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Chronik Baden 1866
Alle Staaten der Chronik · Mehr über Baden
Januar
Februar
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15. Februar 1866Wiederzusammentritt der Kammern.
März
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15. März 1866Die ganze II. Kammer erklärt sich neuerdings für das Selbstbestimmungsrecht des schleswig-holsteinischen Volkes.
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15. März 1866II. Kammer: Die gesammte Kammer erklärt ihre Zustimmung zu der Anregung des Abg. Knies, „daß, wie verschieden auch noch die Ansichten über die endliche Lösung der deutschen Frage inmitten des deutschen Volkes und der deutschen Kammern seie…
April
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April 1866Der Ausschuß der II. Kammer erklärt sich gegen Antrag auf Einführung der obligatorischen Civilehe, aber lediglich aus Opportunitätsrücksichten.
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11. April 1866Die II. Kammer erklärt sich für Eingehen auf den preuß. Parlamentsvorschlag.
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11. April 1866Die Mitglieder der II. Kammer erklären sich in einer Vorberathung fast einstimmig für Eingehen auf den preußischen Parlamentsantrag.
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14. April 1866II. Kammer: Auf eine Interpellation des Abg. Knies bez. der Stellung der Regierung zu dem preuß. Parlamentsantrage antwortet der Staatsminister v. Edelsheim: seit langer Zeit gehörten bekanntlich die Sympathien und Wünsche der Regierung ei…
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21. April 1866Die I. Kammer verwirft eine Motion des Frhrn. v. Andlaw, den Minister Lamey wegen Amtsmißbrauch und Verfassungsbruch (gegen die kath. Partei) in Anklagezustand zu versetzen mit 11 gegen 8 Stimmen.
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25. April 1866Die II. Kammer beschließt gegenüber dem Antrage des Frhrn. v. Andlaw v. 21. d. M. in der I. Kammer folgende Erklärung zu Protokoll:
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26. April 1866II. Kammer: Die Regierung legt dem Landtage nunmehr ein vollständiges neues Schulgesetz vor.
Mai
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7. Mai 1866II. Kammer: Das von der Regierung vorgelegte Preßgesetz wird zu Ende berathen und angenommen.
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9. Mai 1866Die II. Kammer nimmt den Gesetzesentwurf bez. Vereins- und Versammlungsrecht einstimmig an.
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14. Mai 1866In der I. Kammer wird auf Neutralität der Mittelstaaten in dem herannahenden Kriege zwischen Oesterreich und Preußen angetragen.
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14. Mai 1866I. Kammer: Geh. Rath Bluntschli begründet die von ihm vorher angekündigte Interpellation, deren Antrag dahin geht, sich möglichst lange neutral zu verhalten und zu versuchen, sich für diese Neutralität mit den übrigen süddeutschen Staaten …
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16. Mai 1866II. Kammer: Allgemeine Debatte über das Ministerverantwortlichkeitsgesetz.
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28. Mai 1866Die II. Kammer genehmigt einstimmig einen ersten außerordentlichen Militärcredit.
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28. Mai 1866II. Kammer: Bericht der Commission über den von der Regierung geforderten außerordentlichen Militärcredit im Betrage von 1,070,800 fl. für Beschaffung von 1400 Militärpferden.
Juni
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2. Juni 1866Der Großherzog geht nach Pillnitz, um einen letzten Versuch zu machen, den Frieden zu erhalten.
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7. Juni 1866Die I. Kammer bewilligt auch ihrerseits den vorläufigen Militärcredit.
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8. Juni 1866Die Regierung verlangt von den Kammern einen neuen Militärcredit von 3,813,000 fl.
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9. Juni 1866Die II. Kammer nimmt nach achttägigen Debatten das Ministerverantwortlichkeitsgesetz mit allen gegen 4 Stimmen an.
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14. Juni 1866Die II. Kammer bewilligt einstimmig den geforderten außerord. Militärcredit.
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14. Juni 1866Die II. Kammer bewilligt einstimmig den neuen Militärcredit.
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18. Juni 1866II. Kammer: Die Regierung verlangt die Bewilligung eines Zwangsanlehens behufs Aufbringung der Mittel für den außerordentlichen Militäraufwand.
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19. Juni 1866II. Kammer: Das von der Regierung geforderte Zwangsanlehen wird einstimmig bewilligt.
Juli
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4. Juli 1866Markgraf Wilhelm, der Befehlshaber der badischen Truppen, befolgt den Befehl zum Anschluß an die bayr. Armee nicht und tritt vielmehr den Rückmarsch nach Frankfurt an.
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5. Juli 1866Der Handelsminister Matthy wird unter den obwaltenden Umständen seiner politischen Gesinnung wegen entlassen.
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31. Juli 1866Der König von Preußen verläßt Nickolsburg, um nach Berlin zurückzukehren.
August
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1. August 1866Die Preußen rücken in Mannheim und Heidelberg ein.
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3. August 1866Baden schließt einen Waffenstillstand in Berlin ab.
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3. August 1866schließt in Nickolsburg einen Waffenstillstand mit Preußen.
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17. August 1866Baden schließt in Berlin seinen Frieden und ein (vorerst geheimes) Schutz- und ein Trutzbündniß mit Preußen.
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17. August 1866Friedensvertrag von Berlin zwischen Preußen und Baden d. d. 17. August 1866.
Oktober
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9. Oktober 1866Wiederzusammentritt des Landtags.
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20. Oktober 1866Die II. Kammer beschließt nach dem Antrage ihrer Commission einstimmig, den Großherzog durch eine Adresse um gesetzliche Sicherheit der Redefreiheit für die Volksvertreter und um mehrfache Aenderungen der Verfassung bez. Erweiterung der Wa…
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23. bis 24. Oktober 1866II. Kammer: Debatte über den Friedensvertrag mit Preußen und über die deutsche Frage.
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24. Oktober 1866Die II. Kammer genehmigt einstimmig den Friedensvertrag mit Preußen und spricht sich mit allen gegen 11 Stimmen für den (unbedingten) Eintritt der süddeutschen Staaten in die Verbindung der norddeutschen Staaten aus.
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29. Oktober 1866Die II. Kammer lehnt die Forderung der Regierung auf einen Steuerzuschlag für 1867 trotz alles Widerstandes des Ministers Matthy mit allen gegen 1 Stimme ab.
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30. Oktober 1866Die II. Kammer beschließt, daß der von der Regierung geforderte Aufwand für Hinterladungsgewehre theils durch Ersparnisse am Kriegsbudget, theils durch einen außerordentlichen Credit bestritten werden solle und erklärt zu Protokoll, daß di…
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31. Oktober 1866I. Kammer: Commissionsbericht Bluntschlis über den Friedensvertrag mit Preußen und die deutsche Frage.