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Chronik Sachsen 1916
Alle Staaten der Chronik · Mehr über Sachsen
Januar
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19. Januar 1916Finanzminister v. Seydewitz erläutert die geforderten Steuern und fährt fort: Weder Preußen, noch Bayern, Württemberg, Baden haben sich auch nur im entferntesten davon abhalten lassen, schon jetzt für ihren Steuerbedarf zu sorgen. Die Bund…
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20. Januar 1916Abg. Günther (Fortschr. Vp.) kommt auf die Rede des Finanzministers v. Seydewitz in der Ersten Kammer (s. u. 19. Jan.) über den Standpunkt Sachsens zur Frage der direkten Reichssteuern zurück.
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25. Januar 1916In der Ausschußberatung der Kammer über einen natl. Antrag auf Stärkung der wirtschaftspolitischen Stellung Sachsens gegenüber dem Reich und den Bundesstaaten lehnt Finanzminister v. Seydewitz den Beitritt Sachsens zur Reichseisenbahngemei…
Februar
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9. Februar 1916Das Haus beschließt eine Neubildung des Landeskulturrats, in dem fortan auch der mittlere und kleinere bäuerliche Besitz mehr vertreten sein wird.
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10. Februar 1916Die Fragen der Volksernährung und der Kampf gegen den Wucher werden eingehend erörtert.
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17. Februar 1916In längerer Erörterung der Kartoffelfrage wird von allen Rednern festgestellt, daß Sachsen von den zuständigen Reichsstellen ungerecht behandelt werde.
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20. Februar 1916Dr. Konrad Wilhelm v. Rüger, sächs. Finanzminister a. D., Dresden, 78 J.
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22. Februar 1916Graf Rudolf v. Rex, sächs. Gesandter in Wien, Wien, 58 J.
März
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7. März 1916Die Anträge der Fortschr. Volksp., Angehörigen des Mittelstandes und der freien Berufe Kriegshilfen zu gewähren, werden einstimmig angenommen.
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9. März 1916Gesandtenernennung.
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14. März 1916Das Haus beschließt: die Regierung zu ersuchen, den Gemeinden größere Mittel zu einer besseren Arbeitslosenfürsorge zuzuführen und im Bundesrat dahin zu wirken, daß auch nach dem Kriege das Reich Geld zu diesem Zweck zur Verfügung stellt.
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15. März 1916Dem Hause geht die Regierungsvorlage über die staatliche Elektrizitätsversorgung Sachsens zu, sie fordert einen außerordentlichen Kredit von 20 Millionen.
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28. März 1916Ansiedlung von Kriegsteilnehmern, Landesgewerbeamt.
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29. März 1916Bei der Erledigung des Etats der Steuern und Abgaben wird der Zuschlag zur Einkommensteuer, der bei 2200 Mk. Einkommen beginnt und von 10 bis 30 v. H. steigt, einstimmig angenommen.
April
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4. April 1916Hauptgegenstand der Verhandlungen ist der Regierungsentwurf zur staatlichen Elektrizitätsversorgung Sachsens
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5. April 1916Interpellation über auswärtige Reichspolitik.
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6. April 1916Es wird angenommen: Der Gesetzentw. über Ansiedlung von Kriegsteilnehmern, unverändert und in Uebereinstimmung mit der Ersten Kammer.
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7. April 1916In der Zweiten Kammer wird der Entwurf des Finanzgesetzes für die Jahre 1916/17 gegen die Stimmen der Soz. angenommen.
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22. April 1916Errichtung einer Landesfleischstelle für den Verkehr mit Fleisch und Fleischwaren.
Mai
Juni
Juli
Oktober
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2. Oktober 1916Wiederbeginn der Sitzungen.
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5. Oktober 1916Die Konservativen reichen eine gegen den Reichskanzler gerichtete Petition ein.
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9. Oktober 1916Vor Eintritt in die Tagesordnung gibt Abg. Sindermann (Soz.) namens seiner Fraktion folgende Erklärung ab: Herr Präsident! Sie haben in der Sitzung dieses Hauses am 2. Okt. 1916 eine Kriegführung empfohlen, die in ihren Folgen den gegenwär…
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11. Oktober 1916Staatliche Elektrizitätsversorgung, Interpellation.
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Mitte Okt.Die Natl. Fraktion der Sächs. Zweiten Ständekammer und der Geschäftsführende Ausschuß des Natl. Landesvereins für das Königreich Sachsen haben aus Anlaß der Treibereien gegen den Reichskanzler einstimmig nachstehende Erklärung beschlossen
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16. Oktober 1916Genehmigt wird der Gesetzentw. über Hinausschiebung der Gemeindewahlen bis nach dem Ende des Kriegszustandes.
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19. Oktober 1916Staatliche Elektrizitätsversorgung.
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23. Oktober 1916Kammerherr Dr. A. W. v. Frege-Welzien, M. d. R. (Kons.), Dresden, 66 J.
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24. Oktober 1916Ein Antrag sämtlicher Fraktionen des Hauses, der einen Gesetzentwurf fordert, durch den ein staatliches Kohlenmonopol eingeführt werden soll, wird einstimmig angenommen.
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25. Oktober 1916In Uebereinstimmung mit der Zweiten Kammer beschließt das Haus eine ausgedehnte Wohnungsfürsorge für heimkehrende Krieger.
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26. Oktober 1916Endgültig wird in der Zweiten Kammer angenommen der Gesetzentw. betr. Verbot der Veräußerung von Kohlenbergbaurechten.
November
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1. November 1916Das Sperrgesetz gegen die Veräußerung der Kohlenbergbaurechte wird endgültig angenommen.
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2. November 1916Das Gesetz über die Sperrung des privaten Erwerbs von Kohlenfeldern wird endgültig angenommen.
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12. November 1916H. v. Hösch, M. d. Ersten sächs. Kammer, Dresden, 66 J.
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23. November 1916Im 11. sächs. Wahlkreise Öschatz-Grimma wird an Stelle des Dr. Giese (Kons.) Dr. Wildgrube-Dresden (Kons.) mit 7980 Stimmen gewählt.