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Chronik Bayern 1903
Alle Staaten der Chronik · Mehr über Bayern
Januar
Februar
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Anfang Februar.Süddeutsche Preßfehde über die Swinemünder Depesche und die Haltung des Zentrums.
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18. Februar 1903Ministerwechsel in Bayern.
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18. Februar 1903Staatsminister Graf Crailsheim tritt zurück; an seiner Stelle wird Kultusminister v. Podewils zum Ministerpräsidenten und Minister des Königlichen Hauses ernannt.
März
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März 1903Preßkämpfe um die Jesuiten und das Andenken Tillys. In einer Versammlung gegen die Zulassung der Jesuiten in München hält Prof. Graf Du Moulin-Eckart eine Rede, in der er sagt: „Zur Schande des deutschen Volkes steht heute in der Feldherrn…
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15. März 1903Der Delegiertentag der bayerischen Nationalliberalen in Nürnberg faßt folgende Resolution: Angesichts der unmittelbaren Bedrohung der Aufgaben des bayerischen Verfassungslebens auf religiösem und kulturellem Gebiete durch eine skrupellose …
Mai
Juni
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Anfang Juni.Der Ministerpräsident Frhr. v. Podewils erklärt in einer Unterredung nach seinem Besuch in Berlin, für die Aufhebung des § 2 des Jesuitengesetzes sei im Bundesrate keine Majorität vorhanden.
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4. Juni 1903Es wird eine Verordnung über die Schulpflicht erlassen, die in der Hauptsache ältere Verordnungen zusammenfaßt und redaktionell verändert.
September
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11. bis 12. September 1903Der Handwerks- und Gewerbekammertag fordert obligatorische Fortbildungsschulen während der Lehrzeit, Zwangsversicherung für Handwerker und gesetzliche Regelung der Begriffe „Handwerk“ und „Fabrik“.
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29. September 1903Der Landtag tritt zusammen. Finanzminister Frhr. v. Riedel legt das Budget vor.
Oktober
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3. Oktober 1903Dem Landtage geht ein Entwurf zur Änderung des Wahlgesetzes zu.
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5. bis 6. Oktober 1903Abg. Hammerschmidt (lib.) bringt folgende Interpellation ein: Aus welchen Gründen hat die kgl. Staatsregierung von der für den Ablauf der Zinsgarantiezeit in Aussicht gestellten Verstaatlichung der Pfälzischen Bahnen abgesehen?
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5. bis 6. Oktober 1903Abg. Reeb (Z.) stellt folgende Interpellation: Welche Stellung nimmt die kgl. Staatsregierung zur Frage der Verstaatlichung der Pfälzischen Eisenbahnen und insbesondere des Ausbaues des pfälzischen Eisenbahnnetzes ein?
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5. bis 6. Oktober 1903Die Regierung halte es für nötig, die Verstaatlichung noch hinauszuschieben.
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11. Oktober 1903Der bayerische Städtetag fordert Reform der Staats- und Kommunalsteuern, so daß die Realsteuern den Gemeinden zufallen, ferner intensivere Besteuerung des Baugeländes und Aufhebung des § 13 des Zolltarifgesetzes.
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12. Oktober 1903Die Wahlrechtsvorlage wird nach kurzer Beratung an eine Kommission verwiesen.
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16. Oktober 1903Die Bayerische Abgeordnetenkammer verweist nach zweitägiger gereizter Debatte einen sozialdemokratischen Antrag auf Verkürzung der Arbeitszeit in staatlichen Betrieben an den wirtschaftlichen Ausschuß.
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20. bis 27. Oktober 1903Abg. Schädler (Z.) bespricht die Veränderungen im Ministerium.
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30. Oktober 1903Die Bayerische Abgeordnetenkammer genehmigt den Entwurf der Errichtung eines Verkehrsministeriums gegen 9 Stimmen der Freien Vereinigung.
November
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6. bis 12. November 1903Beratung des Militäretats. Mißhandlungen; Veteranenunterstützung.
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16. November 1903Die Landtagssession wird bis zum 31. Januar 1904 verlängert.
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19. November 1903Änderung der Geschäftsordnung.
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23. November 1903In der Beratung einiger Petitionen gegen die Errichtung eines Beamtenwarenhauses spricht sich Minister des Innern Frhr. v. Feilitzsch scharf gegen ein solches Warenhaus aus.
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25. November 1903Die Bayerische Abgeordnetenkammer genehmigt einstimmig einen Antrag Müller (Soz.), daß die Regierung die Offiziere und Unteroffiziere, die sich Mißhandlungen haben zu schulden kommen lassen, aus dem Heere entfernen soll.
Dezember
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10. Dezember 1903Reichsratskammer. Graf Crailsheim über seine Ministertätigkeit. Beziehungen zum Papst, zum Reich, zu Preußen.
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11. Dezember 1903Reichsratskammer. Erwiderung des Ministerpräsidenten v. Podewils auf Crailsheims Rede (S. 170).
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14. Dezember 1903Ein Verkehrsministerium wird errichtet; es soll am 1. Januar 1904 in Kraft treten.
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22. Dezember 1903Schluß einer siebentägigen Debatte über den Etat des Ministeriums des Innern.