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Chronik Preußen 1866
Alle Staaten der Chronik · Mehr über Preußen
Januar
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Januar 1866 · Schleswig-Holstein / LauenburgIm ganzen Lande wird eine Massenversammlung
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Januar 1866 · Schleswig-Holstein / LauenburgIm ganzen Lande wird eine Massenversammlung auf den 23. d. M. nach Altona vorbereitet, behufs einer Adresse an die Regierung, welche
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5. Januar 1866Preußen ladet die übrigen Zollvereinsregierungen ein, den am 31. Dez. v. J. mit Italien abgeschlossenen Handelsvertrag zu ratificiren.
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9. Januar 1866Der rheinische Civilsenat des Obertribunals entscheidet in der Stellvertretungsfrage, jedoch nur mit einer Stimme Mehrheit und in Abwesenheit eines Mitgliedes, zu Gunsten des Fiscus.
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10. Januar 1866Die offiz. Priv.-Corr. erklärt, daß das preußische Marine-Etablissement definitiv nach Kiel verlegt werde.
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11. Januar 1866 · Schleswig-Holstein / LauenburgEin Rescript des österr. Statthalters Gablenz an die Landesregierung eröffnet derselben, daß er Petitionen für Einberufung der Stände z. Z. anzunehmen nicht im Falle sei.
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11. Januar 1866 · Schleswig-Holstein / LauenburgEin Rescript des österr. Statthalters v. Gablenz an die Landesregierung eröffnet derselben,
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13. Januar 1866 · Schleswig-Holstein / LauenburgIn Kiel findet gelegentlich des Umschlags eine Versammlung der einflußreichsten Männer des Landes statt, um zu berathen, was bezüglich einer Einberufung der Ständeversammlung zu thun sei.
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13. Januar 1866 · Schleswig-Holstein / LauenburgIn einem Circular der Postdirection in Schleswig befindet sich zum ersten Mal der Ausdruck „allerhöchste Verordnung“; dieselbe ist unterzeichnet vom König und gegengezeichnet von Bismarck.
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15. Januar 1866Eröffnung des Landtags.
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15. Januar 1866Eröffnung des Landtags.
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15. Januar 1866Eröffnung des Landtags im weißen Saale des kgl. Schlosses.
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16. Januar 1866 · Hannover (Königreich)Der König von Hannover unterzeichnet widerstrebend den Handelsvertrag mit Italien und verpflichtet sich dadurch, das Königr. Italien anzuerkennen.
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16. Januar 1866 · Hannover (Königreich)Hannover unterzeichnet widerstrebend den Handelsvertrag mit Italien und verpflichtet sich damit zur Anerkennung des Königs von Italien.
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16. Januar 1866Abg.-Haus: Gemeinsame Vorberathung des linken Centrums und der Fortschrittspartei über die Frage der diesjährigen Behandlung des Budgets.
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17. Januar 1866Der neugewählte Präsident des Abg.-Hauses Grabow tritt seine Function mit einer schneidenden Rede über die Lage der öffentlichen Angelegenheiten seit dem Schluß des letzten Landtags an.
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17. Januar 1866Abg.-Haus.: Grabow wird mit 192 Stimmen (24 Stimmen der feudalen Fraction fallen auf v. d. Heydt) zum Präsidenten, v. Unruh und v. Bockum-Dolffs werden zu Vicepräsidenten gewählt.
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19. Januar 1866Abg.-Haus: Der Finanzminister bringt das Budget für 1866 ein.
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21. Januar 1866 · Schleswig-Holstein / LauenburgDie Landesregierung mahnt dringend von der auf den 23. d. M. beabsichtigten Massenversammlung für Einberufung der Stände ab.
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21. Januar 1866 · Schleswig-Holstein / LauenburgEin Erlaß der Landesregierung spricht, „indem er sich an den patriotischen Sinn der Bevölkerung wendet, die bestimmte Erwartung aus, daß die in der Presse, in Vereinen und Volksversammlungen auftretende Agitation für eine Maßregel (die Ein…
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21. Januar 1866Abg.-Haus: Der Vertreter der Regierung verweigert in der Budgetcommission jede weitere Erklärung über den im „Staatsanzeiger“ veröffentlichten „Nachweis über die Einnahmen und Ausgaben für das Jahr 1865“ (das von der Krone einseitig erlass…
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22. Januar 1866 · Schleswig-Holstein / LauenburgDie Polizei in Altona verbietet die auf den folgenden Tag angesagte Massenversammlung.
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22. Januar 1866 · Schleswig-Holstein / LauenburgDie Polizei von Altona verbietet die auf den folgenden Tag dahin angesagte Massenversammlung.
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23. Januar 1866 · Schleswig-Holstein / LauenburgXIX Mitglieder der Ritterschaft, an ihrer Spitze Hr. v. Scheel-Plessen, richten eine Adresse an den Grafen Bismarck für Personalunion der Herzogthümer mit Preußen und gegen die österr. Verwaltung Holsteins:
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23. Januar 1866 · Schleswig-Holstein / Lauenburgkunft unsers Vaterlands gefährden.
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23. Januar 1866 · Schleswig-Holstein / LauenburgDie Massenversammlung in Altona findet nun doch statt, nachdem die Polizei sie gestattet hat unter der Bedingung, daß keine förmlichen Resolutionen gefaßt werden sollten.
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23. Januar 1866 · Schleswig-Holstein / LauenburgDie Polizei von Altona nimmt gegen die Zusage, daß die Massenversammlung keine förmlichen Resolutionen fassen werde, ihr Verbot zurück.
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24. Januar 1866 · Schleswig-Holstein / LauenburgBürgerworthalter Firjahn von Schleswig lehnt den ihm vom König von Preußen ertheilten Orden ab.
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24. Januar 1866 · KurhessenDie Regierung hat der wieder zusammentretenden Ständeversammlung wieder keine Vorlage zu machen — vollständiger Stillstand des Staatslebens.
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24. Januar 1866Graf Bismarck spricht zum ersten Mal auf eine Bemerkung des franz. Gesandten, was er im Falle einer österr. Berufung der holsteinischen Stände thun würde, aus: „Ich würde ein deutsches Parlament berufen“.
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24. Januar 1866 · KurhessenWiederzusammentritt der Ständeversammlung.
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26. Januar 1866Graf Bismarck richtet eine Depesche an Oesterreich, in der er die Politik des österr. Cabinets in Holstein einer schneidenden Kritik unterwirft und einen Bruch der bisherigen Allianz in Aussicht stellt.
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26. Januar 1866Graf Bismarck richtet eine Depesche an das österr. Cabinet, in der er das ganze politische Regierungssystem Oesterreichs in Holstein einer einschneidenden Kritik von seinem Standpunkte unterzieht, dasselbe für eine Schädigung der „conserva…
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26. Januar 1866Dep. Bismarcks an den Gesandten in Wien bez. der schleswig-holsteinischen Frage (s. Deutschland).
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27. Januar 1866 · Schleswig-Holstein / LauenburgEine Anzahl Ständemitglieder regen beim preuß. Gouverneur Manteuffel die Einberufung der Stände an, werden aber von diesem entschieden ablehnend beschieden.
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27. Januar 1866 · Schleswig-Holstein / LauenburgDie Herren Römer, Hancken Elzen, Thomsen und Graf Roderich Baudissin (Mitglieder der früheren schleswig'schen Ständeversammlung) richten an den Gouverneur Gen. Manteuffel eine gleichlautende Petition um Einberufung der schleswig'schen Stän…
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29. Januar 1866Ein Beschluß des Obertribunals sucht den Art. 84 der Verfassung bez. Redefreiheit der Abgeordneten in Frage zu stellen.
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29. Januar 1866Das Berliner Kammergericht beschließt in dem Staatsprocesse gegen den schleswig-holsteinischen Redacteur May denselben für einen weiter anzusetzenden Termin verhaften und nach Berlin transportiren zu lassen.
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29. Januar 1866Der preuß. Gesandte in Florenz überreicht dem Könige Victor Emanuel den schwarzen Adlerorden.
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29. Januar 1866Die erste Abtheilung des Criminalsenates des Berliner Kammergerichts beschließt, den auf diesen Tag angesetzten Termin in dem Staatsprocesse gegen den Redacteur May in Altona aufzuheben und den Angeklagten zu dem neu anzuberaumenden Termin…
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29. Januar 1866Ein Beschluß des Obertribunals stellt den Art. 84 der Verfassung bez. Redefreiheit der Abgeordneten in Frage.
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30. Januar 1866 · Schleswig-Holstein / LauenburgXIX Mitglieder der Ritterschaft, an ihrer Spitze Hr. v. Scheel-Plessen, richten eine Adresse an den Grafen Bismarck für Personalunion der Herzogthümer mit Preußen und gegen die österr. Verwaltung Holsteins.
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31. Januar 1866 · Schleswig-Holstein / LauenburgEine Eingabe von 31 Ständemitgliedern an die Landesregierung um Einberufung der Stände wird von dieser gar nicht angenommen.
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31. Januar 1866 · Schleswig-Holstein / Lauenburg31 Mitglieder der holstein'schen Ständeversammlung richten eine Petition um Einberufung der Stände an den österr. Statthalter v. Gablenz.
Februar
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Februar 1866 · Schleswig-Holstein / LauenburgDer österr. Statthalter v. Gablenz lehnt das Begehren des Berliner Kammergerichts um Auslieferung des Redacteurs May ab und weist dasselbe an das Altonaer Magistratsgericht.
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Februar 1866Eine kgl. Cabinetsordre beruft 40,000 Landwehrmänner auf den 15. Mai, früher als gewöhnlich, zu den Uebungen unter die Waffen.
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Februar 1866 · Schleswig-Holstein / LauenburgXXI Mitglieder der schleswig'schen Ständeversammlung treten den Eingaben von 49 Abgeordneten und Stellvertretern des Herzogthums Holsteins vom 29. Dec. 1863 und 31 holst. Landesvertretern vom 16. September 1865 an den deutschen Bund durch …
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Februar 1866Volksversammlungen in Königsberg, Magdeburg, Breslau, Köln, Berlin u. s. w. gegen den Obertribunalsbeschluß v. 29. Jan.
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2. Februar 1866 · Schleswig-Holstein / LauenburgDer österr. Statthalter Gablenz lehnt die Auslieferung des Redacteurs May an Preußen seinerseits ab und weist Preußen an die zuständigen Gerichte.
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3. Februar 1866Das Abg.-Haus erklärt die Vereinigung Lauenburgs mit der Krone Preußen ohne Zustimmung des Landtags für rechtsungültig.
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3. Februar 1866Abg.-Haus: v. Hoverbeck und 162 Genossen bringen einen Antrag gegen den Beschluß des Obertribunals vom 29. v. M. ein und verlangen sofortige Schlußberathung über ihren Antrag.
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5. Februar 1866 · KurhessenDie Ständeversammlung muß wegen Mangel an Vorlagen Seitens der Regierung wieder vertagt werden.
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5. Februar 1866 · KurhessenDie Ständeversammlung wird bis zum 1. März vertagt.
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6. Februar 1866Die gesammte Regierungspresse spricht sich aufs heftigste gegen die österreichische Politik in Holstein aus.
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6. Februar 1866Der rheinische Civilsenat des Obertribunals entscheidet nochmals und zwar wiederum mit der Mehrheit von nur einer Stimme, aber dießmal unter Mitwirkung eines Hülfsrichters in der Stellvertretungsfrage zu Gunsten des Fiscus.
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8. Februar 1866Herrenhaus: die Regierung legt dem Hause einen Gesetzesentwurf bez. Erwerbs- und Wirthschaftsgenossenschaften vor, der diese Genossenschaften von ihrer Erlaubniß abhängig machen will.
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9. bis 10. Februar 1866Abg.-Haus: Debatte über den Antrag Hoverbeck u. Gen. gegen den Beschluß des Obertribunals vom 29. Jan.
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10. Februar 1866Das Abg.-Haus erklärt nach zweitägiger Debatte den Beschluß des Obertribunals vom 29. Jan. für ein Attentat gegen die Verfassung und erhebt dagegen feierlichen Protest.
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12. Februar 1866Versammlung des Nord-Ostsee-Canalcomité’s unter dem Vorsitze des gew. Ministers v. d. Heydt.
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13. Februar 1866Abg.-Haus: Die Regierung bringt eine Vorlage ein behufs Aufhebung des Arbeitercoalitionsverbots und der Einzugsgelder.
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14. Februar 1866 · Schleswig-Holstein / LauenburgDas Altonaer Magistratsgericht lehnt die Auslieferung des Redacteurs May an Preußen ab.
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14. Februar 1866 · Schleswig-Holstein / LauenburgDas Altonaer Magistratsgericht lehnt das Begehren des Berliner Kammergerichts um Auslieferung des Redacteurs May ab.
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14. Februar 1866Das Kriegsministerium ordnet in weiterer Ausführung der Armeeorganisation die Errichtung von zwei neuen Cavallerieregimentern an.
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15. Februar 1866Mehrere Zeitungen in Königsberg werden wegen eines bloßen Telegramms, das sie s. Z. über die Depesche Russels bez. des Gasteiner Vertrags gebracht hatten, „wegen Verletzung der Ehrfurcht gegen den König“ gerichtlich verurtheilt.
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16. Februar 1866Das Abg.-Haus erklärt die Maßregeln der Regierung gegen das vorjährige Kölner Abgeordnetenfest für verfassungswidrig.
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16. Februar 1866Abg.-Haus: Debatte über das von der Regierung verhinderte Kölner Abgeordnetenfest.
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17. Februar 1866Abg.-Haus: Die Budgetcommission lehnt den Antrag Twestens auf einfache Ablehnung des Budgets mit 19 gegen 16 Stimmen ab.
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18. Februar 1866Die Regierung erklärt die Beschlüsse des Abg.-Hauses v. 3., 10. und 16. Febr. für Ueberschreitungen seiner Competenz und weigert sich, dieselben anzunehmen.
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18. Februar 1866Der preuß. Gesandte in Paris wird nach Berlin berufen.
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18. Februar 1866Der preußische Botschafter in Paris, Graf v. der Goltz, der seiner Zeit unmittelbar vor dem Abschlusse der Gasteiner Convention auch zu dem Ministerconseil in Regensburg berufen worden war, trifft aus Paris in Berlin ein.
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18. Februar 1866Die Staatsregierung lehnt die Annahme von drei Beschlüssen des Abg.-Hauses ab und schickt dieselbe einfach dem Präsidenten des Abg.-Hauses zurück.
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20. Februar 1866 · Schleswig-Holstein / LauenburgDie Landesregierung schlägt dem österr. Statthalter vor, das von ihr entworfene Budget für den Zeitraum vom 1. April 1866 bis dahin 1867 in Ermangelung einer Landesvertretung einer Commission von 15 Notabeln zur Begutachtung vorzulegen, in…
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20. Februar 1866Abg.-Haus: Die Marinecommission beschließt, die Vorlage der Regierung neuerdings abzulehnen.
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21. Februar 1866Abg.-Haus: Die Budgetcommission genehmigt den an das Haus zu erstattenden Vorbericht Virchow’s über das Budget für 1866 und mit allen gegen 4 Stimmen eine Reihe daran geknüpfter Resolutionen.
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22. Februar 1866Das Abg.-Haus geht über das Schreiben der Regierung vom 18. Febr. zur einfachen Tagesordnung über, lehnt den Antrag auf den Erlaß einer Adresse an die Krone ab und ist nach dem Ergebniß der Ausschußberathungen augenscheinlich entschlossen,…
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22. Februar 1866Abg.-Haus: Debatte über das Ministerialschreiben v. 18. d. M.
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23. Februar 1866Schluß der Session des Landtags.
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23. Februar 1866Der preuß. Landtag wird von der Regierung plötzlich geschlossen, die dadurch freiere Hand gegenüber Oesterreich erhält.
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23. Februar 1866 · Schleswig-Holstein / LauenburgDie holst. Landesregierung remonstrirt in einer Zuschrift an den österr. Statthalter gegen die Petition der XIX Feudalen vom 30. v. Mts. und ihren Inhalt, indem sie sich vorbehält, gegen die Unterzeichner der Adresse wegen öffentlich zu ah…
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23. Februar 1866Schluß der Session des Landtags im weißen Saale des kgl. Schlosses.
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24. Februar 186652 Mitglieder des Herrenhauses (32 Vertreter des sog. alten gefestigten Grundbesitzes, 12 lebenslängliche und nur 8 erbliche Mitglieder) richten an den König durch Vermittlung des Vicepräsidenten des Hauses eine Dankadresse:
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26. Februar 1866 · Schleswig-Holstein / LauenburgDer österr. Statthalter Gablenz beruft behufs Feststellung des Budgets in Ermangelung der Ständeversammlung wenigstens eine Notabelnversammlung dazu ein.
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26. Februar 1866 · Schleswig-Holstein / LauenburgDer österr. Statthalter genehmigt die Einberufung einer außerordentlichen Budgetcommission von Notabeln und anerkennt zugleich die holst. Verfassung von 1854 als zu Recht bestehend.
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27. Februar 1866Die „Rheinische Ztg.“ wird confiscirt, weil sie den fertigen aber noch nicht ausgegebenen Vorbericht der Budgetcommission veröffentlicht hat.
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28. Februar 1866Ministerconseil unter dem Vorsitz des Königs und unter Beiziehung des Gesandten in Paris und mehrerer Generale: Erwägung der Kriegsfrage.
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28. Februar 1866Abhaltung eines Ministerconseils unter dem Vorsitze des Königs, zu dem auch der preuß. Botschafter in Paris, Graf v. d. Goltz, der Gouverneur von Schleswig, Gen. v. Manteuffel, der Chef des Generalstabs, v. Moltke, der Chef des Militärcabi…
März
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März 1866In Berlin werden die sämmtlichen nicht bestätigten Stadträthe von der Stadtverordnetenversammlung wieder gewählt, von der Regierung jedoch abermals nicht bestätigt.
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März 1866Angebliche Unterhandlungen der Regierung wegen Verkauf der Saarbrücker Kohlenbergwerke.
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2. März 1866Antwort Bismarcks auf die Annexionsadresse der XIX holsteinischen Feudalen v. 30. Januar.
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2. März 1866Das Obertribunal stellt in einem Urtheil bez. die Disciplinarstrafbarkeit der Beamteten den Satz auf: „Ein Beamteter verstößt gegen die Disciplin, wenn er bei der öffentlichen Kundgebung seiner politischen Ansichten Maßregeln der Staatsreg…
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6. März 1866 · KurhessenWiederzusammentritt der Stände; wieder keine Vorlagen der Regierung.
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6. März 1866Eine angebliche Depesche Preußens verlangt von Oesterreich die Auslieferung des holsteinischen Redacteurs May in Altona.
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6. bis 26. März 1866 · Schleswig-Holstein / LauenburgBerathung des Budgets für 1866/67 durch die Commission von Notabeln.
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6. bis 26. März 1866 · KurhessenWiederzusammentritt der Ständeversammlung.
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8. März 1866Die Berliner Blätter melden von einer neuen Conferenz des Königs mit Bismarck, Roon, dem Generalstabschef Moltke, dem Generaladjutanten Alvensleben und dem Chef des Militärcabinets Treskow.
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8. März 1866 · Schleswig-Holstein / LauenburgDas österr. Cabinet anerkennt in Antwort auf die Mittheilung der Adresse der XIX Feudalen an Bismarck und der hierauf bezüglichen Eingaben des Statthalters und der Landesregierung, das pflichtmäßige, nur der Aufrechthaltung des Gesetzes un…
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10. März 1866Gen. Govone trifft in geheimer Mission der ital. Regierung in Berlin ein.
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10. März 1866Ankunft des italienischen Generals Govone in Berlin: Unterhandlungen über eine Allianz zwischen Preußen und Italien gegen Oesterreich.
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10. März 1866Der in erster Instanz vom Kreisgericht Perleberg freigesprochene holst. Redacteur May in Altona wird vom Berliner Kammergericht zu einjährigem Gefängniß in contumaciam verurtheilt.
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11. März 1866Der König von Preußen erläßt ohne vorherige Verständigung mit Oesterreich eine Verordnung für Schleswig-Holstein, durch welche die Anerkennung einer andern landesherrlichen Gewalt in den Herzogthümern als der des Königs von Preußen und des…
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11. März 1866 · Schleswig-Holstein / LauenburgDer König von Preußen erläßt ohne vorhergegangene Verständigung mit Oesterreich eine, von keinem Minister gegengezeichnete „provisorische Verordnung betreffend die Bestrafung feindlicher Handlungen gegen die souveräne Gewalt in Schleswig-H…
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13. März 1866 · Schleswig-Holstein / LauenburgBeisetzung der Leiche des Prinzen von Noer in Krusendorf.
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14. März 1866Die offiz. Presse beginnt die Frage einer Bundesreform behufs endlicher Lösung der schleswig-holsteinischen Frage anzuregen.
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14. März 1866 · KurhessenDie Ständeversammlung muß wegen Mangel an Vorlagen Seitens der Regierung wieder vertagt werden; dieselbe verwahrt sich gegen die „unausbleiblichen Folgen einer solchen Mißregierung“.
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14. März 1866Die officiöse Presse beginnt von einer Anregung der Bundesreform zu sprechen, indem „die Verhältnisse des deutschen Bundes und deren nothwendige Entwickelung voraussichtlich von neuem in Frage kommen müßten, …
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14. März 1866 · KurhessenDie Ständeversammlung wird, da die Regierung derselben keine Vorlagen machen kann, vertagt und die Vertagung durch angebliche Krankheit des Kurfürsten motivirt.
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16. März 1866trifft Vorbereitungen behufs kriegsmäßiger Armirung der schlesischen Festungen.
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16. März 1866Wie der österr. Botschafter am 31. Dec. v. J. die Insignien des Ordens vom h. Stephan, so überreicht nunmehr der preuß. Botschafter die Insignien des schwarzen Adlerordens in feierlicher Auffahrt dem Kaiser Napoleon für den kaiserl. Prinze…
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16. März 1866Im Kriegsministerium werden Vorbereitungen zu kriegsmäßiger Armirung der schlesischen Festungen getroffen.
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16. März 1866Eine Schrift des Prof. Zachariä in Göttingen gegen das Urtheil des Obertribunals vom 29. Januar wird in Berlin mit Beschlag belegt.
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19. März 1866Die „Kreuzztg.“ denunzirt die Rüstungen nicht bloß Oesterreichs, sondern auch Sachsens.
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19. März 1866Ein Artikel der Kreuzztg. denunzirt die Rüstungen Oesterreichs und Sachsens.
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20. März 1866 · Schleswig-Holstein / LauenburgDie bisher noch allein in Kiel zurückgebliebene österr. Schraubencorvette Erzherzog Friedrich segelt ab, um nach Oesterreich zurückzukehren.
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20. März 1866Gegen 100 gezogene Geschütze gehen vom Rhein in die schlesischen und sächsischen Festungen ab.
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21. März 1866Artikel der officiellen Prov.-Correspondenz:
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21. März 1866Ein Artikel der offiz. Prov.-Corr. stellt gegenüber den Maßnahmen Oesterreichs und Sachsens auch preußische Rüstungen und Allianzen nach anderer Seite in Aussicht.
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22. März 1866Der preußische Generalconsul Schramm wohnt in Mailand officiell dem Trauergottesdienst für die Gefallenen der 5 Tage bei.
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22. März 1866Geburtstag des Königs.
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23. März 1866Die Stadtverordneten von St. Johann und von Saarbrücken beschließen einstimmig, eine Deputation nach Berlin zu schicken, um gegen den angeblichen Verkauf der Kohlendistricte an eine franz. Gesellschaft oder an die französische Regierung se…
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24. März 1866verzichtet in einer Circulardep. an die deutschen Regierungen auf die Hülfe des Bundes als solchen, verlangt aber zu wissen, ob es für den Fall eines Angriffs von Seite Oesterreichs auf sie als einzelne zählen dürfe.
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24. März 1866richtet eine Circulardepesche an die deutschen Regierungen, in welcher es, unter Darlegung der Sachlage und Verzicht auf eine Hülfe des Bundes als solchen, die Frage an sie stellt, ob und in welchem Maaße es auf ihren guten Willen als Einz…
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24. März 1866Depesche Bismarcks an die deutschen Mittelstaaten. (s. Deutschland.)
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25. März 1866Zahlreiche Versammlungen von Wahlmännern und Urwählern beginnen zuerst am Rheine, dann auch in andern Provinzen sich gegen einen Krieg mit Oesterreich behufs einer gewaltsamen Annexion Schleswig-Holsteins auszusprechen.
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25. März 1866Eine Versammlung von Wahlmännern und Urwählern in Solingen protestirt gegen den Krieg mit Oesterreich um der gewaltsamen Annexion Schleswig-Holsteins willen.
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25. März 1866Beginn der Friedenspetitionen, Friedensadressen und Resolutionen gegen einen Krieg mit Oesterreichs um einer gewaltsamen Annexion Schleswig-Holsteins willen. (s. Deutschland.)
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27. März 1866In Wien will man wissen, daß an diesem Tage das Bündniß zwischen Preußen und Italien zu Berlin paraphirt worden sei.
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27. März 1866In Wien glaubt man (irrthümlich), daß an diesem Tage die Allianz mit Italien in Berlin abgeschlossen worden sei.
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28. März 1866Eine kgl. Ordre verfügt, die Armee in Kriegsbereitschaft zu setzen.
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28. März 1866Die Köln. Zeitung spricht sich nunmehr entschieden gegen den Krieg aus, fordert den wohlhabenden Bürgerstand, im Gegensatz gegen die Kreuzztg., die alle Friedensdemonstrationen für Landesverrath erklärt, eifrig zu Petitionen gegen den Krie…
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28. März 1866Eine kgl. Ordre befiehlt, die Armee in Kriegsbereitschaft zu setzen.
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29. März 1866Justizrath Wagener, der Führer der feudalen Fraction des Abg.-Hauses, wird zum geheimen Regierungsrathe und vortragenden Rathe im Staatsministerium ernannt.
April
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4. April 1866 · Hannover (Königreich)Eine zahlreiche Volksversammlung in Hannover beschließt eine Reihe von Resolutionen, dahin gehend:
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6. April 1866erklärt in Antwort auf die österr. Dep. v. 31. März auch seinerseits, daß den Absichten Sr. Maj. nichts ferner liege, als ein Angriffskrieg gegen Oesterreich.
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6. April 1866Antwort auf die österr. Depesche v. 31. März.
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6. April 1866Dep. an Oesterreich. (s. Deutschland.)
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8. April 1866Abschluß einer eventuellen Allianz zwischen Preußen und Italien zu Berlin.
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9. April 1866trägt am Bunde auf Einberufung eines Parlaments aus directen Wahlen und allg. Stimmrecht behufs Revision der Bundesverfassung an und zwar auf einen festen Termin, bis zu welchem die Regierungen behufs ihrer Vorlagen sich zu verständigen hä…
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9. April 1866Preußen trägt in Frankfurt auf Reform der Bundesverfassung an und auf Einberufung eines Parlaments aus direkten Wahlen und allgemeinem Stimmrecht. (s. Deutschland.)
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10. April 1866Das Aeltesten-Colleg der Kaufmannschaft von Berlin richtet eine sehr dringende Adresse für Bewahrung des Friedens an den König.
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11. April 1866 · Schleswig-Holstein / LauenburgDie Delegirten-Versammlung der schleswig-holsteinischen Vereine beschließt in Neumünster — die Verhandlungen finden unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt — folgende Resolutionen:
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12. April 1866 · NassauDie II. Kammer beschließt mit allen gegen 3 Stimmen die Inbetrachtnahme des Antrags auf Wiederherstellung der Verfassung von 1849 und des Wahlgesetzes von 1848.
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13. April 1866Die gesammte preuß. Flotte ist in Kiel vereinigt.
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13. April 1866So ziemlich die ganze preußische Flotte ist nunmehr in Kiel vereinigt.
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15. April 1866verlangt, daß Oesterreich, das zuerst gerüstet habe, auch zuerst abrüste.
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15. April 1866Depesche an Oesterreich in Antwort auf die österr. Depesche vom 7. d. Mts.: Preußen verlangt, daß Oesterreich, welches zuerst gerüstet, auch zuerst abrüste.
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15. April 1866Dep. an Oesterreich. (s. Deutschland.)
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18. April 1866Die officielle Prov.-Corr. erklärt, daß die Absicht Preußens bei der von ihm vorgeschlagenen Bundesreform dahin gehe, „die militärischen Kräfte Norddeutschlands und Mitteldeutschlands zu wirksamer That um sich vereinigen zu können“, …
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18. April 1866 · Hannover (Königreich)Eröffnung des Landtags. Vorlagen der Regierung.
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21. April 1866geht auf den Vorschlag Oesterreichs v. 18. d. M. nicht unbedingt ein.
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21. April 1866Antwort Preußens auf das Anerbieten Oesterreichs v. 18. d. M.: Preußen geht auf dasselbe nicht unbedingt, sondern nur unter Vorbehalten möglichst freier Hand ein.
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21. bis 22. April 1866 · Hannover (Königreich)Die II. Kammer beschließt auf den Antrag Bennigsens mit allen gegen 5 oder 6 Stimmen, bezüglich der nunmehrigen Ablehnung des vereinbarten Wahlgesetzes von Seite des Königs einen Verfassungsausschuß von je 5 Mitgliedern jeder Kammer nieder…
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21. April 1866Dep. an Oesterreich. (s. Deutschland.)
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26. April 1866erklärt, daß es nur abrüsten könne, wenn Oesterreich in Böhmen und Venetien abrüste.
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26. April 1866Die altliberale Partei tritt auf Seite der Regierung gegen Oesterreich.
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26. April 1866Die officiöse Nord. Allg. Ztg. erklärt, daß kein Symptom eines plötzlichen Angriffskrieges Italiens gegen Oesterreich vorliege und daß Preußen eine Unschädlichmachung der italien. Armee, auf welche dasselbe, wenn es von Oesterreich angegri…
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26. April 1866Die altliberale Partei tritt zuerst in einer Versammlung ihrer Notabilitäten zu Halle auf Seite der Regierung für den Krieg und gegen die anderseitigen Friedensdemonstrationen.
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26. April 1866Die Partei der Altliberalen tritt auf einer Versammlung in Halle in dem Conflict mit Oesterreich zuerst entschieden auf Seite der Regierung. (s. Deutschland.)
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27. April 1866richtet an Sachsen eine förmliche Sommation bez. seiner Rüstungen.
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27. April 1866richtet an die deutschen Regierungen eine Circulardepesche zu Unterstützung der von ihm vorgeschlagenen Bundesreform und des dabei nach seiner Ansicht einzuschlagenden Weges.
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27. April 1866richtet an Sachsen eine förmliche Sommation wegen der von demselben getroffenen Rüstungen.
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27. April 1866Die plötzliche Abreise des preußischen Gesandten v. Savigny nach Berlin verhindert die sofortige formelle Constituirung des Neuner-Ausschusses für Behandlung des preußischen Bundesreform-Antrages.
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27. April 1866Sommation an Sachsen. (s. Deutschland.)
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27. April 1866Circulardep. an die deutschen Regierungen bez. Bundesreform. (s. Deutschland.)
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28. April 1866Die Kreuzzeitung äußert sich über die Tendenz und Tragweite des preuß. Bundesreformantrages folgendermaßen:
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28. April 1866Ministerrath über die österr. Depesche v. 26. d. M.
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28. April 1866 · NassauDie Ständeversammlung spricht sich fast einstimmig für Reduction des stehenden Heeres von Beamteten aus.
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30. April 1866lehnt die Zumuthung Oesterreichs vom 26. d. M. ab und beharrt auf seinem Entschlusse, nur dann abzurüsten, wenn Oesterreich sich dazu Preußen und Italien gegenüber verpflichte.
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30. April 1866Depesche an Oesterreich in Antwort auf die Depesche Oesterreichs vom 26. d. M. bezüglich der österreichischen Rüstungen gegen Italien: Preußen lehnt schließlich jede Abrüstung ab, wofern Oesterreich nicht auch gegen Italien abrüste.
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30. April 1866Dep. an Oesterreich. (s. Deutschland.)
Mai
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Mai 1866Eine Antwort des Königs ist bis jetzt nur auf die Breslauer Kriegsadresse ergangen, nicht aber auf die sämmtlichen Friedensadressen aus allen Theilen der Monarchie; der Elberfelder Friedensdeputation wird vom König „wegen überhäufter Gesch…
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Mai 1866 · Schleswig-Holstein / LauenburgDie preuß. Besatzung erhält fortwährend starke Zuzüge aus Preußen.
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Mai 1866Eine Antwort des Königs ist bis jetzt nur auf die Breslauer Kriegsadresse ergangen, nicht aber auf die sämmtlichen Friedensadressen aus allen Theilen der Monarchie; der Elberfelder Friedensdeputation wird vom König „wegen überhäufter Gesch…
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Mai 1866Die Bewegung für Friedensadressen hat so ziemlich in allen Provinzen ihren Fortgang, während die Einberufung der Landwehr durch die Regierung auf großen Widerwillen stößt und an vielen Orten im Osten wie im Westen der Monarchie zu argen Ex…
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2. Mai 1866Der ganzen italienischen Gesandtschaft in Berlin werden preuß. Orden verliehen, was gewöhnlich nur nach Abschluß von Verträgen zu geschehen pflegt.
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3. Mai 1866beantwortet vorerst die österr. Depesche v. 26. v. M. bez. Schleswig-Holsteins gar nicht.
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4. Mai 1866Ansprache des Königs an die Consistorialrathspräsidenten und Generalsuperintendenten.
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4. Mai 1866erläßt nunmehr die förmliche Mobilisirungsordre für den größeren Theil seiner Armee.
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4. Mai 1866erläßt endlich die förmliche Mobilisirungsordre für das 3., 4., 5., 6. und 8. und das Garde-Armeecorps.
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4. Mai 1866Der König erläßt endlich die förmliche Mobilisirungsordre des 3., 4., 5., 6., 8. und des Garde-Armeecorps.
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5. Mai 1866Alle vier Wahlbezirke von Berlin haben sich nunmehr in Urwählerversammlungen gegen den Krieg ausgesprochen.
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6. Mai 1866 · Schleswig-Holstein / LauenburgDer Vorstand der sog. nationalen Partei erläßt von Rendsburg aus folgende Erklärung an die Parteigenossen:
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6. Mai 1866Mißlungenes Attentat Blind gegen Bismarck.
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6. Mai 1866Mißlungenes Attentat Blinds gegen Bismarck.
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7. Mai 1866weist in Antwort auf die österr. Depesche vom 26. April jede Intervention des Bundes behufs Lösung der schleswig-holst. Frage entschieden zurück.
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7. Mai 1866Der alte Rundschauer der „Kreuzztg.“ spricht sich eindringlich gegen die auswärtige Politik Bismarcks und die dadurch herbeigeführte innere Auflösung der conservativen (feudalen) Partei aus.
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7. Mai 1866 · Hannover (Königreich)trifft einige militärische Vorbereitungen.
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7. Mai 1866Eine Dep. Bismarcks in Antwort auf die österr. Depesche v. 26. April weist jede Intervention des Bundes behufs Lösung der schleswig-holsteinischen Frage entschieden zurück:
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7. Mai 1866Mißlungenes Attentat gegen Bismarck.
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7. Mai 1866 · Hannover (Königreich)Einberufung der Beurlaubten unter dem Vorwande, die sonst üblichen Herbstexercitien mit Rücksicht auf die Erntearbeiten zu vermeiden.
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7. Mai 1866Der Rundschauer der Kreuzztg., Hr. v. Gerlach, erklärt sich in derselben sehr eindringlich gegen die Politik Bismarcks und die durch sie bewirkte innere Auflösung der conservativen Partei in Preußen.
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8. Mai 1866mobilisirt auch den Rest seiner Armee.
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8. Mai 1866Auch das 1. und 2., sowie das 7. Armeecorps werden mobilisirt, also die ganze preußische Armee auf Kriegsfuß gesetzt.
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8. Mai 1866Auch das 1. und 2. Armeecorps, sowie das 7. werden mobilisirt, also die gesammte Armee Preußens auf Kriegsfuß gesetzt.
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9. Mai 1866Eine Volksversammlung in Königsberg faßt folgende Resolutionen:
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9. Mai 1866Eine kgl. Verordnung spricht die Auflösung des Abg.-Hauses aus und ordnet Neuwahlen auf den 3. Juli an.
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9. Mai 1866Eine kgl. Verordnung spricht die Auflösung des Abgeordnetenhauses aus (s. unter Preußen).
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9. Mai 1866 · Schleswig-Holstein / LauenburgEine Reihe von Schleswig-Holstein-Vereinen verlangt in Resolutionen die sofortige Bildung des holsteinischen Bundescontingentes.
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9. Mai 1866Eine kgl. Verordnung spricht auf Grund eines Exposé des Gesammtministeriums die Auflösung des Abgeordnetenhauses aus.
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10. Mai 1866mobilisirt auch einen Theil seiner Landwehr.
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10. Mai 1866Auch die Einberufung der Landwehr sämmtlicher 9 Armeecorps (12 Garde- und 104 Provinzialbataillons zu 500 Mann) wird angeordnet.
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10. Mai 1866Auch die Landwehr sämmtlicher 9 Armeecorps wird auf kgl. Befehl mobil gemacht.
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11. Mai 1866legt dem Ausschuß des Bundestags seine Bundesreformvorschläge vor.
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12. Mai 1866remonstrirt in Hannover und Kurhessen gegen die dortigen Rüstungen und verlangt unbewaffnete Neutralität.
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12. Mai 1866 · Nassausetzt seine Truppen in Kriegsbereitschaft.
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12. Mai 1866remonstrirt in Hannover gegen die daselbst eingeleiteten Rüstungen.
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12. Mai 1866Eine kgl. Verordnung hebt mit Rücksicht auf den durch die Mobilmachung der ganzen Armee eingetretenen allgemeinen Nothstand die bisherigen Wuchergesetze auf.
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12. Mai 1866 · NassauAnordnung der Kriegsbereitschaft, Einberufung der Beurlaubten.
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12. Mai 1866Preußen remonstrirt in Hannover und Kassel gegen die von beiden Regierungen getroffenen militärischen Vorsichtsmaßregeln und dringt auf absolute Neutralität auf dem Friedensfuße des Militärs.
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13. Mai 1866 · Kurhessentrifft einige militärische Vorsichtsmaßregeln.
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13. Mai 1866Eine Volksversammlung in Köln spricht sich nochmals energisch gegen den Krieg und für einen entschiedenen Wechsel des Regierungssystems aus.
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13. Mai 1866 · KurhessenAuch die kurhessische Regierung trifft einige Vorsichtsmaßregeln.
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14. Mai 1866Anordnung von Truppenconcentrationen in Sachsen und Schlesien, die bis zum 15. Juni vollendet sein sollen.
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14. Mai 1866Eine königliche Cabinetsordre ordnet ausgedehnte Truppenconcentrationen namentlich in Sachsen und Schlesien an, die bis zum 15. Juni vollendet sein sollen.
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14. Mai 1866Die officiöse Nordd. Allg. Zeitung droht mit revolutionären Maßregeln, wofern die mittelstaatlichen Regierungen den Plänen Preußens bez. seines Parlamentsantrages nicht entgegen kommen würden.
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14. Mai 1866Die Stadtverordneten von Köln beschließen in außerordentlicher Sitzung eine Adresse an den König für den Frieden.
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14. Mai 1866Versammlung des Ausschusses des Nationalvereins in Berlin.
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14. Mai 1866Eine kgl. Cabinetsordre ordnet ausgedehnte Truppenconcentrationen namentlich in Sachsen und Schlesien an, welche bis zum 15. Juni vollendet sein sollen.
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15. Mai 1866skizzirt im Neuner-Ausschuß der Bundesversammlung seine Anträge bez. einer Bundesreform, jedoch nur mündlich, nach dem „offiziellen Staatsanzeiger“ folgendermaßen:
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15. Mai 1866 · Schleswig-Holstein / LauenburgDer Gouverneur Manteuffel hebt in Husum hervor, wie Norddeutschland von Natur an Preußen gewiesen sei und daß für die Herzogthümer nur noch zweierlei möglich sei, „entweder preußisch oder wieder dänisch zu werden.“
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15. Mai 1866Die preußischen Truppen in Schleswig erhalten starke Zuzüge, ohne daß Oesterreich sich demselben widersetzt.
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15. Mai 1866Die Einberufung der Landwehr führt in mehreren Provinzen zu argen Widersetzlichkeiten.
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15. Mai 1866Die Einberufung der gesammten Landwehr erregt großen Widerwillen, der in vielen Theilen der Monarchie, namentlich aber in den Rheinlanden und in Ostpreußen, an manchen Orten zu den gewaltthätigsten Excessen von Seite der Einberufenen führt.
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15. Mai 1866Im Gegensatze gegen die Adresse der rheinischen und westphälischen Städte beschließen der Magistrat und die Stadtverordneten von Breslau eine Adresse an den König, welche die S. M. zum Krieg veranlassenden Gründe anerkennt und Opferwilligk…
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15. Mai 1866 · Hannover (Königreich)Hannover und Kurhessen erklären sich zu einer neutralen Haltung in dem ausgebrochenen Conflicte zwischen Oesterreich und Preußen bereit, doch nur unter Vorbehalt allfälliger Bundesbeschlüsse.
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16. Mai 1866 · NassauDer Ausschuß der Ständeversammlung beanstandet die von der Regierung angeordnete Mobilmachung der Truppen; der Landtag wird daher sofort bis zum 4. Juni vertagt.
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16. Mai 1866In Trier läßt der Oberbürgermeister einen Antrag in der Stadtverordnetenversammlung auf Erlaß einer Friedenspetition „in Folge ihm zugegangener Instruction“ nicht zu.
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16. Mai 1866 · KurhessenDer Kriegsminister v. Ende wird ohne sein Ansuchen plötzlich entlassen, angeblich weil allzupreußisch gesinnt.
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16. Mai 1866 · NassauAusschußsitzung der Ständeversammlung: Anfragen an die Regierung bezüglich der angeordneten Mobilmachung der Truppen und der Mittel dazu.
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17. Mai 1866 · NassauDer Landtag wird plötzlich bis zum 4. Juni vertagt, wodurch jede Opposition gegen die angeordnete Kriegsbereitschaft vorerst unmöglich gemacht wird.
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18. Mai 1866Die Regierung erläßt eine auf Grund des Art. 63 der Verfassung octroyirte Verordnung über die Gründung öffentlicher Darlehenscassen „zu Abhülfe des Creditbedürfnisses“ und die Ausgabe von Darlehenscassenscheinen im Betrage von 25 Mill. Thl…
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19. Mai 1866erläßt gleich Oesterreich eine Verfügung, wonach unter Vorbehalt der Gegenseitigkeit im Kriegsfall Handelsschiffe des Feindes durch preußische Kriegsschiffe weder aufgebracht noch weggenommen werden sollen.
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19. Mai 1866Antwort des Königs auf die kriegerische Breslauer Adresse.
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19. Mai 1866Der Stadtrath von Köln beschließt eine Friedensadresse an den König zu richten.
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19. Mai 1866Der König beantwortet die Breslauer Adresse sehr freundlich, die Friedensadressen bleiben dagegen vorerst ganz unbeantwortet.
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22. Mai 1866Eine Depesche an Württemberg wirft demselben vor, neben Oesterreich und Sachsen zuerst gegen Preußen gerüstet und damit die ganze jetzige Verwickelung wesentlich mit verschuldet zu haben.
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22. Mai 1866 · Hannover (Königreich)Der österreichische General Prinz Solms trifft in besonderer Mission in Hannover ein.
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22. Mai 1866 · KurhessenDer österr. Oberst Baron Wimpffen trifft in außerordentlicher Mission in Kassel ein.
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22. Mai 1866Eine Dep. Bismarcks an Württemberg wirft demselben vor, neben Oesterreich und Sachsen zuerst gegen Preußen gerüstet und damit die ganze jetzige Verwickelung mit verschuldet zu haben. (s. Deutschland.)
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24. Mai 1866Eine Reihe von Stadtverordnetenversammlungen im Westen und im Osten der Monarchie richten Friedensadressen an den König.
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24. Mai 1866Die Stadtverordneten-Versammlungen in Königsberg, Stettin, Köslin, Kolberg, Magdeburg etc. richten Friedensadressen an den König.
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24. Mai 1866Eine Reihe von Stadtverordnetenversammlungen richtet Friedensadressen an den König; 17 Handelskammern von Rheinland und Westphalen verständigen sich über einen gemeinsamen Schritt in demselben Sinne.
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25. Mai 1866 · Hannover (Königreich)44 Mitglieder der II. Kammer treten den Beschlüssen der Mehrheit des Abgeordnetentages v. 20. d. M. durch öffentliche Erklärung bei.
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27. Mai 1866Eine Circulardep. Bismarcks an die deutschen Regierungen sucht nochmals die Nothwendigkeit einer Bundesreform und die Bescheidenheit der preuß. Forderungen nachzuweisen.
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27. Mai 1866Eine Circulardepesche Bismarcks sucht nochmals die Nothwendigkeit einer Bundesreform und die Bescheidenheit der preuß. Forderungen diesfalls nachzuweisen:
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29. Mai 1866 · Hannover (Königreich)Bennigsen trägt in der II. Kammer auf einen gründlichen Wechsel des Ministeriums an.
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29. Mai 1866nimmt die Einladung zu den Conferenzen in Paris an.
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29. Mai 1866 · Hannover (Königreich)II. Kammer: R. v. Bennigsen stellt folgenden Urantrag:
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30. Mai 1866 · Schleswig-Holstein / LauenburgNach und nach haben sich sämmtliche Schleswig-Holstein-Vereine des Landes für sofortige Organisirung des holsteinischen Bundescontingentes ausgesprochen und daß sie diesen Schritt von der „Gerechtigkeitsliebe Oesterreichs“ erwarteten.
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30. Mai 1866Preußen nimmt die Einladung der neutralen Mächte zu Beschickung eines Friedenscongresses in Paris seinerseits an.
Juni
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1. Juni 1866Oesterreich bringt den schon für gesichert betrachteten Friedenscongreß durch seinen Antrag am Bunde bez. Schleswig-Holstein und durch die Bedingungen, die es seinerseits an die Beschickung des Congresses knüpft, zum Scheitern. (s. Deutsch…
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2. Juni 1866protestirt gegenüber Oesterreich gegen die Einberufung der holsteinischen Stände und erklärt die Gasteiner Convention für gebrochen, so daß die gemeinsame Verwaltung beider Herzogthümer durch Oesterreich und Preußen wieder einzutreten habe.
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2. Juni 1866 · Schleswig-Holstein / LauenburgDer österr. Statthalter v. Gablenz beruft die Ständeversammlung des Herzogthums auf den 11. Juni nach Itzehoe
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2. Juni 1866Der Finanzminister v. Bodelschwingh tritt zurück und wird durch v. d. Heydt ersetzt.
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3. Juni 1866protestirt in einer Dep. an Oesterreich gegen die erfolgte Einberufung der holsteinischen Stände und erklärt dieselbe als einen Bruch der Gasteiner Convention, wodurch beide Regierungen wieder auf der Basis des Wiener Friedens v. 30. Oct. …
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3. Juni 1866Preußen protestirt in einer Dep. an Oesterreich gegen den Antrag desselben am Bunde vom 1. Juni und erklärt denselben für einen Bruch der Gasteiner Convention. (s. Deutschland.)
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4. Juni 1866Eine Circulardep. des Grafen Bismarck erklärt den Krieg für unausweichlich und sucht die Schuld davon auf Oesterreich zu wälzen.
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4. Juni 1866Beginn des Ausmarsches der Garden aus Berlin.
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4. Juni 1866 · Hannover (Königreich)Die I. Kammer erklärt sich mit der Politik der Regierung einverstanden.
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4. Juni 1866Eine Circulardep. des Grafen Bismarck sucht zu constatiren, daß der Krieg in Wien eine beschlossene Thatsache sei und daß es sich dort nur noch darum handle, die Gelegenheit zu demselben zu finden:
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4. Juni 1866Der ital. Unterhändler General Govone verläßt Berlin, um über Paris wieder nach Florenz zurück zu kehren.
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4. Juni 1866Beginn des Ausmarsches der Garden aus Berlin.
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4. Juni 1866 · Hannover (Königreich)Die I. Kammer beschließt auf den Antrag Rössings mit 25 gegen 17 Stimmen eine Adresse an den König, in welcher die Kammer ihre Zustimmung zu der Politik der Regierung ausspricht und auf das Delegirtenproject zurückzukommen empfiehlt.
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4. Juni 1866Eine Circulardep. Bismarcks sieht den Krieg als eine in Wien beschlossene Sache an und spricht sich über Oesterreich ohne allen Rückhalt aus. (s. Deutschland.)
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5. Juni 1866 · NassauWiederzusammentritt der Stände.
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5. Juni 1866Der offic. Staatsanzeiger constatirt, daß Oesterreich durch seinen Schritt am Bunde v. 1. d. M. nicht nur die Gasteiner Convention, sondern auch die (geheime) am 16. Januar 1864 zu Berlin getroffene Vereinbarung gebrochen habe, deren Art. …
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5. Juni 1866 · NassauWiederzusammentritt der Ständeversammlung: die Regierung verlangt einen außerordentl. Militärcredit von 500,814 fl. für bereits gemachte Auslagen.
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5. Juni 1866 · Schleswig-Holstein / LauenburgEine zahlreiche Volksversammlung in Altona spricht ihre dankende Anerkennung für den Schritt Oesterreichs am Bunde v. 1. d. M. aus und erklärt in fernerem:
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5. Juni 1866Der Staatsanzeiger veröffentlicht als Beweis, daß Oesterreich durch seinen Antrag am Bunde vom 1. Juni den (geheimen und bis jetzt nicht bekannten) Vertrag zwischen Oesterreich und Preußen vom 16. Januar 1864 und damit auch die Gasteiner C…
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6. Juni 1866Der preuß. Gouverneur von Schleswig, Manteuffel, zeigt dem österr. Statthalter von Holstein, Gablenz an, daß er am folgenden Tag mit seinen Truppen in Holstein einrücken werde.
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6. Juni 1866 · Hannover (Königreich)Die II. Kammer genehmigt den Antrag Bennigsen auf ein Mißtrauensvotum gegen das Ministerium mit 50 gegen 20 Stimmen.
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6. Juni 1866Gen. Manteuffel, der preußische Gouverneur von Schleswig, zeigt dem österr. Statthalter von Holstein, Gen. Gablenz, an, daß er am folgenden Tage mit Truppen in Holstein einrücken werde und zwar in der Richtung auf Bramstedt und Itzehoe, di…
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6. Juni 1866 · Hannover (Königreich)Die II. Kammer genehmigt Bennigsens Urantrag v. 29. v. M. mit 50 gegen 20 Stimmen und lehnt den Beschluß der I. Kammer v. 4. d. M. unter dem Widerspruch der Minister ab.
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6. Juni 1866Der preußische Gouverneur von Schleswig, Gen. v. Manteuffel, notificirt dem österr. Statthalter von Holstein, FML. v. Gablenz, daß seine Regierung die Gasteiner Convention durch die Erklärung Oesterreichs am Bunde v. 1. d. M. für dahin gef…
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7. Juni 1866 · Schleswig-Holstein / LauenburgGablenz protestirt gegen die Besetzung Holsteins durch Preußen und verlegt den Sitz der Statthalterschaft und der Regierung von Kiel nach Altona.
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7. Juni 1866Die Preußen rücken in Holstein ein und besetzen Rendsburg, Kiel und Itzehoe.
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8. Juni 1866Mit Ausnahme Altonas wird ganz Holstein von den Preußen besetzt.
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9. Juni 1866 · Hannover (Königreich)Die I. Kammer verwirft den Beschluß der II. Kammer v. 6. d. M. und beharrt auf ihrem eigenen v. 4. d. M.
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9. Juni 1866Nach einer Bekanntmachung des Ministers des Innern hat der König befohlen, die sämmtlichen Friedensadressen wie folgt zu beantworten:
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9. Juni 1866Der Abg. Twesten wird vom Berliner Stadtgericht trotz des Beschlusses des Obertribunals vom 29. Januar auf Grund des Art. 84 der Verfassung neuerdings freigesprochen.
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10. Juni 1866Der preuß. Gouverneur, Gen. v. Manteuffel, löst einseitig die bisherige holsteinische Landesregierung auf und ernennt ebenso einseitig den (feudalen) Frhrn. Karl v. Scheel-Plessen zum Oberpräsidenten beider Herzogthümer mit dem Wohnsitze i…
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10. Juni 1866macht den deutschen Regierungen durch eine Circulardep. einen neuen Bundesreformvorschlag, der auf dem Ausschlusse Oesterreichs aus dem neuen Bunde beruht und dem König von Bayern den Oberbefehl über die Contingente der süddeutschen Staate…
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10. Juni 1866Gen. Manteuffel ergreift die oberste Gewalt auch im Herzogthum Holstein, unterdrückt die preußenfeindliche Presse und die politischen Vereine, verhindert gewaltsam den Zusammentritt der Stände in Itzehoe und ernennt den Baron v. Scheel-Ple…
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10. Juni 1866Circulardepesche an die deutschen Regierungen und Grundzüge einer neuen Bundesverfassung als Vorschlag Preußens:
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10. Juni 1866Gen. Manteuffel erläßt von Rendsburg aus folgende Proclemation an die Einwohner des Herzogthums Holstein:
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10. Juni 1866 · Schleswig-Holstein / LauenburgDas preuß. Hauptquartier befindet sich noch in Rendsburg; Itzehoe ist mit einer Postenkette umstellt.
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10. Juni 1866Die Preußen räumen Rastatt und Mainz.
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10. Juni 1866Preußen erläßt eine Circulardep. an die deutschen Regierungen mit einem neuen Bundesreformentwurf, der auf gänzlicher Ausscheidung Oesterreichs basirt, dagegen Bayern in Süddeutschland eine überwiegende Stellung in Aussicht setzt.
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10. Juni 1866Die Preußen räumen die Bundesfestungen Rastatt und Mainz.
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10. bis 11. Juni 1866Der Zusammentritt der von Oesterreich einberufenen holsteinischen Ständeversammlung wird von den Preußen gewaltsam verhindert.
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11. Juni 1866 · Schleswig-Holstein / LauenburgDer Zusammentritt der Stände in Itzehoe wird von den Preußen gewaltsam verhindert.
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11. Juni 1866 · Schleswig-Holstein / LauenburgGen. Gablenz erläßt in Altona eine Proclamation an die Einwohner des Herzogthums Holstein, in der er ihnen ankündigt, daß er der Gewalt weiche und mit seinen Truppen das Land räume:
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11. Juni 1866 · Frankfurt (Freie Stadt)Die Oesterreicher und Preußen räumen Frankfurt.
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11. Juni 1866Oesterreich klagt gegen Preußen am Bunde wegen seines gewaltsamen Vorgehens in Holstein und trägt auf Mobilmachung sämmtlicher Bundesarmeecorps mit Ausnahme der preußischen und auf Ernennung eines Bundesfeldherrn an.
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12. Juni 1866Oesterreich weicht in Holstein ohne Schwertschlag.
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13. Juni 1866 · Hannover (Königreich)Die aus Holstein durchziehende österr. Brigade Kalik wird in Hannover gefeiert.
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13. Juni 1866 · KurhessenDie aus Holstein durchziehenden Oesterreicher werden in Kassel officiell gefeiert.
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13. Juni 1866 · NassauII. Kammer: Die Sitzung wird durch das Nichterscheinen des Regierungscommissärs (um einen von der Fortschrittspartei beabsichtigten Antrag zu vereiteln) gehindert.
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14. Juni 1866 · Hannover (Königreich)Gestützt auf den heutigen Bundesbeschluß befiehlt der König die Mobilisirung seiner ganzen Armee.
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14. Juni 1866 · KurhessenGestützt auf den heutigen Bundesbeschluß befiehlt der Kurfürst die Mobilisirung seiner ganzen Armee.
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14. Juni 1866 · Hannover (Königreich)In Folge des Bundesbeschlusses vom heutigen Tage ergeht der Befehl, die ganze Armee mobil zu machen.
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14. Juni 1866 · KurhessenDer Kurfürst befiehlt die Mobilisirung sämmtlicher Truppen.
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14. Juni 1866Die Bundesversammlung in Frankfurt nimmt den Antrag Oesterreichs vom 11. d. M. mit 9 gegen 6 Stimmen an.
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15. Juni 1866 · Hannover (Königreich)Bennigsen trägt in der II. Kammer auf eine Adresse an den König an, den gestrigen Bundesbeschluß nicht auszuführen und völlige Neutralität gegen Oesterreich und Preußen zu bewahren.
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15. Juni 1866constatirt in einer Circulardepesche an seine Vertreter im Auslande übereinstimmend mit der Erklärung seines Gesandten am Bunde die nach seiner Ansicht durch den Beschluß vom 14. d. M. erfolgten Bruch des bisherigen Bundesvertrages und dam…
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15. Juni 1866 · Hannover (Königreich)II. Kammer: Bennigsen stellt den neuen Urantrag:
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15. Juni 1866 · KurhessenDie Ständeversammlung protestirt gegen den Bundesbeschluß vom vorigen Tage und beschließt auf den Antrag des Vicepräsidenten v. Bischoffshausen mit 35 gegen 14 Stimmen: „die hohe Staatsregierung aufzufordern, unverzüglich zu der vom ganzen…
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15. Juni 1866richtet Sommationen an Sachsen, Hannover und Kurhessen, in denen es gleichlautend verlangt, daß
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15. Juni 1866 · Hannover (Königreich)Die preußische Sommation ist folgendermaßen motivirt:
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15. Juni 1866 · KurhessenAngebliche Unterredung zwischen dem preußischen Gesandten Gen. v. Röder und dem Kurfürsten.
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15. Juni 1866Preußen richtet Sommationen an Sachsen, Hannover und Kurhessen, mit ihm auf Grund der Bundesreformvorschläge v. 10. Juni ein neues Bündniß zu schließen.
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16. Juni 1866fordert die norddeutschen Staaten auf, mit ihm ein neues Bündniß auf Grundlage seines Vorschlags vom 10. Juni abzuschließen und ihre Truppen dem Oberbefehl des Königs von Preußen zu unterstellen, wogegen Preußen ihnen ihre Unabhängigkeit u…
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16. Juni 1866Circulardep. Bismarcks an die Vertreter Preußens im Ausland:
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16. Juni 1866 · Hannover (Königreich)General Vogel v. Falkenstein rückt von Minden aus, General Manteuffel (am 18. Juni) von Holstein aus in Hannover ein.
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16. Juni 1866 · Hannover (Königreich)II. Kammer: Bennigsen zieht seinen Urantrag v. 14. d. M. zurück.
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16. Juni 1866 · KurhessenGeneral v. Bayer rückt mit dem preußischen Observationscorps von Wetzlar in Kurhessen ein und über Gießen bis Marburg vor.
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16. Juni 1866richtet identische Noten an die norddeutschen Staaten: Mecklenburg-Schwerin, Sachsen-Weimar-Eisenach, Mecklenburg-Strelitz, Oldenburg, Braunschweig, Sachsen-Meiningen, Sachsen-Altenburg, Sachsen-Coburg-Gotha, Anhalt, Schwarzburg-Sondershau…
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16. Juni 1866Die Preußen rücken unter Gen. v. Bayer in Kurhessen, unter den Generalen Vogel v. Falkenstein und Manteuffel in Hannover unter General Herwarth v. Bittenfeld in Sachsen ein.
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16. Juni 1866Preußen ladet die norddeutschen Staaten zum Abschluß eines neuen Bundes unter seiner Führung auf Grund der Vorschläge vom 10. d. M. ein und inzwischen ihre Truppen zur Verfügung des Königs von Preußen zu stellen.
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17. Juni 1866 · Schleswig-Holstein / LauenburgHerzog Friedrich richtet aus Liebenstein noch eine letzte Proclamation an seine Schleswig-Holsteiner:
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17. Juni 1866 · Hannover (Königreich)Die Preußen unter Gen. Vogel v. Falkenstein rücken in die Stadt Hannover ein.
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17. Juni 1866Die Preußen rücken in die Stadt Hannover ein.
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18. Juni 1866Der König von Preußen erläßt ein Kriegsmanifest wider Oesterreich.
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18. Juni 1866Kriegsmanifest des Königs:
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18. Juni 1866 · Hannover (Königreich)Stade ergibt sich durch Capitulation den Truppen des Gen. Manteuffel.
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18. Juni 1866 · KurhessenDie Preußen unter Gen. v. Bayer rücken in Kassel ein.
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18. Juni 1866Die Preußen besetzen Dresden.
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19. Juni 1866 · KurhessenEinzug der Preußen unter Gen. Bayer in Kassel.
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19. Juni 1866Die Preußen besetzen Kassel.
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20. Juni 1866 · Hannover (Königreich)Gen. Vogel v. Falkenstein übernimmt durch Proclamation die Verwaltung des Königreichs:
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20. Juni 1866 · Hannover (Königreich)König Georg beschließt in Göttingen, mit seiner Armee den Weg über Langensalza nach Gotha einzuschlagen, und sendet seine Vorhut nach Heiligenstadt.
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21. Juni 1866 · Hannover (Königreich)Der König bricht mit seiner Armee von Göttingen auf, um über Langensalza den Weg nach Gotha einzuschlagen und sich wo möglich mit den Bayern zu vereinigen.
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22. Juni 1866Graf Bismarck erklärt in einer Circulardepesche an die Vertreter Preußens im Ausland das Resultat der Abstimmung der Bundesversammlung vom 14. d. M. geradezu für gefälscht:
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22. Juni 1866 · KurhessenDer preuß. Gesandte Gen. v. Röder macht dem Kurfürsten von Hessen neue Anträge behufs einer Verständigung; der Kurfürst lehnt dieselben auch jetzt noch entschieden ab.
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22. bis 23. Juni 1866Die Preußen beginnen unter dem Kronprinzen von Schlesien, unter dem Prinzen Friedrich Karl und dem Gen. Herwarth v. Bittenfeld von Sachsen aus sich gegen Böhmen in Bewegung zu setzen und rücken zunächst ohne ernsten Widerstand in dasselbe …
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23. Juni 1866Die offiziöse Nordd. Allg. Ztg. erklärt sich entschieden für die Mainlinie:
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25. Juni 1866Der Magistrat von Berlin beschließt eine Adresse an den König und fordert die Stadtverordnetenversammlung auf, derselben beizutreten:
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26. bis 29. Juni 1866Kämpfe mit den Oesterreichern unter Clam Gallas, Gablenz und Ramming und mit der sächsischen Armee.
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28. Juni 1866 · Hannover (Königreich)Armee des Kronprinzen von Preußen: Steinmetz nimmt Skalitz gegen den Erzh. Leopold, der das erschöpfte Corps Rammings ersetzt hat.
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28. Juni 1866 · KurhessenGeneral v. Werder wird vom König von Preußen zum Militärgouverneur von Kurhessen, der Regierungspräsident v. Möller zu seinem Civilcommissär ernannt.
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28. Juni 1866Die hannoversche Armee, bei Langensalza von den Preußen eingeschlossen, capitulirt.
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28. Juni 1866 · Hannover (Königreich)Der König von Hannover capitulirt mit seiner Armee bei Langensalza.
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29. Juni 1866Die Preußen unter dem Prinzen Friedrich Karl rücken gegen Gitschin vor, um über dieses auf Arnau der Armee des Kronprinzen die Hand zu reichen.
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29. Juni 1866Erste Siegesnachrichten in Berlin.
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30. Juni 1866Der König geht zur Armee ab.
Juli
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1. Juli 1866Eine Dep. Bismarcks an den preuß. Gesandten im Haag führt aus, daß die preußische Besatzung in Luxemburg nicht nur als Bundesbesatzung dort sei, sondern auf Grund der internationalen Verträge zwischen Preußen und den Niederlanden von 1816 …
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2. Juli 1866 · NassauDer Herzog erläßt eine landesherrliche Bestimmung für den Fall einer feindlichen Occupation.
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2. Juli 1866Die holländische Regierung erklärt Preußen, daß sie ihre Ausführungen in der Depesche vom 1. d. M. nicht acceptiren könne, daß die endgültige Lösung der luxemburgischen Frage noch verschoben werden könne, daß sie aber schon jetzt ihre dieß…
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3. Juli 1866Schlacht von Königgrätz.
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3. Juli 1866Landtagswahlen.
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4. Juli 1866Oesterreich tritt Venetien an Frankreich ab.
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5. Juli 1866Der französische Vermittlungsantrag wird von Preußen sowohl als von Italien nur bedingungsweise angenommen, d. h. von beiden eventuell abgelehnt.
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6. Juli 1866 · NassauDie Ständeversammlung von Nassau lehnt die Bewilligung des von der Regierung geforderten Militärcredits zum zweiten Mal ab und wird dafür sofort aufgelöst.
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6. Juli 1866Der König von Preußen verlegt sein Hauptquartier nach Pardubitz.
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6. Juli 1866 · Hannover (Königreich)Graf Platen erläßt eine Circulardepesche, in der die Vorgänge vor der Capitulation von Langensalza zum Nachtheil Preußens dargelegt werden.
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6. Juli 1866 · NassauDie Ständeversammlung lehnt die Bewilligung des von der Regierung geforderten Militärcredits zum zweiten Mal ab und gesteht der Regierung statt 3 nur 2 Steuersimpla zu.
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6. Juli 1866 · Frankfurt (Freie Stadt)Der Senat beschließt die Mobilisirung des Contingents und die Wiederherstellung der 1848 aufgelösten Bürgerwehr.
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7. Juli 1866Ein Circularerlaß des preuß. Handelsministeriums an die Handelskammern bestätigt, daß trotz des ausgebrochenen Krieges bei Abfertigung der Waaren zur Einfuhr Süddeutschland von Preußen als Inland behandelt wird.
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7. Juli 1866 · Frankfurt (Freie Stadt)Die gesetzgeb. Versammlung lehnt die von der Bundesversammlung beschlossene Befestigung der Stadt aus Staatsmitteln ab.
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8. Juli 1866Die Absicht der österreichischen Cession Venetiens an Frankreich ist mißlungen.
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10. Juli 1866Prinz Reuß langt mit einem eigenhändigen Schreiben des Königs von Preußen an Napoleon in Paris an: der König bestätigt darin die schon von Bismarck an den preuß. Gesandten Grafen Goltz am 5. d. M. erlassenen Weisungen bez. der Bedingungen …
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10. Juli 1866Prinz Reuß langt mit einem eigenhändigen Schreiben des Königs von Preußen in Paris an.
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10. Juli 1866Gen. v. Falkenstein hat die Bayern unter dem Prinzen Karl in wiederholten Gefechten zurückgedrängt.
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11. Juli 1866Gen. Vogel v. Falkenstein läßt die Bayern bei Schweinfurt in Schlachtordnung stehen und wendet sich Hanau zu gegen das 8. Bundesarmeecorps.
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11. Juli 1866Der Großherzog von Mecklenburg erläßt einen Tagsbefehl an sein ins Feld rückendes Reservecorps der Mainarmee.
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11. Juli 1866Preußen beharrt auf seinen Bedingungen für den Abschluß eines Waffenstillstandes: Annahme von Friedenspräliminarien von Seite Oesterreichs, Ausschluß Oesterreichs aus Deutschland, bessere Verbindung zwischen seinen Ost- und Westprovinzen.
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13. Juli 1866Die Oesterreicher ziehen alle ihre Truppen, mit Ausnahme der Besatzungen des Festungsvierecks und Venedigs aus Venetien heraus, um Wien gegen die Preußen zu schützen.
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14. Juli 1866Der offic. „Staatsanzeiger“ ist in der Lage mitzutheilen: „Dem Bündniß mit Preußen … sind nunmehr mit Ausnahme von Luxemburg, Meiningen und Reuß-Greiz, sämmtliche von Preußen nicht occupirte Staaten Norddeutschlands beigetreten.“
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14. Juli 1866Oesterreich nimmt im Princip die Friedenspräliminarien nach dem Vermittlungsvorschlage Frankreichs an.
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15. Juli 1866Gen. Vogel v. Falkenstein läßt seine Truppen in Eilmärschen gegen Frankfurt rücken.
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15. Juli 1866 · Frankfurt (Freie Stadt)Proclamation des Senats an die Bürgerschaft von Stadt und Land.
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15. Juli 1866 · NassauDer Herzog erläßt eine Proclamation an sein Volk und verläßt das Land.
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16. Juli 1866 · Frankfurt (Freie Stadt)Eine Proclamation des Senats stellt den Einzug der Preußen in Aussicht und ermahnt die Bevölkerung, dieselben freundlich zu empfangen.
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16. Juli 1866Die Preußen ziehen in Frankfurt ein, Gen. Vogel v. Falkenstein erklärt den Senat und den gesetzgebenden Körper für aufgelöst und legt der Stadt eine Contribution von 6 Mill. Gulden auf.
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16. Juli 1866 · Frankfurt (Freie Stadt)Die Preußen rücken in Frankfurt ein.
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17. Juli 1866 · Frankfurt (Freie Stadt)Die Preußen besetzen die Hauptwache, und consigniren die Frankfurter Garnison in ihre Caserne, wo sie aufgelöst wird.
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17. Juli 1866Die Preußen besetzen Lundenburg und die Linie der Thaya, die Oesterreicher haben sich gänzlich auf die linke Seite der Donau zurückgezogen.
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18. Juli 1866Die offic. preuß. „Prov.-Corr.“ sagt über den bisherigen Gang der Friedensunterhandlungen.
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18. Juli 1866Die preuß. Regierung trifft Maßregeln zur Mobilisirung auch des zweiten Aufgebotes der Landwehr.
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18. Juli 1866Die Preußen besetzen Darmstadt, Wiesbaden, Biebrich und Höchst.
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18. Juli 1866 · Frankfurt (Freie Stadt)Der Stadt Frankfurt wird von den Preußen eine Contribution von 6 Mill. fl. auferlegt, die von der Bank in baarem Silbergeld bezahlt wird.
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18. Juli 1866Die Preußen besetzen Darmstadt und Wiesbaden.
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19. Juli 1866General Vogel v. Falkenstein wird zum Militärgouverneur von Böhmen ernannt.
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19. Juli 1866Gen. Vogel v. Falkenstein wird von der Mainarmee abberufen.
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20. Juli 1866 · Frankfurt (Freie Stadt)General Manteuffel verlangt von Frankfurt eine neue Contribution von 25 Mill.
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20. Juli 1866Die preußische Reservearmee bricht unter dem Großherzog von Mecklenburg von Leipzig nach dem Main auf.
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20. bis 24. Juli 1866Harte Behandlung Frankfurts durch die Preußen.
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21. Juli 1866Angeblicher Abschluß eines förmlichen Protokolls zwischen Preußen und Frankreich bezüglich Nordschleswigs.
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21. Juli 1866 · Frankfurt (Freie Stadt)General Röder wird zum preußischen Stadtcommandanten, Landrath v. Diest zum Civilcommissär für Frankfurt ernannt.
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22. Juli 1866Abschluß einer fünftägigen Waffenruhe mit Oesterreich, binnen welcher sich dieses über Annahme oder Ablehnung der Friedenspräliminarien entscheiden soll.
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23. bis 27. Juli 1866Gefechte zwischen der Mainarmee unter Gen. Manteuffel und dem 7. und 8. Bundesarmeecorps.
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26. Juli 1866Abschluß der Friedenspräliminarien und eines Waffenstillstands mit Oesterreich in Nickolsburg.
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27. Juli 1866Preußen gewährt dem bayerischen Unterhändler v. d. Pfordten einen Waffenstillstand, der aber erst am 2. Aug. anfangen soll und benützt die Zwischenzeit, um durch das Reservecorps unter dem Großherzog von Mecklenburg ein gutes Stück bayrisc…
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29. Juli 1866 · Frankfurt (Freie Stadt)Ein Telegramm des Königs von Preußen beruft den Senator Müller nach Nickolsburg und sistirt inzwischen alle Zwangsmaßregeln behufs Eintreibung der Contribution von 25 Mill.
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29. Juli 1866Ein Telegramm des Königs beruft den Senator Müller nach Nickolsburg und sistirt inzwischen alle Zwangsmaßregeln behufs Eintreibung der Contribution von 25 Mill.
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31. Juli 1866Der König von Preußen verläßt Nickolsburg, um nach Berlin zurückzukehren.
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31. Juli 1866Der König verläßt Nickolsburg, um wieder nach Berlin zurückzukehren.
August
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August 1866 · Hannover (Königreich)Eine Erklärung gegen die drohende Annexion findet, obwohl ihr die preuß. Behörden hindernd in den Weg treten, fast 30,000 Unterschriften.
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1. August 1866Die Preußen besetzen Mannheim und Heidelberg.
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2. August 1866Abschluß eines Waffenstillstands mit Württemberg.
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3. August 1866 · NassauDie bisherigen Chefs der Regierungsdepartements werden von den preußischen Gewalthabern beseitigt und durch andere mehr im Sinne der öffentlichen Meinung und des öffentlichen Nutzens ersetzt.
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3. August 1866Abschluß eines Waffenstillstands mit Baden.
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4. August 1866Alle norddeutschen Staaten, mit einziger Ausnahme von Sachsen-Meiningen und Reuß ä. L., haben sich zu einen neuen Bunde mit Preußen bereit erklärt und dieses richtet nun an dieselben durch Circulardepesche den Entwurf eines förmlichen Bünd…
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4. August 1866Der König trifft wieder in Berlin ein.
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5. August 1866Eröffnung des Landtags.
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5. August 1866Eröffnung des Landtags. Thronrede des Königs (s. Preußen).
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5. August 1866Eröffnung des Landtags.
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6. August 1866Magistrat und Stadtverordnete von Berlin begeben sich vom Rathhaus aus in corpore nach dem Palast, um dem König eine, mit thatsächlich angenommener Beiseitsetzung ihres früheren Beschlusses, einstimmig angenommene gemeinschaftliche Adresse…
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7. August 1866sendet den General v. Manteuffel in besonderer Mission nach St. Petersburg.
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7. August 1866Frankreich erhebt in einer Depesche des Hrn. Drouyn de l’Huys, die der Botschafter Benedetti dem Grafen Bismarck vorliest, gegenüber der beabsichtigten Vergrößerung Preußens Compensationsforderungen.
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7. August 1866Gen. v. Manteuffel geht in besonderer Mission nach St. Petersburg ab.
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8. August 1866Preußen übernimmt wieder die Regierung der hohenzollern’schen Fürstenthümer.
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9. August 1866Grabow erklärt, im Interesse einer Versöhnung zwischen dem Landtag und der Regierung auf eine Wiederwahl zum Präsidenten des Abg.-Hauses zu verzichten.
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10. August 1866Grabow verzichtet im Interesse eines Ausgleichs des inneren Conflicts auf die Candidatur zur Präsidentschaft des Abg.-Hauses und wird durch Forkenbeck ersetzt.
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10. August 1866Abg.-Haus: Nach Verzichtleistung Grabow’s wird v. Forkenbeck mit 170 Stimmen (v. Arnim-Heinrichsdorf, der Candidat der Conservativen erhält 136, Graf Schwerin, derjenige der Alt-Liberalen 22 Stimmen) zum Präsidenten, v. Stavenhagen und v. …
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11. August 1866Die „Köln. Ztg.“ erklärt den Streit um die Armeereorganisation nunmehr für ein bloßes Mißverständniß.
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11. August 1866 · Hannover (Königreich)Der preußische Civilcommissär trifft Anordnungen, damit die einige Tage vor dem Einzug der Preußen nach England in Sicherheit gebrachten circa 21 Millionen Thaler als „dem Lande gehörige bez. als Domanialvermögen mit dem Lande unzertrennli…
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13. August 1866Die Regierung legt dem Landtag ein Wahlgesetz für den Reichstag des norddeutschen Bundes vor.
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13. August 1866Die Regierung legt dem Landtag den Entwurf eines Wahlgesetzes für den Reichstag des norddeutschen Bundes vor.
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13. August 1866Abg.-Haus: Die Regierung legt demselben ein Wahlgesetz für den Reichstag des norddeutschen Bundes vor.
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13. August 1866Friedensschluß mit Württemberg (s. Anhang).
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14. August 1866Die Regierung kommt nach der Zusicherung der Thronrede beim Abg.-Haus um förmliche Indemnität für das bisherige budgetlose Regiment ein.
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14. August 1866Die Regierung legt dem Landtage einen Gesetzesentwurf bez. Indemnitätsertheilung für das budgetlose Regiment vor und verlangt von demselben einen außerordentlichen Credit von 60 Mill. Thlrn.
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14. August 1866Abg.-Haus: Die Regierung legt demselben ein förmliches Indemnitätsgesetz für die Zeit des budgetlosen Regimentes vor und verlangt einen außerordentlichen Credit von 60 Mill. Thalern.
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17. August 1866Eine Botschaft des Königs verlangt vom Landtage die Annexion von Hannover, Kurhessen, Nassau und Frankfurt.
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17. August 1866Botschaft des Königs an den Landtag bez. Einverleibung von Hannover, Kurhessen, Nassau und Frankfurt (siehe Preußen).
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17. August 1866Botschaft des Königs an beide Häuser des Landtags bezüglich Einverleibung von Hannover, Kurhessen, Nassau und Frankfurt.
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17. August 1866Der König empfängt eine hannoversche Deputation, bestehend aus dem Staatsminister a. D. v. Münchhausen, dem Vicepräsidenten des Oberappellations-Gerichts v. Schleppegrell und dem Schatzrath v. Rössing.
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17. August 1866Sitzung der Adreßcommission.
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18. August 1866Definitiver Abschluß des Bündnißvertrags Preußens mit den norddeutschen Staaten, Mecklenburg vorerst noch ausgenommen.
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18. bis 21. August 1866Abschluß des Bündnißvertrages mit den norddeutschen Kleinstaaten nach dem Entwurf vom 4. Aug. (s. Deutschland.)
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19. August 1866Herr v. Patow, der ehemal. Finanzminister im Ministerium Auerswald, übernimmt die Stelle eines Civilcommissärs für Nassau und Frankfurt, sowie für die occupirten Theile von Hessen und Bayern.
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19. August 1866Hr. v. Patow, Finanzminister im Ministerium Auerswald, übernimmt das Civilcommissariat über Nassau, Frankfurt, Oberhessen und die von Preußen besetzten Theile des bayerischen Frankens unter der Autorität des Oberbefehlshabers der Mainarmee.
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19. August 1866Die Verhandlungen der Budgetcommission betreffen hauptsächlich die Frage, ob in der Adresse eine Hinweisung auf die Reichsverfassung aufgenommen werde, ferner ob und wie das Budgetrecht des Hauses gewahrt werden soll.
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22. August 1866Friedensschluß mit Bayern. (s. Anhang).
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23. August 1866Das Abg.-Haus richtet eine Adresse an die Krone, in der die bisherigen Forderungen stillschweigend fallen gelassen werden.
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23. August 1866Abschluß des Prager Friedens zwischen Preußen und Oesterreich. (s. Anhang.)
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23. August 1866Abg.-Haus: Adreßdebatte:
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23. August 1866Friedensvertrag von Prag zwischen Preußen und Oesterreich vom 23. August 1866.
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25. August 1866Antwort des Königs auf die Adresse des Abg.-Hauses.
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25. August 1866Der König empfängt die Deputation des Abgeordnetenhauses und nimmt die Adresse desselben entgegen.
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25. August 1866Das Abg.-Haus ertheilt der von der Regierung beantragten Erhöhung des Bankcapitals um 5 Mill. Thlr. seine (im vorigen Jahr verweigerte) Zustimmung.
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26. August 1866besetzt die bisherige Bundesfestung Mainz.
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26. August 1866Die Preußen besetzen die bisherige Bundesfestung Mainz, nachdem die Bayern, Hessen u. s. w. dieselbe größtentheils geräumt haben.
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28. August 1866Abg.-Haus: Der Präsident v. Forkenbeck erstattet dem Haus keinen (authentischen) Bericht über die Antwort des Königs auf die Adresse des Hauses.
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28. August 1866 · KurhessenDie kurhessischen Truppen kehren aus Mainz wieder in ihre Heimath zurück.
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29. August 1866Gen. v. Manteuffel trifft von seiner Mission nach St. Petersburg wieder in Berlin ein.
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30. August 1866Prinz Nikolaus schließt mit Preußen eine Uebereinkunft über die Rückkehr der nassauischen Truppen in ihre Heimath ab.
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30. August 1866Austausch der Ratificationen des Prager Friedens zwischen Preußen und Oesterreich.
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30. August 1866 · NassauPrinz Nikolaus von Nassau schließt mit Preußen eine Uebereinkunft über die Rückkehr der nassauischen Truppen in ihre Heimath ab.
September
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1. bis 3. September 1866Abg.-Haus: Debatte über das Indemnitätsgesetz.
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1. September 1866Abbruch der Unterhandlungen mit Sachsen-Meiningen.
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September 1866Die preußischen Befestigungen Düppel-Alsen sind nach amtlicher Anzeige nunmehr vollendet.
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3. September 1866Das Abg.-Haus ertheilt der Regierung mit 230 gegen 75 Stimmen die nachgesuchte Indemnität für das bisherige budgetlose Regiment.
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3. September 1866Friedensschluß mit Hessen-Darmstadt. (s. Anhang.)
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5. September 1866Die preußische Armee beginnt ihren Rückzug aus Oesterreich.
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5. September 1866Das Gros der preußischen Armee beginnt seinen Rückzug aus Oesterreich auf fünf Etappenstraßen.
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5. September 1866Herrenhaus: Die Regierungsvorlage bez. Aufhebung der Wuchergesetze wird mit 40 gegen 36 Stimmen abgelehnt.
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7. September 1866Das Abg.-Haus genehmigt die Annexion von Hannover, Kurhessen, Nassau und Frankfurt mit 273 gegen 14, das Herrenhaus mit allen gegen 1 Stimme.
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7. September 1866Abg.-Haus: Debatte über die Annexion von Hannover, Kurhessen, Nassau und Frankfurt.
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8. September 1866Das Herrenhaus nimmt einstimmig den Gesetzesentwurf über die Indemnität an, nachdem Herr v. Kleist-Retzow den eingeschlagenen Weg zur Ausgleichung des Conflicts bedauert hatte.
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8. September 1866 · NassauDer Herzog erläßt in Günzburg einen letzten Tagesbefehl zum Abschied an seine Truppen. Dieselben kehren in ihre Heimath zurück.
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10. September 1866Abg.-Haus: Die Anleihe-Commission des Hauses beschließt mit 11 gegen 8 Stimmen, auf Verwerfung der Creditforderung der Regierung von 60 Mill. Thlrn. anzutragen und der Regierung lediglich die Ausgabe von 25 Mill. Thlrn. Schatzscheinen zu b…
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10. September 1866Das Herrenhaus genehmigt das Annexionsgesetz mit allen gegen 1 Stimme.
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11. September 1866Das Abg.-Haus genehmigt das Reichswahlgesetz, wahrt aber dem preuß. Landtag die Ablehnung oder Zustimmung zu den Beschlüssen des Reichstages und dem Reichstage selbst die vollständige Sicherung der Redefreiheit.
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11. September 1866Abg.-Haus: Debatte über das Reichswahlgesetz.
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12. September 1866 · Frankfurt (Freie Stadt)Der preußische Civilcommissär verzichtet Angesichts des zu erwartenden Widerstandes auf die bereits angesagte Beeidigung der Mitglieder des 51er Collegs und der gesetzgebenden Versammlung.
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17. September 1866Herrenhaus: Debatte über das Reichswahlgesetz.
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17. September 1866Wiederanknüpfung der diplomatischen Beziehungen mit Oesterreich von Seite Preußens.
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18. September 1866Der Kurfürst von Hessen ergibt sich in sein Schicksal, sichert sich durch eine Convention mit Preußen sein Hausvermögen und entbindet dagegen seine Unterthanen ihres Eides, worauf er Stettin verlassen darf.
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18. September 1866 · KurhessenDer Kurfürst von Hessen verständigt sich zu Sicherung seines Hausvermögens mit Preußen, entbindet seine Unterthanen des Eides und verläßt Stettin.
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18. September 1866Feierlicher Einzug der Truppen in Breslau.
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18. September 1866Das Abgeordnetenhaus lehnt den Beschluß des Herrenhauses in Betreff der Wuchergesetze einstimmig ab und genehmigt die königl. Verordnung v. 12. Mai mit großer Majorität.
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19. September 1866Das Abg.-Haus lehnt die Vorlage der Regierung bez. Genehmigung der kgl. Verordnung zu Gründung von Darlehenskassen und Auszahlung von Darlehenskassenscheinen im Betrag von 25 Mill. Thlr. mit 146 gegen 142 Stimmen ab.
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20. September 1866Großartige Feier des Einzugs der siegreichen Armee in Berlin.
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20. bis 21. September 1866Großartige Feier des Einzugs der Truppen in Berlin.
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20. bis 21. September 1866Der König genehmigt das Annexionsgesetz nach den Beschlüssen beider Häuser des Landtags.
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22. September 1866 · Hannover (Königreich)Feier des Geburtstags des Kronprinzen in Wien.
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23. September 1866Der König von Hannover will sich in sein Schicksal nicht fügen und erläßt von Wien aus eine fulminante Protestation gegen die Beraubung seines Landes durch Preußen.
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23. September 1866 · Hannover (Königreich)König Georg richtet von Wien aus eine Protestation gegen die erfolgte Einverleibung Hannovers in Preußen an alle Cabinette Europa's (s. Anhang).
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23. September 1866 · Hannover (Königreich)Protest des Königs Georg von Hannover d. d. Hietzing bei Wien 23. September 1866.
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24. bis 25. September 1866Das Abg.-Haus lehnt den von der Regierung gestellten, von der Commission unterstützten Antrag auf Genehmigung des Verkaufs der westphälischen Staatseisenbahn an die bergisch-märkische Eisenbahngesellschaft mit bedeutender Mehrheit ab, …
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25. September 1866Das Abg.-Haus bewilligt der Regierung mit 230 gegen 83 Stimmen ein Anlehen von 60 Mill. Thlrn. hauptsächlich und ausdrücklich zu Wiederfüllung des Staatsschatzes.
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26. September 1866Abg.-Haus: Die Commission trägt auf Genehmigung der Regierungsvorlage bez. Annexion von Schleswig-Holstein an, mit der Resolution, die Regierung aufzufordern, „dem Landtag bei seinem nächsten Zusammentreten einen Gesetzentwurf betr. die Ve…
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26. September 1866Friede mit Reuß ä. L.:
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27. September 1866Vertagung des Landtags bis zum 12. Nov.
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29. September 1866Die Regierung hebt die vom Abg.-Hause nicht genehmigten Darlehenskassen wieder auf.
Oktober
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1. Oktober 1866 · Hannover (Königreich)Etwa 70 Mitglieder der städtischen Collegien aus allen Landestheilen außer Ostfriesland und 39 Abgeordnete der letzten Ständeversammlung treten in Hannover zusammen und beschließen einstimmig eine Eingabe an das kgl. Staatsministerium in B…
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Oktober 1866Der König schenkt dem Herzog Ernst von Coburg-Gotha, weil er zuerst auf Seite Preußens getreten ist, den Schmalkaldener Wald von 38,000 Aeckern, im Werth von etwa 2 Mill. Thlrn. als Privateigenthum unter einigen Bedingungen.
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3. Oktober 1866Der König von Preußen erläßt ein Patent behufs Besitznahme des vormaligen Königreichs Hannover, Kurfürstenthums Hessen, Herzogthums Nassau und der freien Stadt Frankfurt und erläßt Proclamationen an die Einwohner derselben:
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5. Oktober 1866Der Ex-König von Hannover protestirt gegen die definitive Besitzergreifung seines Landes durch Preußen, entbindet indeß doch die Civilstaatsdiener ihres Eides unter Vorbehalt seiner Rechte.
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5. Oktober 1866 · Hannover (Königreich)König Georg protestirt in einer Proclamation an seine Unterthanen von Hietzing bei Wien aus gegen die Besitzergreifung seines Landes durch Preußen:
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6. Oktober 1866 · Hannover (Königreich)König Georg entbindet die Civilstaatsdiener ihres Eides unter Vorbehalt seiner Rechte.
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6. Oktober 1866Die während des Krieges gebildete ungarische Legion wird wieder aufgelöst und die Legionäre werden nach Oesterreich instradirt.
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11. Oktober 1866Der König bildet 3 neue Armeecorps für die neu annexirten Landestheile und fügt bereits die Contingente der künftigen norddeutschen Bundesstaaten in den Rahmen der preuß. Armeecorps ein.
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11. Oktober 1866Eine königl. Cabinetsordre befiehlt die Bildung von drei neuen Armeecorps für die neu erworbenen Landestheile und regelt zugleich damit bereits auch die Einfügung der zukünftigen Bundescontingente theils in diese neuen, theils in die schon…
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13. Oktober 1866Eine kgl. Verordnung führt für diejenigen Landestheile, welche durch das Gesetz vom 20. Sept. der preuß. Monarchie einverleibt worden sind, sowie für die Herzogthümer Schleswig und Holstein die allgemeine Wehrpflicht nach Maßgabe der für d…
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14. Oktober 1866 · KurhessenDas bisher kurhessische Militär leistet dem König von Preußen den Fahneneid.
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15. Oktober 1866Der bisherige Generalgouverneur von Kurhessen u. s. w., v. Werder, wird abberufen und geht die Verwaltung in die Hände der Civilbehörden über.
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21. Oktober 1866Endlicher Abschluß des Friedensvertrages zwischen Preußen und Sachsen zu Berlin (s. Anhang).
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21. Oktober 1866Hinsichtlich der letzteren ist bei der darüber erforderlichen Auseinandersetzung davon auszugehen, daß das darunter befindliche Werkblei der k. sächsischen Regierung gegen Erstattung des Werthes des darin enthaltenen Bleies zurückgegeben w…
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23. Oktober 1866 · NassauDer Rest des nassauischen Militärs leistet dem König von Preußen den Fahneneid.
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24. Oktober 1866Vierundzwanzig Abgeordnete aus den Fractionen der Fortschrittspartei und des linken Centrums (worunter v. Bockum-Dolffs, Twesten, v. Unruh u. s. w.) erlassen eine Erklärung über die von ihnen zur Regierung eingenommene Stellung, …
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27. Oktober 1866Abschluß eines Vertrags mit dem Großherzog von Oldenburg, unter Vorbehalt der Ratification des Landtags:
November
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November 1866 · Schleswig-Holstein / LauenburgDie frühern Beamteten unter dem dänischen Regimente, Etatsrath Schultze, Kammerherr v. Rosen und Justizrath Griebel werden wieder als Regierungsräthe angestellt.
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5. November 1866Das Kammergericht bestätigt in zweiter Instanz trotz des Beschlusses des Obertribunals vom 29. Januar d. J. die Freisprechung Twestens wegen seiner Aeußerungen als Abgeordneter.
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6. November 1866Das App.-Gericht von Insterburg bestätigt trotz des Beschlusses des Obertribunals v. 29. Jan. d. Js. die Freisprechung Frentzels wegen seiner Aeußerungen als Abgeordneter.
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6. November 1866 · Schleswig-Holstein / LauenburgDer Landtag genehmigt die Vorlagen der Regierung bez. des Parlamentswahlgesetzes und bezüglich Einführung der allgemeinen Wehrpflicht.
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6. November 1866Der neue österr. Gesandte Graf Wimpfen überreicht dem König seine Beglaubigungsschreiben.
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7. November 1866 · Hannover (Königreich)Versammlung von Mitgliedern fast sämmtlicher 8 Ritterschaften des Landes.
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12. November 1866Wiederzusammentritt des Landtags.
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13. November 1866Das Abg.-Haus beschließt mit 105 gegen 90 Stimmen, die Vorberathung des Budgets für 1867, ohne dasselbe einer Commission zu überweisen, sofort im Hause selbst vorzunehmen.
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15. November 1866In Berlin bildet sich ein liberales Central-Wahlcomité für die Wahlen zum norddeutschen Reichstag unter dem Vorsitze des Abg. Löwe-Calbe und erläßt einen Aufruf.
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16. November 1866Die Regierung verlangt vom Landtag 1½ Mill. Thlr. zu Dotationen, ohne Namen zu nennen.
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16. November 1866Abg.-Haus: Die Regierung legt den Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Verleihung von Dotationen in Anerkennung hervorragender, im letzten Kriege erworbener Verdienste, vor:
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18. November 1866schlägt in Hannover die zum Vortheil der Krone f. Z. ausgeschiedenen Domänen wieder zum Staatsgut.
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18. November 1866 · Hannover (Königreich)Die zum Vortheil der Krone ausgeschiedenen Domänen, eine Hauptbeschwerde des Landes, werden von dem preußischen Civilcommissär dem Staatsgute wieder eingefügt.
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19. November 1866Die Oberstaatsanwaltschaft erhebt die Nichtigkeitsbeschwerde gegen die Freisprechung Twestens vom 5. d. M.
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20. November 1866Ein Ministerialerlaß hebt die Beschränkungen der Niederlassung und des Gewerbebetriebs in den neuen Provinzen auf:
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20. November 1866 · Hannover (Königreich)Eine kgl. Cabinetsordre fordert die Officiere und Militärbeamteten der vormaligen hannover'schen Armee auf, sich bis zum 1. Januar 1867 entweder zum Eintritt in die preußische Armee zu melden oder ihre Pensionirung nachzusuchen.
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21. November 1866Preußen ladet die Staaten des norddeutschen Bundes ein, auf den 15. December Bevollmächtigte nach Berlin zu senden behufs Vereinbarung der Vorlagen an den Reichstag des Bundes.
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21. November 1866Abg.-Haus: Beginn der Debatte über das Budget für 1867.
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23. November 1866Abg.-Haus: Budgetdebatte.
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23. November 1866 · Hannover (Königreich)Die preuß. Regierung ergreift Besitz von allen Schlössern und sonstigen der Krone gehörigen Gebäuden u. s. w.
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24. November 1866 · Hannover (Königreich)Preußen legt auch auf das Privatvermögen des Königs Georg Beschlag.
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25. November 1866 · Hannover (Königreich)König Georg zieht seine Gesandtschaften an den auswärtigen Höfen ein.
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26. November 1866Abg.-Haus: Um eine Verständigung mit der Regierung zu ermöglichen, wird beschlossen, daß die ferneren Sitzungen der Dotationscommission nicht mehr öffentlich sein sollen.
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26. November 1866 · Hannover (Königreich)Die Unterofficiere und Soldaten der vormaligen hannover'schen Armee werden auf den 10. Dec. einberufen.
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27. November 1866Abg.-Haus: Budgetdebatte, Etat des Finanzministeriums.
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27. November 1866Eine kgl. Cabinetsordre verfügt die Einführung der preußischen Militärstraf- und Disciplinargesetze in den neuen Landestheilen.
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28. November 1866Abg.-Haus: Budgetdebatte.
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28. November 1866 · Hannover (Königreich)Die Lüneburgische Provinziallandschaft lehnt den Antrag des Kammerraths v. d. Decken, auszusprechen, daß „die Provinz Lüneburg und das ganze Königreich nur mit tiefstem Schmerz die Entthronung ihrer Dynastie als Thatsache hinzunehmen sich …
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29. November 1866 · Hannover (Königreich)Die Regierung läßt keine Versammlungen von Unteroffizieren über die Frage des Eintritts in die preußische Armee zu.
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30. November 1866Abg.-Haus: Budgetdebatte, Budget des Justizministeriums.
Dezember
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Dezember 1866 · Hannover (Königreich)König Georg betrachtet sich noch immer als Kriegsherr der hannoverschen Armee, trifft Ernennungen und vertheilt Orden, Ehrenzeichen u. dgl.
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1. Dezember 1866Abg.-Haus: Budgetdebatte.
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2. Dezember 1866Abg.-Haus: Die Dotationscommission trägt darauf an, der Dotationsvorlage der Regierung nur unter Nennung bestimmter Namen zuzustimmen, dagegen die Vertheilung der Gesammtsumme dem Ermessen des Königs zu überlassen.
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3. Dezember 1866erläßt eine strenge Verordnung gegen widerwillige Beamtete u. s. w. in Hannover.
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3. Dezember 1866 · Hannover (Königreich)Kgl. Erlaß bez. „Vorschriften im Interesse des öffentlichen Dienstes und der öffentlichen Ordnung“ an den Generalgouverneur, Gen. v. Voigts-Rhetz:
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4. Dezember 1866Abg.-Haus: Budgetdebatte, Budget des Ministeriums des Innern.
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5. Dezember 1866Das Abg.-Haus bewilligt die verlangte Dotationssumme, aber unter Nennung von Namen (Bismarck, Roon, Moltke, Falkenstein, Herwarth und Steinmetz).
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5. Dezember 1866Abg.-Haus: Debatte über die Dotationsfrage.
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6. Dezember 1866 · Schleswig-Holstein / LauenburgDer Oberpräsident v. Scheel-Plessen erläßt eine Bekanntmachung betr. die einstweilige Organisation der holsteinischen Centralverwaltung:
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8. Dezember 1866 · Hannover (Königreich)Oberst Graf Kielmannsegge und einige andere Personen werden wegen Umtrieben gegen die neue Ordnung der Dinge auf Grund des kgl. Erlasses vom 3. d. Mts. nach Minden abgeführt.
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10. Dezember 1866Das Abg.-Haus bewilligt den Militäretat, nunmehr nach der Budgetvorlage der Regierung und begnügt sich mit 165 gegen 151 Stimmen mit einer Resolution als Verwahrung.
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10. Dezember 1866Abg.-Haus: Budgetdebatte, Militäretat.
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10. Dezember 1866 · Hannover (Königreich)Eine kgl. Verordnung erklärt die von der früheren Regierung nach England geflüchteten Staatspapiere für vernichtet und genehmigt die Anfertigung neuer Documente.
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11. Dezember 1866Abg.-Haus: Budgetdebatte.
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12. Dezember 1866Abg.-Haus: Budgetdebatte.
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13. Dezember 1866Abg.-Haus: Die Regierung bringt eine Vorlage ein bez. Aufhebung des Salzmonopols und Ersetzung desselben durch eine Salzsteuer, eventuell auch ohne Zustimmung der süddeutschen Regierungen.
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13. Dezember 1866Wahlaufruf der altliberalen Partei.
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16. bis 19. Dezember 1866Besuch des Königs von Sachsen und des Kronprinzen in Berlin.
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16. bis 19. Dezember 1866 · Hannover (Königreich)Eine kgl. Cabinetsordre löst das bisherige hannover'sche Ministerium des k. Hauses auf.
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17. Dezember 1866Abg.-Haus: Die sogenannte Annexionscommission beräth über den Vertrag mit dem Großherzog von Oldenburg vom 27. October.
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18. Dezember 1866Das Abg.-Haus nimmt das Budget für 1867 in definitiver Abstimmung fast einstimmig an.
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19. Dezember 1866Das Herrenhaus weicht dem Druck der Regierung und nimmt die (früher abgelehnte) Aufhebung der Wuchergesetze mit 59 gegen 48 Stimmen nunmehr an.
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20. Dezember 1866Das Abg.-Haus genehmigt fast einstimmig die Einverleibung von Schleswig-Holstein.
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20. Dezember 1866Abg.-Haus: Debatte über die Einverleibung von Schleswig-Holstein.
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20. Dezember 1866 · Hannover (Königreich)Eine Bekanntmachung des Generalgouverneurs verlängert die Frist für die Entscheidung der Offiziere der ehemaligen hannover'schen Armee vom 1. bis zum 15. Jan. 1867.
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21. Dezember 1866Das Abg.-Haus genehmigt die Vorlage der Regierung bez. Vermehrung der Mitglieder des Hauses um 80 für die neu annexirten Landestheile.
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21. Dezember 1866Das Abg.-Haus genehmigt die Vorlage der Regierung bez. Abänderung des Art. 96 der Verfassung und Vermehrung der Zahl der Abgeordneten um 80 für die erst annectirten Landestheile.
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22. Dezember 1866Das Herrenhaus genehmigt das Budget für 1867, wie es aus den Beschlüssen des Abg.-Hauses hervorgegangen ist.
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24. Dezember 1866Der König unterzeichnet die Dotationen an die vom Abg.-Hause bezeichneten Staatsmänner und Generale und das Gesetz bez. Einverleibung von Schleswig-Holstein.
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24. Dezember 1866Die Deutschen der Provinz Posen vereinigen sich gegenüber den Anstrengungen der Polen zu einem gemeinsamen Wahlaufruf ohne Unterschied der Parteien.
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26. Dezember 1866Der Exkönig von Hannover weigert sich die Offiziere seiner Armee ihres Eides zu entbinden, ertheilt dagegen jedem, der sich meldet, die Entlassung aus seinem Dienste behufs Uebertritts in die preuß. Armee.
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26. Dezember 1866 · Hannover (Königreich)Eine nach Wien zu König Georg gegangene Offiziersdeputation kehrt nach Hannover zurück: König Georg hat nachgegeben und bevollmächtigt den General v. Arentsschild, allen Offizieren, Unteroffizieren und Soldaten, welche ihre Entlassung wüns…
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30. Dezember 1866Durch eine kgl. Verordnung werden dem sogen. 51er Colleg alle Befugnisse der gesetzgebenden Versammlung beigelegt, um bis zum Erlaß einer definitiven Gemeindeordnung die communalen Angelegenheiten mit dem Senat allein zu ordnen.