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Chronik Baden 1868
Alle Staaten der Chronik · Mehr über Baden
Januar
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8. Januar 1868Die offiziöse Karlsr. Ztg. weist die Vorwürfe des amtlichen Württ. Staatsanz. bez. der Zollvereinsfrage in einem geharnischten Artikel auf's entschiedenste zurück.
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17. Januar 1868Beide Kammern erklären sich fast einstimmig für bürgerliche Standesbeamtung und Einführung der obligatorischen Civilehe.
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17. Januar 1868Die II. Kammer tritt mit allen gegen 3 Stimmen dem Beschlusse der I. Kammer bei, die Regierung um Vorlegung eines Gesetzesentwurfs über bürgerliche Standesbeamtung und obligatorische Civilehe wo möglich noch auf dem gegenwärtigen Landtage …
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20. bis 21. Januar 1868II. Kammer: Debatte über das Contingentsgesetz.
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21. Januar 1868Die II. Kammer lehnt bei Berathung des neuen Wehrgesetzes den Antrag, die jährliche Rekrutenaushebung auf 3/4 Proc. der Bevölkerung und die Präsenzzeit unter der Fahne auf 2 Jahre zu beschränken, mit allen gegen 8 Stimmen ab und beschließt…
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31. Januar 1868Die II. Kammer beschließt, da ihr bis jetzt eine Initiative der Gesetzgebung abgeht, eine Adresse an den Großherzog mit der Bitte, den Ständen in thunlichster Bälde ein Gesetz vorlegen zu lassen, wodurch die Rechtsverhältnisse der Stiftung…
Februar
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1. Februar 1868II. Kammer: Debatte über das außerord. Budget für die Jahre 1868 und 1869.
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4. Februar 1868Ministerpräsident Matthy †.
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8. Februar 1868Beide Kammern einigen sich über die bisher zwischen ihnen noch obwaltenden Differenzen über ein neues Schulgesetz, ein neues Preßgesetz und ein Ministerverantwortlichkeitsgesetz.
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8. Februar 1868Die I. und II. Kammer verständigen sich über die zwischen ihnen noch bestehenden Differenzen bez. des Schulgesetzes, des Preßgesetzes und des Ministerverantwortlichkeitsgesetzes.
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12. Februar 1868Die II. Kammer genehmigt das Militärbudget für 1868 — 69 mit fast 2 Mill. mehr als bisher. — Neubildung des Ministeriums unter dem Vorsitze des Staatsraths Jolly; der bisherige Kriegsminister und der bisherige Justizminister erhalten ihre …
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12. Februar 1868Die II. Kammer genehmigt das ordentliche Kriegsbudget für die Jahre 1868/69.
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12. Februar 1868Der Großherzog überträgt die Neubildung des Ministeriums dem Staatsrath Jolly.
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13. Februar 1868Der neue Ministerpräsident legt derselben sein Programm vor.
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14. Februar 1868Die II. Kammer genehmigt die Erhöhung der Steuern und das darauf basirte Finanzgesetz.
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14. Februar 1868Die II. Kammer genehmigt die Erhöhung der Steuern und das darauf basirte Finanzgesetz.
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15. Februar 1868Größere und mächtigere Aufgaben waren auf dem Gebiete der nationalen Politik zu lösen.
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22. Februar 1868Wahlen zum ersten Zollparlament: acht Nationalliberale, fünf Clericale, ein Großdeutscher.
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22. Februar 1868Allgemeine Wahlen zum Zollparlament auf Grundlage des allgemeinen und directen Stimmrechts
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23. Februar 1868Der preußische General v. Beyer wird zum Kriegsminister ernannt.
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23. Februar 1868Der preuß. Militärbevollmächtigte, General v. Beyer, wird zum Kriegsminister ernannt
März
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11. März 1868Die bisherige Bezeichnung „badisches Armeecorps“ wird aufgegeben und die Benennung badisches Divisions-Commando, Cavallerie- und Artillerie-Brigade eingeführt
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18. März 1868Protest des Erzbischofs von Freiburg gegen das neue Schulgesetz. Antwort der Regierung
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31. März 1868Das bisherige Cadettencorps wird aufgehoben und eine Vereinbarung mit Preußen geschlossen
April
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14. April 1868Der Erzbischof von Freiburg, Hermann v. Vicari, †
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16. April 1868Die Regierung erläßt ein provisorisches Gesetz die Militärstrafrechtspflege betreffend, dessen Verfassungsmäßigkeit stark bezweifelt wird, jedenfalls den Anschauungen und Wünschen der II. Kammer keine Rechnung trägt.
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21. April 1868beruft preuß. Offiziere, um die Landwehr wie in Preußen und dem nordd. Bunde zu organisiren.
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21. April 1868Preußische Offiziere werden berufen, um die Landwehr wie in Preußen und dem nordd. Bunde zu organisiren.
Mai
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6. Mai 1868Das Freiburger Domkapitel überreicht der Regierung die erste Vorschlagsliste für die Wiederbesetzung des erzbischöflichen Stuhles.
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24. Mai 1868Die Regierung streicht von der ihr durch das Freiburger Domcapitel für die Wiederbesetzung des durch den Tod des Erzbischofs v. Vicari erledigten erzbischöflichen Stuhles eingereichten Liste alle Candidaten bis auf einen als personae minus…
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24. Mai 1868Die Regierung streicht auf der ihr vom Freiburger Domkapitel eingereichten Liste alle Candidaten bis auf einen als personae minus gratae und fordert das Kapitel auf, die Liste zu ergänzen.
Juni
Juli
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3. Juli 1868Der Ausschuß des deutschen Protestantenvereins in Heidelberg erläßt einen Protest gegen die Erklärung der Berliner Pastoralconferenz vom 10. Juni und appellirt von dem Urtheil der Pastoren an das Urtheil der Nation
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6. Juli 1868Ein päpstl. Breve verbietet dem Domcapitel von Freiburg, dem Verlangen der Regierung zu entsprechen und eine neue Liste für die Wahl eines Erzbischofs aufzustellen.
August
September
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Sept.Die Wahlmännerwahlen zu den Kreisversammlungen fallen ganz überwiegend liberal aus
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19. September 1868Schluß der Manöver der badischen Armeedivision. Prinz Wilhelm nimmt längern, resp. unbeschränkten Urlaub und legt das Divisionscommando nieder, um den Winter mit seiner Familie in Italien zuzubringen. Der Kriegsminister General v. Beyer üb…
Oktober
November
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8. November 1868Eine Anzahl Mitglieder der II. Kammer geben in einer Zusammenkunft in Offenburg ihre Mißstimmung über das Ministerium Jolly Ausdruck.
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8. November 1868Eine Anzahl hervorragender Mitglieder der II. Kammer tritt in Offenburg zu einer Besprechung über die Lage des Landes zusammen und scheint eine Art Oppositionsstellung gegen das Ministerium, nicht in der deutschen, wohl aber in den inneren…
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8. November 1868Der Großherzog und die Großherzogin gehen zu längerem Aufenthalt ins südliche Frankreich.
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23. November 1868Die Majorität des Freiburger Domcapitels will der Forderung der Regierung, die Liste für die Wiederbesetzung des erzbischöflichen Stuhles zu ergänzen, entsprechen; die römische Curie verhindert es.
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23. November 1868Die Mehrheit des Freiburger Domkapitels erklärt sich für Ergänzung der Candidatenliste behufs Besetzung des erzbischöflichen Stuhls; die Zustimmung Roms bleibt indeß zweifelhaft.
Dezember
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Dezember 1868Mehrere angesehene Liberale erhalten kirchliche Verwarnungen als Vorläufer förmlicher Excommunication.
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5. Dezember 1868Das Ministerium Jolly hält gegenüber dem Mißtrauensvotum der Offenburger fest.
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5. Dezember 1868Antwort der Regierung durch die Karlsr. Ztg. auf die Schritte der Offenburger Versammlung
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6. Dezember 1868Die sog. Offenburger beschließen in Mannheim, ihre Beschwerden gegen das Ministerium Jolly in einer Broschüre darzulegen
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8. Dezember 1868Der Großherzog kehrt aus dem südlichen Frankreich wieder in seine Residenz zurück.
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26. Dezember 1868Die Regierung löst ein Frauenkloster, das sich ohne gesetzliche Bewilligung gebildet hat, auf.
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27. Dezember 1868Die Offenburger wollen es doch nicht zu einem Bruche mit der Regierung treiben und fangen an einzulenken.
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27. Dezember 1868Größere Versammlung der sog. Offenburger wieder in Offenburg. Die gehaltenen Reden weisen einen Geist entschiedener Versöhnlichkeit auf, der es doch nicht zu einem förmlichen Bruche mit der Regierung treiben will; ebenso das angenommene de…