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Chronik Baden 1870
Alle Staaten der Chronik · Mehr über Baden
Januar
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11. Januar 1870Die II. Kammer genehmigt den Gesetzentwurf, einige Abänderungen der Wahlordnung betr.
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13. Januar 1870Die II. Kammer beschließt fast einstimmig, daß in Zukunft Lehrer aller Confessionen zur Anstellung an Gelehrtenschulen berechtigt sein sollen.
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14. Januar 1870Nordd. Bund u. Baden schließen einen sog. Jurisdictionsvertrag bez. wechselseitiger Gewährung der Rechtshülfe ab.
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14. Januar 1870Abschluß eines Jurisdictionsvertrages mit dem norddeutschen Bunde.
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17. bis 18. Januar 1870II. Kammer: Berathung des sog. Stiftungsgesetzes betr. Ausscheidung zwischen kirchlichen und milden Stiftungen
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18. Januar 1870Die II. Kammer entzieht die milden Stiftungen der bisherigen kirchlichen und stellt sie unter weltliche Verwaltung.
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21. Januar 1870Die II. Kammer beschließt die Einführung des allgemeinen Stimmrechts, aber mit Beibehaltung des indirecten Wahlsystems.
Februar
März
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3. März 1870Die II. Kammer genehmigt das von der Regierung vorgelegte Gesetz über die Eintheilung der Wahlbezirke mit allen gegen die vier ultramontanen Stimmen.
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5. März 1870Die II. Kammer erklärt sich mit 40 gegen 9 Stimmen für Abschaffung der Todesstrafe.
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8. März 1870Die II. Kammer genehmigt das vorgelegte Militärstrafgesetz und die Militärstrafgerichtsordnung und bewilligt gelegentlich des Budgets die Dotation des Erzbisthums Freiburg in der bisherigen Höhe
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10. März 1870II. Kammer: Der Antrag auf Abschaffung der Todesstrafe wird auch in zweiter Berathung mit allen gegen 10 Stimmen angenommen
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15. März 1870Die II. Kammer bewilligt die von der Regierung geforderte Unterstützung von 3 Mill. Fr. für das Gotthard-Unternehmen mit allen gegen 3 Stimmen.
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18. März 1870Die I. Kammer tritt dem Beschlusse der II. Kammer bez. Abschaffung der Todesstrafe einstimmig nicht bei.
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21. März 1870Die II. Kammer nimmt die Vorlage bez. Abkürzung des Abgeordnetenmandats einstimmig an.
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22. März 1870Die I. Kammer stimmt dem Stiftungsgesetze im Wesentlichen nach den Beschlüssen der II. Kammer bei.
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30. März 1870Die II. Kammer gibt der I. Kammer bez. des Gemeindegesetzes nur theilweise nach.
April
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2. April 1870Die I. und II. Kammer einigen sich über ihre Differenzen bez. des Gemeinde- und bez. des Stiftungsgesetzes
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3. April 1870Die II. Kammer genehmigt den von der Regierung am 31. März auch mit Hessen abgeschlossenen Jurisdictionsvertrag und ertheilt derselben Vollmacht zum Abschluß solcher Verträge auch mit Bayern und Württemberg.
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7. April 1870Schluß der Session des Landtags. Thronrede des Großherzogs.
Mai
Juli
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Juli.Auf den Wunsch der badischen Regierung werden die badischen Truppen von preußischen Generalen inspicirt.
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15. Juli 1870(Baden) verproviantirt aufs eiligste und noch in der Nacht die Festung Rastatt.
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16. Juli 1870mobilisirt aufs eiligste seine sämmtlichen Truppen und läßt die Kehler Eisenbahnbrücke ausschalten.
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21. Juli 1870Die franz. Regierung hat offenbar Lust, Baden bei einem allfälligen Einrücken der franz. Armee in dasselbe schonungslos und auf's härteste zu behandeln.
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22. Juli 1870sprengt die Rheinbrücke bei Kehl.
September
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2. September 1870Die badische Regierung erklärt sich in einem Schreiben an den Bundeskanzler zuerst für eine Wiedererwerbung des Elsasses für Deutschland.
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2. September 1870Die badische Regierung erklärt sich in einem Schreiben an den Bundeskanzler des norddeutschen Bundes zuerst für eine Wiedererwerbung des Elsasses und Lothringens im Interesse Süddeutschlands und seiner militärischen Sicherung gegen Frankre…
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4. September 1870Der Großherzog geht nach Versailles.
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14. September 1870Der Verweser des Erzbisthums Freiburg verkündet die Beschlüsse des Concils in seinem Anzeigeblatte.
November
Dezember
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13. Dezember 1870Eröffnung des Landtags durch den Staatsminister Jolly.
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16. Dezember 1870Die II. Kammer genehmigt die Verfassungsverträge mit dem nordd. Bunde mit allen gegen 1 Stimme.
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16. Dezember 1870II. Kammer: Debatte über die Verträge mit dem norddeutschen Bunde und die Militärconvention mit Preußen.
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19. Dezember 1870Die Badenser erstürmen Nuits.
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21. Dezember 1870Die vier Abgeordneten der katholischen Partei in der II. Kammer rechtfertigen ihre Zustimmung zu den Verträgen durch folgende Erklärung.
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31. Dezember 1870In Folge der doch einigermaßen veränderten Zustände verschmelzen sich die beiden demokratischen Blätter in Mannheim und geht der demokr. „Volksfreund“ in Constanz ganz ein.