramontane) Mehrheit dem Kriegsminister die Fortdauer des s. Z. bewilligten Credites von 900,000 fl. für Ankauf von Pferden, obgleich der Credit damals…
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13. März 1875Abg.-Haus: Minister v. Lutz beantwortet die Interpellation Sepp vom 3. d. M., indem er die Thatsachen wesentlich nur bestätigen kann, doch sei es ihm nicht möglich, schon jetzt eine bestimmte Erklärung über die Schritte abzugeben, welche d…
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18. März 1875I. Kammer: bewilligt die von der II. Kammer abgelehnten 900,000 fl. für Ankauf von Pferden.
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19. März 1875Der um die Armee überaus verdiente Kriegsminister v. Pranckh, der in Folge der feindseligen Beschlüsse der II. Kammer in Militärfragen seine Demission gefordert hat, wird vom König entlassen und durch den nicht minder entschieden national …
April
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April 1875Die ultramontane Presse tritt bereits mit großem Eifer in die Agitation für die bevorstehenden Neuwahlen der II. Kammer ein.
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2. April 1875II. Kammer: Der Abg. Schleich interpellirt die Regierung bez. der beharrlichen, verfassungswidrigen Nichtbeachtung des kgl. Placet Seitens der Bischöfe
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5. April 1875Der Reichsrath v. Neuffer stellt einen Antrag im Sinne des Schutzzollsystems
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9. April 1875II. Kammer: Die Commission kann sich über das ihr von der Regierung neuerdings vorgelegte Landtagswahlgesetz nicht einigen und die Regierung zieht die Vorlage zurück.
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9. April 1875II. Kammer: Der Abg. Schleich stellt den Antrag, zu beschließen: „es sei der kgl. Staatsregierung der Wunsch auszusprechen, sie möge die Genehmigung zu mehr oder minder öffentlichen Sammlungen (Petterspfennig u. dgl.) in Zukunft nur dann e…
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10. April 1875II. Kammer: genehmigt den Ankauf der Ostbahnen für den Staat.
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10. April 1875II. Kammer: Antwort des Ministers v. Lutz auf die Interpellation Schleich vom 3. d. Mts. Derselbe spricht sich gegen ein Fallenlassen des Placets und der Art. 58 und 59 der zweiten Verfassungsbeilage aus: dieselben bildeten doch noch manch…
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14. April 1875Schluß der Landtagssession und der dreijährigen Legislaturperiode. Beginn der Agitation für die bevorstehende Neuwahl der II. Kammer.
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14. April 1875Schluß des Landtags. Mit demselben hat zugleich auch die laufende legislative Periode ihr Ende erreicht und müssen zunächst neue allgemeine Landtagswahlen stattfinden, bei denen die beiden großen Parteien der Liberalen und der Ultramontane…
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17. April 1875Die liberale Partei des Landtags erläßt mit dem Schlusse des Landtags und angesichts der bevorstehenden Neuwahlen einen warmen Aufruf an die Wähler
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30. April 1875Die Agitation der ultramontanen Partei für die bevorstehende Neuwahl der II. Kammer läßt die „bayerischen“ und „patriotischen“ Elemente mehr und mehr in Hintergrund treten gegenüber den „römisch-katholischen."
Mai
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11. Mai 1875Bischof Heinrich von Passau †.
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27. Mai 1875Die Regierung verbietet die Abhaltung von Jubiläums-Prozessionen, da die Bischöfe sich weigern, für dieselben das landesherrliche Placet nachzusuchen.
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27. Mai 1875Die Minister des Innern und des Cultus erlassen eine Verfügung, welche die von den Bischöfen bereits angeordneten Jubiläums-Processionen verbieten, so lange die Bischöfe für die päpstliche Jubiläumsverkündigung das landesherrliche Placet n…
Juni
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— Juni.Die allgemeine Agitation für die bevorstehenden Landtagswahlen ist bereits in vollem Fluß.
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3. Juni 1875Der König ernennt den, bis jetzt für gemäßigt und friedfertig geltenden Pfarrer von Engelbrechtsmünster, Fr. Schreiber, zum Erzbischof von Bamberg.
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11. Juni 1875Die Regierung trifft die ihr gesetzlich zustehende Eintheilung der Wahlkreise für die bevorstehende Wahl der neuen II. Kammer.
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11. Juni 1875Die Regierung erläßt eine Verordnung betr. die bevorstehenden Landtagswahlen und trifft nach der ihr gesetzlich zustehenden Befugniß eine theilweise veränderte Wahlkreiseintheilung.
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16. bis 18. Juni 1875Die in Erlangen versammelte bayerische Pastoral-Conferenz spricht sich in ihrer Mehrheit entschieden und unzweideutig für das Reich auch in dem ihm aufgenöthigten Kampfe mit Rom aus und für Hinnahme der daraus für die protestantische Kirch…
Juli
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Anf. JuliDie sämmtlichen Bischöfe erlassen zum Theil sehr heftige Wahlhirtenbriefe, um die ultramontane Partei in dem bevorstehenden Wahlkampfe zu unterstützen.
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Juli 1875Die katholischen Bischöfe erlassen überall Wahlhirtenbriefe bez. der bevorstehenden Landtagswahlen, um die Agitation der ultramontanen Partei auf diese Weise ihrerseits zu unterstützen.
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9. Juli 1875Der Cardinal Antonelli sendet an den Nuntius in München ein officielles Lobschreiben des Papstes für die Haltung der bayerischen Bischöfe bei den politischen Wahlen.
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15. Juli 1875Wahl der Wahlmänner für die Wahlen zum Landtag in ganz Bayern.
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17. Juli 1875Der Domcapitular Hohn in Würzburg wird wegen liberaler Stimmabgabe vom Bischof gemaßregelt.
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17. bis 22. Juli 1875Der Domcapitular Hohn in Würzburg, der am 15. d. M. bei den Wahlmännerwahlen für die Landtagswahlen den Muth gehabt hat, seiner politischen Ueberzeugung getreu, seine Stimme für die liberalen Wahlmänner abzugeben, wird dafür von dem Bischo…
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24. Juli 1875Die allgemeinen Landtagswahlen ergeben wirklich, wie vorausgesehen worden war, 79 Ultramontane gegen 77 Liberale.
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27. Juli 1875Allgemeine Wahlen zur II. Kammer.
August
September
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28. September 1875Eröffnung des Landtags ohne Thronrede des Königs.
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29. September 1875Die ultramontane Partei macht von ihrer Mehrheit von 2 Stimmen Gebrauch, um das Präsidium und das ganze Bureau ausschließlich ultramontan zu besetzen
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29. September 1875II. Kammer: Die ultramontane Partei macht von ihrer Zweistimmenmehrheit Gebrauch, um das Präsidium und das ganze Bureau ausschließlich ultramontan zu besetzen, und stellt bereits den Antrag auf Erlaß einer Adresse an den König, um darin de…
Oktober
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Oktober 1875Die Erzbischöfe und Bischöfe Bayerns richten eine neue Eingabe um Abhülfe ihrer Beschwerden, namentlich bezüglich der sog. Altkatholiken, des Schulwesens und des gefährdeten Bestandes der Orden und Congregationen an den König.
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2. Oktober 1875Der Bischof Haneberg von Speyer trotzt der Regierung offen gelegentlich einer Jubiläumsfeier einer Wallfahrtskirche in der Pfalz.
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2. Oktober 1875Anläßlich der 100jährigen Jubiläumsfeier der Wallfahrtskirche zu Oggersheim (Pfalz) verweigert die Regierung erst dem Domdekan Heinrich von Mainz und dann auch dem Bischof Ketteler von Mainz ausdrücklich die Erlaubniß zu Abhaltung der Fest…
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2. Oktober 1875II. Kammer: beschließt mit 79 (ultramontanen) gegen 77 (liberale) Stimmen, eine Adresse an den König zu erlassen, und bestellt den dafür bestimmten Ausschuß mit 8 Ultramontanen und 7 Liberalen.
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8. Oktober 1875II. Kammer: Der Adreß-Ausschuß genehmigt den von Jörg ihm vorgelegten Entwurf einer Adresse an den König mit allen 8 ultramontanen gegen alle 7 liberalen Stimmen.
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10. Oktober 1875Die beiden Bischöfe, Haneberg von Speyer und Ketteler von Mainz, suchen durch öffentliche Erklärungen ihr eigenmächtiges Verfahren in der Oggernheimer Angelegenheit zu rechtfertigen.
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13. Oktober 1875II. Kammer: Die Zweistimmen-Mehrheit der Ultramontanen beschließt die von Jörg eingebrachte Adresse an den König als Mißtrauensvotum gegen das Ministerium.
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13. Oktober 1875II. Kammer: Debatte über die von den Ultramontanen vorgeschlagene Adresse an den König, um dadurch ein Mißtrauensvotum gegen das bestehende Ministerium an den Tag zu legen.
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15. Oktober 1875Das Ministerium bietet in Folge der Annahme der Adresse durch die ultramontane Mehrheit der II. Kammer dem König seine Entlassung an.
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18. Oktober 1875Der König erläßt eine Verfügung für Einführung des Reichsgesetzes betr. die obligatorische Civilehe und bürgerliche Standesbuchführung auch in Bayern vom 1. Januar 1876 an.
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19. Oktober 1875Der König nimmt die Adresse der ultramontanen Mehrheit der II. Kammer nicht an und verweigert dem Ministerium die von demselben angebotene Entlassung.
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19. Oktober 1875Der König lehnt das Gesuch, ihm die ultramontane Adresse der II. Kammer überreichen zu dürfen, ab und beantwortet das Entlassungsgesuch des Ministeriums
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21. Oktober 1875Ein k. Dekret vertagt den Landtag wegen des bevorstehenden Zusammentritts des Reichstags bis auf Weiteres.
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30. Oktober 1875Die Bischöfe richten eine neue Eingabe an den König bez. ihrer Beschwerden betr. die Altholiken, das Schulwesen und die Klöster.
November
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4. November 1875Der Cultusminister beantwortet die Rechtfertigungsschrift des Bischofs Haneberg von Speyer bezüglich der Oggersheimer Affaire (3. Oktober) in ablehnendem Sinne.
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15. November 1875Der Bischof von Würzburg sieht sich gezwungen, den wegen seiner liberalen Stimmabgabe bei den Landtagswahlen von ihm gemaßregelten Domcapitular Hohn wieder in alle seine Rechte als Mitglied des Domcapitels einzusetzen, ohne daß der Gemaßre…
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17. November 1875Bischof Reißmann in Würzburg plötzlich †.
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24. November 1875Gemeindewahlen im ganzen Königreiche. In den Städten fallen dieselben fast durchweg liberal aus, namentlich auch, trotz der gewaltigsten Anstrengungen des katholischen Clerus und der ultramontanen Partei, in der Hauptstadt München, auf dem…
Dezember
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Anf. Dezember.Die Erzbischöfe und Bischöfe erlassen Hirtenbriefe bezüglich der mit dem 1. Januar 1876 bevorstehenden obligatorischen Einführung der Civilehe.
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11. Dezember 1875Die Regierung gestattet der Stadt Fürth nunmehr die Herstellung gemischter Volksschulen.
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12. Dezember 1875Ausgang des Streites zwischen dem Minister v. Lutz und dem Bischof Senestrey von Regensburg.
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25. Dezember 1875Das Cultusministerium weigert sich, die neue, mit dem Dogma der päpstlichen Unfehlbarkeit vermehrte Auflage des Stadelbaur'schen Religionshandbuches für Mittelschulen auf die Liste der erlaubten Lehrbücher zu setzen.
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31. Dezember 1875legt den vom Papst gegen die durch Reichsgesetz mit dem 1. Januar 1876 auch in Bayern in Kraft tretende Civilehe eingelegten Protest einfach ad acta.
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31. Dezember 1875Der Papst protestirt, gestützt auf das Concordat, gegen die obligatorische Civilehe, die mit dem 1. Januar 1876 auch in Bayern zur Einführung kommen wird.