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Chronik Elsaß-Lothringen 1913
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Januar
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7. Januar 1913Der Reichstagsabgeordnete für Elsaß-Lothringen, der Abbé E. Wetterlé, hält vor der Gesellschaft für Handelsgeographie einen Vortrag, in dem er die politischen Verhältnisse Elsaß-Lothringens einer Kritik im antideutschen Sinn unterzieht.
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14. Januar 1913Wahl des Präsidiums der Zweiten Kammer.
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15. Januar 1913Beginn der Etatsdebatte der Zweiten Kammer.
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16. Januar 1913Fortsetzung der Etatsdebatte in der Zweiten Kammer. Wetterlés Vorträge.
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16. Januar 1913Der Staatssekretär hat gegen mein Auftreten in Frankreich in scharfer Weise protestiert.
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23. Januar 1913Der „Souvenir Alsacien-Lorrain“ wird aufgelöst, weil er die Tendenzen des „Souvenir Français“ übernommen hat.
Februar
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4. Februar 1913Strafantrag des Staatssekretärs Zorn v. Bulach gegen das vom Reichstagsabgeordneten Wetterlé in Colmar herausgegebene Blatt „Le Nouvelliste d’Alsace Lorraine“.
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5. Februar 1913Falscher Alarm in Straßburg.
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5. Februar 1913Die Straßburger Regierung hat den Benfelder Veteranenverein, der als eine Ortsgruppe des Souvenir Alsacien-Lorrain zu betrachten ist, aufgelöst.
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5. Februar 1913Falscher Alarm.
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6. Februar 1913Militärangelegenheiten vor der reichsländischen Kammer.
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7. Februar 1913Als Mittäter des ehemaligen Zahlmeisteraspiranten Wolter, der fälschlich die Straßburger Garnison alarmierte, wurde der Schriftsteller Jung verhaftet.
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19. Februar 1913Gegen die Verhetzung der öffentlichen Meinung.
März
April
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2. April 1913Zweite Kammer. Universitäts-Etat. Abg. Prof. Müller (Z.) regte die Schaffung eines neuen Lehrstuhles für elsäss-lothringische Geschichte an.
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2. April 1913Verbot antideutscher Preßerzeugnisse.
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22. April 1913Die Zweite Kammer hat gegen eine geringe Minorität eine Resolution angenommen, in der mit Bedauern festgestellt wird, daß die Haltung der Regierung in der Frage der Wehrvorlage den Anschauungen des elsäß-lothringischen Volkes nicht entspre…
Mai
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23. Mai 1913Die Zweite Kammer verhandelte über Interpellationen, betreffend die Anträge der elsäß-lothringischen Regierung beim Bundesrat auf Einführung des Reichspreßgesetzes und Änderung des Vereinsgesetzes.
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28. Mai 1913In der Ersten Kammer wird ein Antrag beraten, der sich gegen die Ausnahmegesetze richtet.
September
November
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8. bis 10. November 1913Infolge einer absprechenden Bemerkung eines Offiziers kommt es zu erregten Straßenkundgebungen.
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11. November 1913Amtliche Feststellung des Zabernfalles.
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26. November 1913Wegen Totschlags, begangen an dem Fahnenjunker Foerster, wurde der Leutnant Tiegs vom Lothringischen Fußartillerieregiment Nr. 16 durch das Kriegsgericht zu zehn Jahren Zuchthaus und Entfernung aus dem Heer verurteilt.
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26. November 1913Maßregeln infolge des Zabern-Falles.
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28. November 1913Der Gemeinderat beschloß, an den Kaiser, den Statthalter, den Reichskanzler und den Kriegsminister folgendes Protesttelegramm abzuschicken
Dezember
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1. Dezember 1913Dienstliche Behandlung der „Affaire".
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2. Dezember 1913Der Kreisdirektor erläßt durch Amtsblatt und Anschlag einen Aufruf, in dem er die Bevölkerung eindringlich ermahnt, sie möge die Ruhe bewahren, und davor warnt, gegen die Offiziere beleidigende Rufe auszustoßen. Auch möchten die besonnenen…
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2. Dezember 1913Die Bürgermeister der Mittelstädte Elsaß-Lothringens hielten im Landtagsgebäude eine Versammlung ab, in der sie angesichts der Vorgänge in Zabern ihre Sympathie für diese Stadt und ihren Bürgermeister bekundeten.
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3. Dezember 1913Der sozialdemokratische Abgeordnete Peirotes bezeichnete es als „den Gipfelpunkt, den der Militarismus erreicht habe, daß v. Forstner mit seinem Säbel einen lahmen Schuhmacher kriegsunfähig gemacht hat“
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11. Dezember 1913Vor dem Kriegsgericht der 30. Division fand die erste Verhandlung in der Zaberner Angelegenheit statt.
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19. Dezember 1913Das Kriegsgericht der 30. Division verurteilte den Leutnant v. Forstner vom Infanterieregiment Nr. 99 wegen der Vorkommnisse in Dettweiler zu dreiundvierzig Tagen Gefängnis.
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24. Dezember 1913Der verantwortliche Redakteur des „Journal d'Alsace-Lorraine“, Eugen Jung, wurde wegen Beleidigung der preußischen Offiziere und Kommandobehörden vom Landgericht zu drei Wochen Haft verurteilt.
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26. Dezember 1913Beunruhigender Zwischenfall.
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29. Dezember 1913Auf eigenen Antrag des Kreisdirektors hat das reichsländische Ministerium gegen ihn ein Disziplinarverfahren wegen des behaupteten Versagens der Zivilbehörde im Falle Forstner eingeleitet.
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29. Dezember 1913Die amtliche Untersuchung hat nunmehr ergeben, daß die am 26. Dezember abends in der Dunkelheit gefallenen Schüsse nicht von diesseits des Kanals vor der Schloßkaserne kamen, sondern zweifellos auf der anderen Seite des Bassins gefallen si…